Sonntag, 20. Juli 2008
Frauen fühlen sich oft unsicher, wenn sie ganz „blind“ zu Blind Dates gehen. Also: Soweit möglich, im eigenen Auto kommen – und auch später: Nicht umsteigen in seines. Zunächst immer dort bleiben, wo viele Menschen sind. Handy mitnehmen und eine Notfalladresse, wenn du es für nötig hältst. Was ich für nötig halte: Verhütung durch Pille und Kondome – du solltest eines haben, falls ihm eines fehlt. Männer fühlen sich oft viel zu sicher bei Dates: Schon mancher Mann ist bei Dates nach Strich und Faden ausgenommen worden –meist unter Alkoholeinfluss oder im blinden Liebesrausch.
Vielleicht sollte ich Ihnen dies gar nicht schreiben: „Die selbstbewusste Frau hat die größten Chancen beim Onlinedating, und sie kommt auch am sichersten zu einer Beziehung“. Dieser Satz stimmt nämlich.
Stattdessen könnte ich Ihnen vielleicht schreiben, wie viele Hausfrauen und Huren sich als Partnersuchende ausgeben, in Wahrheit aber nur hinter dem Geld her sind. Das klingt gut, stimmt auch, aber eben nur in ganz bestimmten Zusammenhängen.
Natürlich könnte ich auch schreiben, dass 95 Prozent der Männer nichts anderes wollen, als nichts ahnende Onlinedates am gleichen Abend ins Bett zu zerren. Das wäre eindeutig falsch, aber manche Menschen lesen so etwas eben gerne – vor allem diejenigen, denen es ab und an passiert. Sollte ich jetzt schreiben „einer selbstbewussten Frau passiert dies nicht, und wenn es Ihnen, liebe Dame, öfter passiert, dann räumen Sie mal Ihr Oberstübchen auf?“ – na, sehen Sie, das wollen Sie nicht lesen.
„Shoppen nach Tussen“ – das wäre super, nicht? Aber irgendwie will ich nicht auf BILD-Niveau landen. Dazu gehört auch, dass Sie hier keine Artikel finden werden, wie Sie in 10 Tagen lernen können, jede Frau flachzulegen.
Doch eines werden Sie hier in Zukunft finden – kürzere, prägnantere Artikel und Hinweise, wie Sie ihre eigenen intellektuellen, organisatorischen und vor allem auch ihre erotischen Kräfte dazu nutzen können, eine Partnerin oder einen Partner zu finden.
Wäre das in Ihrem Sinne?
Samstag, 19. Juli 2008
So geht es natürlich auch ... Ehemann gesucht.
Wegen des großen Erfolgs der Sommer-Serien von Ina Yanga legen wir noch mal eine Woche drauf. Ab nächste Woche heißt es also wieder sechs mal Sex: „Lass deinen Sex für dich arbeiten“.
Ina wird dabei wieder die Damen unter Ihnen ansprechen (und auch alle anderen Frauen, falls Sie sich nicht zu den Damen zählen). Das Motto hat sie mir schon verraten:"Lass den Sex für dich arbeiten - und nicht gegen dich". Keine schlechte Idee, wie ich meine.
ElitePartner hat offenbar das blutleere Akademikerimage, das von ebenso lustlosen Psychonachrichten begleitet wurde, aufgegeben. Als flippige Liebesexperten empfehlen sich in einem neuen Magazin die Psychologin Lisa Fischbach, der Koch Daniel Hengstler und die Lebensberaterin Sylvia Fauck. Das Magazin ist äußerlich betont modern aufgemacht, die Inhalte wirken allerdings noch ein bisschen altbacken.
Ob das Elite-Blog nun aufgegeben wird? In der letzten Zeit wurde es verdächtig ruhig um das psychologielastige Blog, das nicht so recht zum Lesen reizt.
Nachdem ich eine Studie von parship gelesen habe, wird dies deutlich: Die meisten Menschen geben zu wenig Geld für die Partnersuche aus. Wie parship kürzlich feststellte, sind vor allem unsere niederländischen Nachbarn extrem geizig, wenn es um die Liebe geht: Sie gaben an, ganze 66 Euro auszugeben – das reicht nicht einmal für eine einzige Einladung in ein gutes Lokal – aber vielleicht trifft man sich in Holland ja an der Frittenbude oder zum gemeinsamen Matjes-Verzehr. Nach der Studie dürften lediglich die Iren auf dem richtigen Weg sein: Sie gaben an, 572 Euro auf der der Suche nach Liebe zu investieren. Deutsche wollten immerhin 243 Euro pro Jahr ausgeben.
Wie gering diese Angaben in Wahrheit sind, wird erst deutlich, wenn man sich die Fragestellung ansieht –denn parship ließ fragen:
„Frage: Bitte schätzen Sie, wie viel Geld Sie monatlich in die Partnersuche investieren. Bitte rechnen Sie dabei alle Kosten für Online-Partneragenturen, Annoncen, Barbesuche, Dates usw. mit ein.“
Wenn sie nun einmal nachrechnen wollen: Bei einem Preis von ca. 30 Euro für ein nicht zu großzügig bemessenes Abendessen und etwa 20 Euro Reisekosten pro Date fallen bei sieben Dates (so viele braucht man zumeist schon) 350 Euro an – für Anzeigen oder die Vermittlung sollte man nochmals 200 Euro rechnen, sodass die Partnersuche bereits bei schmaler Kalkulation etwa 550 Euro kostet.
Mein Tipp: Das Budget mit ca. 1000 Euro planen. Wenn man weniger braucht, macht es ja nichts, oder?
Wer heute noch eine Singlebörse gründen will, muss sich etwas einfallen lassen. Dass man auch eine Singlebörse gründen kann, ohne sich etwas einfallen zu lassen, beweist diese Pressemitteilung:
"Online-dating boomt derzeit in unglaublichem Maße. Viele Anbieter haben mittlerweile Millionen von Mitgliedern, die Konkurrenz ist groß. Solche Partnerbörsen teilen sich in kostenlose und kostenpflichtige Anbieter, wobei die kostenlosen immer größeren Zulauf erhalten. Es gibt dabei nur ein Problem: Die kostenlosen Partnerbörsen enthalten viele Fakes und Spammer und sind technisch oft schlecht gemacht.
Eine Ausmahme bietet www.dayting.de. Bei dieser handelt es sich um eine kostenfreie Singlebörse, die sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet ist. Ebenso wird bei dayting.de SPAM verhindert, da dieser automatisiert gefiltert wird und die Benutzer somit von dubiosen Mitgliedern und Fakes verschont bleiben."
Da soll mich doch sehr wundern, wie man die Fakes eigentlich erkennen will - durch Filterung von SPAM ja wohl nicht.
Dies ist der kleinste Tipp, den ich habe: Wenn du dich schon entschließt, mit deinem Blind Date ins Bett zu gehen – dann mach es relativ nüchtern, sei liebevoll und genieße es – und sag ihr oder ihm etwas Nettes am nächsten Morgen.
Freitag, 18. Juli 2008
Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in Deutschland weit fortgeschritten – meinen jedenfalls die Deutschen, wie neu.de in einer Umfrage ermittelt haben will.
Allerdings muss dem entgegengehalten werden, dass Deutschland gegenüber anderen Nationen erheblichen Nachholbedarf hatte: Die „Hausfrauenehe“ und deren ideologischer Hintergrund verhinderte jahrzehntelang die gleichberechtigte Entwicklung der Geschlechter.
Ob Gleichberechtigung oder nicht – die deutschen haben es schwer, ein Date mit dem anderen Geschlecht zu bekommen. Nur 24 Prozent der Befragten meinten, es sei „leicht“ in Deutschland ein Date zu haben – während die übrigen Europäer glauben, dass Deutschland alles andere als ein sonniges Datingland ist.
Der Grund könnte darin liegen, dass Deutschland weder eine traditionelle noch eine moderne Datingkultur hat – aber auch daran, dass die Folgen der späten Gleichberechtigung noch nicht ganz überwunden sind.
Der Sex? Schweigen wir lieber. Mindestens unsere Miteuropäer glauben, dass Deutsche sehr wenig Sex haben – ob sie es aus eigener Anschauung wissen, konnte nicht ermittelt werden.
Original-PM
50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz wirken sich auf deutsche Beziehungen aus
München, 04. Juli 2008 – Die Europäer sind sich einig: Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist in keinem Land so ausgeprägt wie in Deutschland. Das
ergab eine europaweite Umfrage von neu.de unter mehr als 5.000 Teilnehmern.
Ansonsten gehen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung der Deutschen in Sachen Liebe, Flirten und Sex innerhalb Europas weit auseinander. Die deutschen
sehen sich selbst als romantisch und flirtbegeistert, belegen in der Wahrnehmung anderer Europäer diesbezüglich aber häufig den letzten Platz.
Die Deutschen haben in der Umfrage von neu.de nur einmal den Spitzenplatz belegt: In keinem anderen Land ist die Gleichberechtigung so stark verankert wie in Deutschland. 61%
der Deutschen sind davon überzeugt. Auch die anderen Nationen sind sich darin mit durchschnittlich 37% einig. Ansonsten haben viele Europäer ein ganz anderes Bild von uns
als wir selbst. Bei der Frage, für welche Nation die Liebe die wichtigste Sache der Welt ist, gehen die Meinungen besonders weit auseinander. 26% der Deutschen glauben, dass die
Liebe in Deutschland eine sehr wichtige Rolle im Leben spielt. Franzosen, Italiener, Engländer und Spanier sehen das jedoch anders: lediglich 2-5% sind der Meinung, dass sich
im Leben der Deutschen alles um die Liebe dreht.
Ähnlich weit auseinander liegen die Einschätzungen beim Thema Dating. Während 24% der Deutschen der Meinung sind, dass es hierzulande am leichtesten ist, ein Date zu bekommen, sind die anderen Nationen vom Gegenteil überzeugt: In Deutschland ist es für Singles besonders schwer, zu daten. Auch sonst trauen uns die Europäer nicht viel zu. Aus ihrer Sicht herrscht in deutschen Betten absolute Flaute. Bei der Frage, wie häufig Paare Sex haben, belegen wir den letzten Platz.
Das sehen erstaunlicherweise sogar de Deutschen so. Weniger Sex gibt es in ihren Augen nur noch in britischen Beziehungen.
Vor einigen Monaten sagte sie noch: „geht nicht“ – doch jetzt versucht sie es doch: die Fusion zwischen Online-Dating und exklusiver Partnervermittlung.
Einen ersten Eindruck können Sie sich hier verschaffen.
Wir Friedscout24 in einer Pressemitteilung verlauten ließ, konnte man Prof. Dr. Manfred Hassebrauck, Inhaber des Lehrstuhls für Sozialpsychologie an der Bergischen Universität Wuppertal, als Experten gewinnen.
Wir hoffen bei Liebepur, dass Herr Hassebrauck seine neutrale wissenschaftliche Tätigkeit und seine Beratertätigkeit für Friendscout 24 noch gut unter einen Hut bringt.
Ich selbst hätte die grüßen Schwierigkeiten, beratend für eine einzelne Singlebörse tätig zu sein und als freier Journalist objektiv über die Singlebörsen zu berichten – aber ich bin ja auch kein Wissenschaftler.
Verführerinnen und Verführer benutzen die Salamitaktik, um ihre Opfer in die Lustfallen zu locken – die Lust holt man sich scheibchenweise, der Widerstand wir Krume für Krume abgenagt.
Fachleute sagen: Vor dem „Punkt ohne Rückkehr“ gibt es Duzende von Möglichkeiten für einen Rückzug. Dahinter nur noch einen: Augen zu und durch.
Ich denke: Überleg mal vorher, wie viel Alkohol du verträgst – und dass nur Männer Frauen verführen, stimmt auch nicht. Frauen verführen auch – und zwar Männer und Frauen.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Erotik, Sex und Liebe – wer will nicht mehr darüber wissen? Natürlich kann ein Lexikon nicht alles bieten – aber man kann sein Wissen damit vertiefen und durch sinnvolle Netzrecherche dann auch noch erweitern.
Zwei Probleme gibt es freilich: Einerseits sind da die Moralisten aller Schattierungen, die sich darin überbieten, die Fakten so gut es geht zu verschleiern und an ihre Stelle eine fragwürdige Moral zu installieren.
Auf der andren Seite stehen die Anhänger bestimmterer sexueller Orientierungen, die gerne ihre Meinung zum Evangelium machen würden und deshalb einseitig für ihre Überzeugung plädieren.
Was bedeutet das für Sie?
Dass Sie ein anderes Lexikon brauchen. Ein Lexikon, das Fakten bringt, aber auch Interpretationen. Ein Lexikon, das nicht einseitig am Zeitgeist entlang schrammt und dennoch die Irrtümer der Vergangenheit beseitigt.
Kurz – Sie brauchen das neue große Lexikon auf lechzen.de. Machen Sie bitte einen Versuch.
Mamis Ratschläge (oder Omis Rat) kannst du vergessen: Männer wollen nicht immer nur „das Eine“, nämlich Sex, und Frauen wollen auch nicht immer nur „das Eine“, nämlich heiraten.
Heute wollen alle etwas anderes – und dabei sind ein paar Sachen, von denen du sonst nicht mal träumst. Ob du das tust, was vorgeschlagen wird – nun, das ist eigentlich deine Sache. Ich kann nur sagen, denk mal ein paar Möglichkeiten durch bevor du zum Date gehst.
Mittwoch, 16. Juli 2008
Wenn du ganz klar einen Partner für immer suchst, ist ja alles klar – dnn darf die erste Nacht noch keine Liebesnacht sein. Aber das, was Gebhard „Hybriddating“ ("Zweigleisig") nennt, wird wirklich immer beliebter: Wenn der Mann für die Zukunft wertlos ist, heißt das nicht, dass er nicht für ein paar Tage gut wäre.
Blöd ist, dass sich die Partner, die nicht „hybrid“ denken, dann immer ziemlich ausgenutzt vorkommen. Ich rate dir: Nur tun, was du selbst tun willst – dann kann nichts schief gehen.
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