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Die Woche: tote Hose für die Liebe?

Traditionell müssen sich Medien, die über die Liebe schreiben, im Januar und Februar etwas aus dem Fingern saugen. Das Wetter und die Liebe werden in dieser Zeit einfach keine Freunde. Ich hab mal darauf verzichtet und nur das geschrieben, was ich las und was mich bewegte.

Das Erste, was mir dieser Tage auffiel, war eine Pressemitteilung über den Wert des Sports für die Partnersuche. Ob Männer, die Sport treiben, nun potenter sind oder einen höheren Freizeitwert besitzen, ist mir unklar. Ebenso unklar ist mir, ob Sport bei Frauen die Beweglichkeit der Hüfte fördert, die ja so wichtig sein soll. Möglicherweise ist es auch nur mal wieder eine Möglichkeit gewesen, Pressemitteilungen zu versenden. Immerhin war auch „Tanzen“ dabei, und Tanzen ist natürlich sexy – keine Frage.

Die ARD ist auch nicht besser als andere Medien

Die ARD ist auch nicht besser als der Boulevard. Da dichtete man doch tatsächlich, die Liebe seit nun durch Datingapps entzaubert. Das höre ich in jeder Dekade – gleich, ob es das vorausgegangene Jahrhundert war oder das Neue. Nur, dass „Datingapp“ in dem Satz beliebig austauschbar ist. Mal ist’s das moderne Berufsleben, mal sind es die Discos. Bei sogenannten Intellektuellen mit Linksdrall ist’s der Kapitalismus, bei Medienkritikern das Internet und bei Kulturpessimisten ist’s die Romantik, die den Bach runtergeht.

Schon mal davon gehört, dass es na jedem Einzelnen liegen könnte? An den Smartphone-Süchtigen? An den Disco-Gängerinnen ohne Kommunikationsfähigkeiten? An den Karrierehengsten und ebensolchen Stuten? Kurz: Wem die Liebe abhandenkommt, der sollte vor der eigenen Tür kehren. Da ist Dreck.

Merkwürdige Pressemitteilung von BITKOM

BITKOM – was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht, eure Studie damit einzuleiten, dass beim Online-Dating von Singles „geschummelt“ wird? Ist doch klar, dass alle Medien, gleich ob sie sich seriös nennen oder nicht, dies in die Überschrift genommen haben. „Lügen bei der Traumpartnersuche“ titelte beispielsweise die AZ.

Menschen, die differenziert und kritisch denken können, sind rar. Überall hocken die „schrecklichen vereinfachter“ hinter den Büschen und drücken den Menschen ihre Stempel auf. Das Hirnlosen daran: Alle plappern es nach, Betroffene und nicht Betroffene. Heute ist man stolz darauf, „Homosexuell“ zu sein, was manche „Stinos“ wieder hervorlockt, die stolz darauf sind „Heterosexuell“ zu sein. Ich wüsste wirklich gerne, was Menschen noch sind, außer homosexuell oder heterosexuell. Was soll das dämliche Etikettieren? Ähnlich geht es mit der Pornografie. Ein Etikett, das erst zum Moralschreckgespenst wurde, als es den „schrecklichen Vereinfachern“ in die Hände fiel. Da konnte man sich das Maul zerreißen, wie schädlich sie für die feinen Seelen der Damen wäre.

Zuletzt: Optimismus gemischt mit Realitätssinn und Experimentierfreude ist das beste Rezept, um einen Partner zu finden – oder eine Partnerin. Ich habe den Eindruck, uns Deutschen mangelt’s an jeder dieser Eigenschaften, mal mehr, mal weniger. Deutsche Frauen sind beispielsweise nicht sonderlich experimentierfreudig, wenn es darum geht, einfach zu lieben, sich nichts dabei zu denken und dies am Ende als Bereicherung zu empfinden. Der Realitätssinn schwindet bei beiden Geschlechtern immer mehr: Wenn alle den besten Partner wollen, kriegen am Ende alle niemanden. Und der Optimismus? Ich höre dutzendfach, warum Menschen angeblich alles schiefgeht. Aber gehört es nicht zum Leben, dass uns mal etwas misslingt? Bitte liebe Mitmenschen, es gibt keine Risiko-Glücksversicherung. Sie alle müssen schon selbst dafür sorgen, dass sie glücklich werden und bleiben.

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