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Brauchen Menschen mit Super-IQ eine eigene Partnerbörse?

Zuneigung nur bei ausreichendem IQ?

Zuneigung nur bei ausreichendem IQ?

Die Frage, ob Menschen mit einem besonders hohen IQ eine spezielle Partnerbörse benötigen, beschäftigte schon viele Single-Börsen-Gründer. In Deutschland trat ElitePartner einst an, um Akademiker anzulocken – inzwischen sind aber auch andere „Singles mit Niveau“ willkommen. Weil das EliteMedia offenbar nicht ausreichte, hatte man gar noch eine spezielle Partnerbörse ausschließlich für Akademiker gegründet.

In Barcelona residiert zudem das Unternehmen IQ Elite, das nach eigenen Angaben 2009 von einer Gruppe von Mensa-Mitgliedern gegründet wurde. Zu Anfang legte man dort wert darauf, tatsächlich nur Menschen mit einem extrem hohen IQ zuzulassen – doch auf Dauer ergaben sich daraus keine ausreichenden Mitgliederzahlen, sodass man einstmals aufgrund eines zu niedrigen IQ abgelehnte Mitglieder aufs Neue einlud.

Wie viele Menschen mit Hochbegabung suchen Partner?

In diesem Zusammenhang ist interessant, wie viele Hochbegabte, also Menschen mit einem IQ von 130 und darüber es tatsächlich gibt – ganz zu schweigen davon, wie viele davon auf Partnersuche sind. Gehen wir davon aus, dass es in Deutschland wirklich die angeblichen „sieben Millionen“ Partnersuchende gibt, so sind es also gerade mal 154.000, die hochbegabt sind. (1).

Ist „gleiche“ Intelligenz wirklich wichtig für die Partnerschaft?

Nun gibt es die Behauptung, dass „viele Studien“ zeigten, dass Intelligenz bei der Partnersuche eine große Rolle spiele. Ist dies wirklich der Fall?

Nehmen wir an, es wäre so: Der intelligente Mensch will sich ja mit einem anderen Menschen unterhalten, der geistreiche Gespräche führen kann. Dann wäre aber immer noch die Frage, ob es dazu eines Intelligenzquotienten von 130 Bedarf, denn die Intelligenz-Kriterien sind fließend und beschränken sich keinesfalls nur auf das abstrakte Denken. Soziale, emotionale und erotische Intelligenz spielt in der Partnersuche oft eine bei Weitem größere Rolle als „der IQ“. Ich denke dabei an den dummen Spruch, den mir eine vermeintlich intelligente Dame übersandte: „Ich will mich mit meinem Partner auf Augenhöhe unterhalten.“ Klar will sie das. Aber nicht immer und jeden Tag, und auch das, was gerade „Augenhöhe“ ist, variiert von Thema zu Thema und von Situation zu Situation.

Eine andere Annahme wäre, dass Intelligenz in Form von IQ bei der Partnerwahl gar keine so große Rolle spielt, wie manche Studien uns weismachen wollen. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass meist Menschen aus einem „bekannten Umfeld“ gesucht werden, also aus einem Sozial- Kultur- oder Berufsumfeld, in dem man sich auskennt. Zudem sind es meist die Frauen, die glauben, ein intelligenter Mann sei die bessere Wahl, während Männer selten glauben, dass die Frau einen ähnlichen IQ haben müsse. Das liegt vermutlich überwiegend daran, dass Frauen in der Regel über interessante emotionale und soziale Fähigkeiten verfügen, die auch von sehr intelligenten Männern unterschwellig gesucht werden.

Das Neueste: In den USA hat Match.com zusammen mit „American Mensa“ eine neue Partnerbörse gegründet, die sich ebenfalls ausschließlich an die Spitzen der Intelligenz wendet: Mensa Match.

„DIE ZEIT“ hat das Thema aufgegriffen und mit John McGill, dem Marketingleiter bei Mensa USA. Neben vielen anderen Fakten und Meinungen brachte dies Folgendes zutage (Zitat):

Wir haben unsere Mitglieder gefragt, und ihr Interesse an einer Partnerbörse (für Hochbegabte, red.) war sehr hoch. Ich denke nicht, dass sie die Dating-Seite wirklich brauchen. Aber es ist eine gute Chance für sie, Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.

Das kann sein oder auch nicht – aber da wir gerade einen Marketingexperten gehört haben, wäre wohl auch noch dies zu sagen (Zitat):

Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen zu Mensa, und wenn … Partnersuche …, red.) ihr Grund ist, dann kommen sie und machen Sie den nächsten Schritt. Unsere einzige Bedingung für die Mitgliedschaft ist ein anerkannter, standardisierter Intelligenztest, mit dem sie zeigen, dass sie zu den oberen zwei Prozent gehören.

Hier wird also mit der Aussicht auf eine mögliche Partnersuche für die Mitgliedschaft in der Organisation „Mensa“ gewoben. Was uns eben auch zeigt: Nicht alle Hochbegabten sind Mensa-Mitgieder, und nicht alle Mensa-Mitglieder suchen Partner. Und ob alle Hochbegabten andere Menschen mit ähnlichem oder gleichem IQ suchen? Der Volksmund sagt „oben wird die Luft dünn“. Und besonders die gut verdienenden männlichen Spitzenkräfte mit hohem IQ werden auch noch von anderen Damen umworben als jenen, die über einen entsprechenden IQ verfügen.

Vorsicht mit „hohem IQ“

Mein Fazit: Menschen mit einem Spitzen-IQ (über 130) sind selten, und wenn Sie Partner suchen, steht nicht immer der IQ im Vordergrund – schon gar nicht bei ein paar Prozent Abweichung. Wenn Sie wirklich klug sein wollen: Suchen Sie Ihren Partner im Bereich eines IQ oberhalb 115 – dort erwischen Sie noch etwas über 15 Prozent der Bevölkerung. Und achten Sie bitte vor allem darauf, dass auch die soziale und emotionale Intelligenz „stimmt“ – von der erotischen Intelligenz einmal abgesehen. Denn auch die erotische Intelligenz spielt oftmals eien nicht ganz unbedeutende Rolle, um einen Partner „einzufangen“.

Verteilung der Glockenkurve IQ beispielsweise bei: :dghk

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