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Gewöhnliche Gespräche bei Dates – eine einfache Psychologie

Worüber soll man denn nun eigentlich reden?

Worüber soll man denn nun eigentlich reden?

In diesem Artikel präsentiere ich Ihnen aus einem sehr großen Wissensgebiet einen recht kleinen Ausschnitt, und auch daraus nur einen winzigen Teil. Sie können all dies für Dates, Flirts und viele andere Gelegenheiten verwenden, denn alles ist alltagstauglich und Sie können es sich auf einfache Art merken. Das System dahinter nennt sich P-A-CH und der wissenschaftliche Name ist „Transaktionsanalyse“. Sie ist eine psychologische Richtung, die ihre Schlüsse aus den erkennbaren Transaktionen (Wechselbeziehungen) zwischen Menschen zieht. Nicht alles davon, gleichwohl aber ein großer Teil, findet innerhalb von Dialogen statt.

Grundformen der möglichen psychologischen Interaktionen

Als Idealform des Dialogs gilt das Gespräch „auf Augenhöhe“, laut Eric Berne das Gespräch „unter Erwachsenen“. Es ist sachdienlich und informativ und bestärkt beide Partner darin, wertvolle Erwachsene zu sein.

Schwierig und unfruchtbar sind Gespräche zwischen „Dominanten und Dominanten“, laut Berne zwischen „Eltern und Eltern“. Da jeder gewinnen will, gewinnt am Ende niemand.

Wer kaum etwas beabsichtigt, sondern sich ohne besondere Verantwortung einem Spiel hingibt, und dazu einen ebensolchen Partner findet, führt einen Dialog via „Kindheits-Ich“.

Wahrscheinlich sind Sie längst dahintergekommen: Dies Dialoge funktionieren auch diagonal und gekreuzt. Falls Sie im Alltag mit solchen Transaktionen konfrontiert werden, oder sie selbst benutzen möchten, sollten Sie wissen, was dahintersteckt.

Einfache Beispiele – Date zu Beginn und am Ende

Versuchen wir einmal, anhand von Beispielen und unter Verwendung des Modells einen Dialog der Lüste auf verschiedenen Ebenen in Gang zu bringen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich die Dialoge kurz und einseitige halten musste, sodass sie etwas hölzern wirken.

Zwei Erwachsenen ICHs (erw.) – Date (Anfang)

Er: Ich denke, wir erzählen erst mal von uns selbst, oder?
Sie: ja, das ist eine gute Idee – ich fange gleich mal an.

Zwei Eltern-ICHs (el) – Date (Anfang)

Er: Ich will es kurz machen: Ich suche eine perfekte Partnerin.
Sie: Dann müsstest du aber selber erst mal perfekt sein.

Zwei Es-ICHs – Date (Anfang)

Er: Ist schon merkwürdig, hier jetzt zusammenzusitzen, nicht?
Sie: Oh, du mir war auch ganz mulmig, als ich losfuhr.

Zwei Erwachsenen ICHs (erw.) – Date (Entscheidung)

Er: Meist du, wir sollten uns wiedertreffen?
Sie: Ich würde dich sehr gerne wiedertreffen.

Zwei Eltern-ICHs (el) – Date (Entscheidung)

Er: Dann steht jetzt wohl die Entscheidung an, ob wir uns wiedertreffen.
Sie: Für mich steht im Moment gar keine Entscheidung an.

Zwei Es-ICHs – Date (Entscheidung)

Er: Nun müssen wir wohl auseinandergehen – da wäre nur noch eine Frage offen.
Sie: Ja, ich habe schon die ganze zeit darüber nachgedacht, wie ich mich entscheiden soll.

Ebenenwechsel – Chance und Gefahr

Falls Sie nicht wollen, dass ein Gespräch auf einer bestimmten Ebene weiterläuft, müssten Sie in jedem Fall den Wandel planen. Das tun Sie, indem Sie „diagonal“ Kommunizieren. Hier ein Beispiel mit drei Varianten.

Er: Ich finde sehr interessant, was du über dich erzählst hast.
Sie (erw.): Ich finde auch interessant, was du über dich erzählst.
Sie (es): Reden ist aber nicht alles … es gibt doch soviel Schönes zu zweit, oder?
Sie (el): Was ist denn das für eine Floskel – hörst du mir überhaupt zu?

Die Ebene zu wechseln kann sehr riskant sein, ist aber oft sinnvoller, als Gespräche vor sich hinplätschern zu lassen, weil beide die Entscheidung fürchte, die ständig in der Luft liegt.

Was bedeutet der Ebenenwechsel für den Dating-Erfolg?

Ganz generell lässt sich dies sagen:

Die spielerische Ebene – rauf und runter

Der Übergang auf die spielerische Ebene (es) führt zu Sinnlichkeit, Erotik oder Sex – oder einfach dazu, sich „lockerer zu machen“. Beenden Sie diese Ebene, wenn sie ihnen lästig wird oder Ihnen der Partner „zu nahe kommt“. Manchmal hoffen Personen bei Dates allerdings, dass der andere die Führung übernimmt und „für den Partner mitentscheidet“.Dann soll nach dem Willen des Schwächeren die „Diagonale Struktur“ erhalten bleiben.

Die Erwachsenen-Ebene – Liebe ist keine Ingenieurleistung

Das Verharren auf der Erwachsenen-Ebene führt zu Langeweile, übertriebener Sachlichkeit und Entzauberung beim Date. Beenden Sie diese Ebene, wenn „Längen“ entstehen. Wer zu lange „auf Erwachsen macht“, möchte möglicherweise davon befreit werden, kann sich aber selbst nicht überwinden. Dabei entstehend Spannungssituationen, die durch den Wechsel auf die spielerische Ebene behoben werden können.

Die Eltern-Ebene – kritisch und nur bedingt erfolgreich

Der Wechsel zur „kritischen“ Eltern-Ebene sollte unbedingt vermieden werden. Ihr Partner/Ihre Partnerin ist selbst „groß“ und weiß, was er/sie tut. Die „gütige“ Eltern-Ebene“ wird oft verwendet, um Verführungen zu initiieren. (Tenor: „Ich weiß, was das Beste für Dich ist“). Wenn Sie von einer „kritischen“ Eltern-Ebene Ihres Partners genervt sind, werden sie „direkt“, und sagen Sie klar und deutlich, dass Sie das Gespräch auf diese Weise nicht fortführen wollen.

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Literatur (unter anderem): Birkenbihl, Vera F. „Kommunikationstraining“. Berne, Eric, „Die Spiele der Erwachsenen.“
Foto: © 2014 by Liebesverlag.de

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