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Die Woche – Perversionen und Realitäten

Im November gab es nun immerhin schon zwei Freitage, doch an jedem dieser Tage war ich aus den verschiedensten Gründen nicht an dem Platz, an dem meine Leser mich erwarten. Man hat eben nicht nur ein Leben im Netz, sondern auch ein richtiges Leben. Ich jedenfalls.

Normale Perversionen

Das Interessanteste, wenngleich nicht unbedingt neue, war eine Ergebung aus Kanada. Dort hatte man sich Gedanken gemacht, warum eigentlich etwas „pervers“ ist, und scharfsinnig geschlossen: Wenn’s alle im Kopf haben, kann’s nicht pervers sein. Vernünftiger Gedanke.

Arme Frauen: alles Masochistinnen oder was?

Kein Wunder, dass die üblichen Verdächtigen sich das herauslasen, was sie wollten: Frauen seien unterwürfig, devot, sklavisch oder gar masochistisch. Das allerdings sagte die erwähnte Studie eben genau nicht aus. Ist es eigentlich Absicht, Fahrlässigkeit oder Dummheit, das die Redakteure dergleichen behaupten lässt? Es gibt übrigens Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Ich habe sie – in einer Grafik.

Perversionen und Menschenzoo

Apropos Perversionen: Sex im Kopf heißt ein neues Buch, aber auf meinem Schreibtisch ist es schon das vierte dieser Art. Hübsch geschrieben, umfassend recherchiert – alles bestens. Wenn da nicht der Gedanke aufkäme, dass die Leserinnen und Leser mit solchen Büchern „einen Gang durch den Menschenzoo“ absolvieren und hinterher feststellen, dass sie dankenswerterweise ein Graben vor den wilden Tieren schützte.

Experten, die wir nicht brauchen

Bei dem Thema kommt man unweigerlich an Personen, die sich als „Sexperten“ oder „Sex-Experten“ ausweisen. Das sind überwiegend Frauen, die Kolumnen schreiben und sich ihre Zungen damit versilbern lassen. Eine Bloggerin hat das Thema mal aufgegriffen – und fragt sinngemäß: „Vögelt die etwa besser als ich?

Da ich gerade bei „Experten“ bin: Nennen Sie mich bitte nie „Dating-Experte“, denn das ist zur Abwertung geworden, seit es PUAs („Trickverführer“) verwenden. Klar, PUAs können, wie ich auch, das Recht auf freie Meinungsäußerung beanspruchen – solange sie nicht die Menschenrechte mit Füßen treten. Das Interessanteste aber ist: Kein PUA (soweit ich weiß) hatte den Mum, Menschrechts-Verletzer in den eigenen Reihen anzuprangern und bloßzustellen. Was viel Licht auf die Glaubwürdigkeit der Szenerie wirft.

Noch mehr Experten, die wir nicht brauchen? Ja, Berater für Dating-Shows.

Paaren und Partnern, Trends und Überraschungen

Wie paaren wir uns in der Zukunft? Ungefähr so, wie wir es immer taten. Es gibt nicht so viele Varianten, wie uns Zukunftsforscher einreden wollen. Zweisamkeit ist gefragt, nicht Polyamorie.

Wenn Sie es eine Spur nachdenklicher mögen, dann lesen Sie bitte meinen Artikel (im ICE geschrieben), warum es völlig unsinnig ist, bei der Partnersuche „Trends“ zu folgen. Ich sage ihnen präzis und schonungslos, warum Trends fast immer Irrtümer sind – jedenfalls für die meisten von Ihnen.

Das Geheimnis hinter der menschlichen Partnersuche und Partnerwahl? Alle reden darüber, aber dabei fallen nichts als Späne an. In der „Liebe Pur“ wird es gelüftet – und es ist nichts, was Ihnen spontan einfällt, sondern etwas völlig anderes. Ich verrate hier nur so viel: Es hat etwas mit unserem Alltagsleben zu tun.

Idiotenspiele statt Partnersuche?

Smartphones sind zwar auch Telefone, aber überwiegend sind sie zu Spielzeugen geworden. Und so kann die angebliche „Partnersuche“ per Smartphone eben auch zu einem Idiotenspiel werden. „Wisch und Weg“ heißt dann das Motto, und es kostet viel zu viel Zeit.

Online-Dating? Die Stellungnahmen werden immer dümmlicher. Wer schüchtern ist, kann jetzt Tinder (und einige Dutzend andere „Apps“) erproben, und für „unsere schnelllebige Zeit“ eignen sich natürlich Partneragenturen. Übrigens: ich lese noch Pressemitteilungen, habe aber schon lange keine mehr aufgegriffen.

Ich allein – du allein: Prima, da passen wir ja zueinander!

Wenn Menschen so gar nichts vereint, außer dass sie Partner suchen, dann befinden wir uns mit Sicherheit auf einer Single-Veranstaltung. Da gib es Partys, Speed-Datings und neuerdings Gesicht-zu-Gesicht-Dating (Face-to-Face). Dergleichen funktionierte schon immer schlecht, weil es zu viel Unwägbarkeiten gab. Nur einsam und gefrustet zu sein reicht eben nicht aus, um als Partner(in) infrage zu kommen.

Beziehungspausen, trennen, scheiden lassen, allein leben?

Der Entschluss, sich zu trennen, ist vielfach endgültig – auch wenn er „auf Zeit“ angedacht war. Ander dachten anders darüber.

Naivität kann ganz charmant sein – ob das für Kolumnistinnen auch gilt, ist allerdings fraglich. Klar – die Frauen um 1900 konnten gar nicht wissen, dass ihre neuen, sensationellen Vibratoren gar keine Vibratoren waren, will es die nicht geben dufte. Soweit zu „Presse und Wahrheit“.

Gedöns und Interna

Der Schuss in den Ofen der Woche: Wir sind umgeben vorn Oralsexexperten (und Expertinnen), und sie tun es wahnsinnig gerne, lustvoll und selbstlos. So gut wie alle. Na ja, fast alle.

Ich verspreche, demnächst wieder jeden Freitag „die Woche“ zu verfassen und mindestens bis zum (rechnerischen) Beitrag Nummer 10.000 für diese Publikation zu schreiben, falls es meine Lebensumstände zulassen. Wie weit die Liebe Pur noch davon entfernt ist? Nicht mehr weit.
http://liebepur.com/p/9915-essenz-ist-grundlage-partnersuche.html

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