Wirbel um „Goolife“ und Dating
Wie die BILD-Zeitung berichtete, sollen mehrere erwachsene Mitglieder des als „Web 2.0-Netzwerk“ auftretenden Freundesportals „goolive“ Dating-Vorschläge mit Fotos einer Zwölfjährigen erhalten haben. Der Geschäftsführer gab sich geknickt, doch die Frage bleibt: Wie konnte es geschehen, dass eine Zwölfjährige in eine Kontaktliste für Dates mit Erwachsenen kommt?
Wieder einmal ist ein Schatten auf die sozialen Netzwerke gefallen – und es wird nicht der letzte dieser Schatten sein. Soziale Netzwerke im Web unterliegen, anders als lebendige soziale Netzwerke im Alltag, nicht der geringsten gesellschaftlichen Selbstkontrolle. In Ermangelung der sozialen Selbstkontrolle läge es in der Verantwortung der Betreiber, funktionstüchtige Kontrollmechanismen in ihre Netzwerke einzubauen.
Fragen Sie nicht mich – fragen Sie die Betreiber all dieser Netzwerke, was sie konkret tun, um Missbrauch zu verhindern. Je mehr Menschen danach fragen, umso mehr bleibt das Thema aktuell.
