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Erkranken Frauen „durch Online-Dating“ an Syphilis?

Die Horrormeldungen über die Gefährdung von Online-Dating-Teilnehmern durch sexuell übertragbare Infektionen (STIs) sind nicht beweisbar. Es liegen weder Zahlen vor, die einen direkten Zusammenhang zwischen Online-Dating und Syphilis belegen, noch Zahlen, die eindeutig darauf hinweisen, dass „ganz gewöhnlichen Begegnungen“ zwischen Heterosexuellen beim Online-Dating zur Infektion führten. Insofern ist der gesamte Presserummel um Online-Dating und STIs eine Farce.

So lag der Frauenanteil der gemeldeten Syphilis-Fälle im Jahr 2014 laut Robert-Koch-Institut bei 6,3 Prozent. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich dabei mehrheitlich ausgerechnet um seriöse Online-Daterinnen gehandelt hat. Nach vorsichtigen Schätzungen aufgrund früherer Erhebungen über STIs allgemein kann angenommen werden, dass ein Teil der Frauen (gegen zwei Drittel) Prostituierte waren. Das eine Viertel, das sich eindeutig über „ganz gewöhnliche“ heterosexuelle Kontakte mit männlichen Liebhabern angesteckt hatte, wäre also gegen 1,6 Prozent der infizierten Frauen. Da ein großer Teil von ihnen Eigenangaben bei der potenziellen Infektion unter Alkohol oder Drogen standen, ist zu erwarten, dass die „ganz normale“ Online-Daterin ein sehr geringes Risiko trägt.

Selbstverständlich gilt jedoch dieser Appell: Frauen, nehmt Kondome zum Date mit, nehmt beim Date oder auf Partys keine Drogen, trinkt mäßig Alkohol und erinnert euch bitte daran, eurem Lover das Kondom überzustreifen, bevor es ans „Eingemachte“ geht.

Koch-Institut als Quelle. Ältere Erhebung (Tabelle, Grafik) Über den Anteil der Prostituierten bei Ärzteblatt.

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