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Frauen – manchmal Lustobjekte oder ständig integre Persönlichkeiten?

Weder Objekt der Begierde noch Persönlichkeit:  züchtige Hausfrau vor 100 Jahren

Kein Objekt der Begierde: züchtige Hausfrau vor 100 Jahren


Wird ein Mensch „objektifiziert“, wie es im feministischen Sprachgebrauch heißt, dann wird er einseitig als Objekt betrachtet, also beispielsweise als „Objekt der Begierde“. Dabei wird seine Gesamtpersönlichkeit ignoriert, und die Wünsche und Vorstellungen der Person werden beiseitegeschoben, um beispielsweise den Geschlechtsverkehr zu forcieren. So jedenfalls die Lesart der Feministinnen.

Diese Feministinnenmeinung beruht darauf, dass wir alle immer und überall unsere „gesamte Persönlichkeit“ präsentieren wollen, sollen und möglicherweise gar dazu gezwungen werden sollen. Sie ignoriert hingegen, dass wir im Alltag sehr selten unsere „vollständige und unverbrüchliche“ Persönlichkeit zeigen, sondern immer nur diejenigen Teile davon, die wir als sinnvoll und notwendig erachten.

Männer müssen Frauen demnach stets (also unter allen Umständen und bei allen Begegnungen) als Gesamtpersönlichkeit sehen, denn

Objektifizierung tritt nur auf, wenn die Individualität der begehrten Person nicht anerkannt wird. Pornographie, Prostitution, sexuelle Belästigung und die Darstellung von Frauen in Massenmedien und Kunst sind Beispiele für sexuelle Objektifizierung.

Wollte man dies einfacher und idedologiärmer ausdrücken, so könnte man auch sagen, dass die begehrte Person stets mit Respekt zu behandeln sei, was möglich ist. Hingegen erscheint es als wahrhaftig unmöglich, einen Menschen unter allen Lebensumständen in seiner Gesamtpersönlichkeit wahrzunehmen. In der Liebe, der Lust und der Leidenschaft gehen Menschen darüberhinaus Spielhandlungen ein, die oftmals nicht mit ihrer Gesamtpersönlichkeit in Einklang stehen.

Tatsächlich ist die stetige Sicht auf die Gesamtpersönlichkeit Unsinn. Wer einen Arzt oder Handwerker konsultiert, will nicht wissen, wie er denkt und fühlt, sondern sein Wissen und Können anzapfen. Das Gleiche gilt für nahezu alle professionellen Begegnungen unter Menschen. Wer würde eine Masseurin fragen, wie sich sich fühlt, wenn sie einen hässlichen, gebrechlichen Menschen massieren soll? Ähnliche gilt für nahezu alle sozialen Begegnungen des Alltags. Wenn der Sohn Polizist ist, ist er für den Vater in erster Linie der Sohn, während er für den Falschfahrer zunächst nichts als Polizist ist.

Schauspielerinnen, Sängerinnen und Tänzerinnen repräsentieren (wie ihre männlichen Spiegelbilder) zunächst einmal Kunstfiguren, von der eine Botschaft ausgeht – kaum jemand will wissen, wie sie sich persönlich tatsächlich fühlen. Das gilt selbst dann, wenn ihnen wärmste Gefühle entgegenbracht werden. Manchmal wollen wir die Illusion sehen – nicht die Person. Und manchmal wollen wir das Spiel genießen, dass uns die Person vorführt – nicht das, was sie tatsächlich ist. Die vornehme, integre und spröde Persönlichkeit an der Garderobe abzugeben, ist für viele Frauen und Männer eine Lust, wenn es um die Liebe geht. Wer Lust schenkt oder empfängt, spielt mit den Facetten seiner Persönlichkeit – er befindet sich sozusagen in einer Ausnahmesituation. Würde jemand behaupten, es ist die „ganze Persönlichkeit“, die ihre Wollust in die Nacht hinausschreit? Wohl nicht.

Es gibt keinen Grund, nicht das „Objekt“ für einen anderen Menschen zu sein, wenn man sich als Objekt vermarktet. Unddie meisten Menschen in abhängiger Arbeit oder auch im freien Beruf werden in erster Linie danach betrachtet, was sie „objektiv“ für uns Wert sind. Das gilt auch für Dienste, die in irgendeiner Form „sinnlich“ sind – und ob „Prostitution“ oder „Pornografie“ dazugehören, ist eher eine Frage der Sexualmoral als eine Frage, ob es sich bei den in der Branche tätigen Menschen um „Objekte“ handelt. Vielleicht sollten wie einmal bedenken, dass auch andere Berufsgruppen mithilfe ihres Körpers und ihrer Emotionen nicht als Freude schenken wollen und sich dabei ebenfalls als „Objekte“ fühlen könnten. Ist es wirklich verwerflich, Freude zu bereiten oder ohne innere Bindung Lust zu schenken? Oder, noch enger gefragt: Machen sich Menschen schon zu Objekten, wenn Sie einander „Sex ohne Liebe“ schenken?

Es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der öffentlichen Darstellung – na schön, dann ist es eben so. Kann man dergleichen nicht einfach hinnehmen, statt ständig daran herumzumeckern?

Auf der anderen Seite weiß jeder, der im weitesten Sinne seinen Geist, seinen Körper oder seine Emotionen vermarktet, dass er zu einer eindimensionalen, objektifizierten Gestalt wird. Solche Menschen rechnen von vornherein damit, genutzt zu werden, denn das Gegenteil davon, ignoriert zu werden, würde ihren wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Bevor Sie annehmen, ich würde von der Sexbranche reden: Nahezu jede Kunstfertigkeit und jede Dienstleistung folgt diesem Schema. Auch der Beruf des Schriftstellers.

Und die Feministinnen? Oh ja, sie haben ihre Helfershelfer in den Sozialwissenschaften. So heißt es in einem Bericht:

Die Aktivistinnen sollten weiterhin daran arbeiten, die Objektifizierung der Frauen in unserer (1) Kultur zu reduzieren, zum Beispiel, um die Objektifizierung in Medien zu beobachten und dafür zu sorgen, dass sie entfernt werden. Da männliche Objektifizierung der Frauen üblicher als weibliche Objektifizierung der Männer ist, liegt die Verantwortung bei den Männern, die sexuelle Objektifizierung und (damit) die sexuelle Gewalt zu reduzieren.

Soweit die Botschaft aus den Seilschaften zwischen Forschung und Feminismus. Falls es denn ein Trost ist: Immer mehr Männer werden von Frauen benutzt wie lebende Dildos. Das kann zwar nicht „wissenschaftlich“ bewiesen werden, wird aber aus einschlägigen Datingerfahrungen immer wieder berichtet.

(1) der US-amerikanischen Kultur.
Feministische Meinungsbilder aus:
Psychology Of Women
Feminismus 1×1 – Objektifizierung
Suzi Godson

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