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Fünf Irrwege, die Ihre Partnersuche verhindern

Immer alles im Blick behalten, aber dann nicht zögern, zuzuschnappen

Immer alles im Blick behalten, aber dann nicht zögern, zuzuschnappen

„Die Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, ist unsere Erfindung“.
Der Physiker Heinz von Förster.

Nicht nur die Art, in der wir die Umwelt wahrnehmen, ist eine Erfindung unseres Gehirns. Auch die Art und Weise, in der wir andere Menschen und schließlich uns selbst wahrnehmen, sind reine Anwendungen von Datensammlungen. Wir können versuchen, die Wirklichkeit durch Kommunikation zu verifizieren, oder sie mit mathematischen und physikalischen Methoden beschreiben. Aber das ist schon alles. Unser Bild von uns selbst ist dabei der labilste Teil. Verlassen wir uns darauf, was andere über uns sagen, so passen wir uns zu sehr an. Verlassen wir uns hingegen auf uns selbst, können wir auf Irrwege geleitet werden.

Um diese Irrwege soll es hier gehen – denn die meisten Menschen verlassen sich auch dann noch auf sich selbst, wenn sie daran versagen. Und aus allen möglichen Verwirrungen greife ich auch nur diejenigen heraus, die mit der Partnersuche zu tun haben.

Warum Sie bei der Partnersuche an der Wirklichkeit versagen

Die meisten Menschen erfinden als Erwachsene eine Wirklichkeit, in der sie selbst der Mittelpunkt sind. Wenn sie also einen Partner suchen, gehen sie von ihren Wünschen, Hoffnungen und Neigungen aus. Darin fließen aber eben auch die „üblichen“ Fehleinschätzungen ein. Die fünf wichtigsten Irrtümer dabei sind:

1. Sie sind als Partner(in) besser als der Durchschnitt.
2. Sie haben Anspruch auf einen „adäquaten“ Partner.
3. Ihre Eigenschaften als Partner(in) sind bemerkenswert.
4. Die Anzahl der infrage kommenden Partner ist riesig.
5. Sie haben die freie, uneingeschränkte Partnerwahl.

Ich will Ihnen nun zeigen, warum all diese Aussagen Unsinn sind.

1. Sie sind wirklich nur Durchschnitt
Die positive Nachricht zuerst: Sie dürfen sich Frauen, wenn Sie wenigstens Durchschnitt sind. Die schlechte Nachricht: Sie könnten auch weiter unter Durchschnitt sein. Bei gewissen Eigenschaften liegt „in der Mitte“, also im Durchschnitt, ein riesiger „Haufen“, und nur wenige heben sich aus der Masse heraus. Dies ist zum Beispiel beim IQ der Fall. Richten Sie sich besser darauf ein, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit (statistisch, mathematisch und auch in Wirklichkeit) eher durchschnittlich sind.

2. Adäquat gibt es nicht – und ist es erstrebenswert?
Die Augenhöhe, das Niveau und wie Sie solchen Blödsinn sonst nennen, ist kein objektiver Maßstab. Relativ neu ist, dass sich Menschen überhaupt erfrechen, einen „adäquaten“ Partner zu suchen. Dabei vergessen sie, dass „Augenhöhe“ nichts als die eigene Ansicht der Wirklichkeit ist – nicht die der infrage kommenden Partner. Heute wird als „Augenhöhe“ zumeist „Ausbildungsgrad“ verstanden – und dieser wird als Argument für die Partnerschaft hoffnungslos überschätzt.

3. Was qualifiziert Sie eigentlich als Partner(in)?
Die weitaus meisten Menschen können nicht auf Anhieb sagen, was sie als Partner(in) qualifiziert. Dennoch glauben all diese Personen, sie hätten „bemerkenswert gute“ Eigenschaften für eine Partnerschaft. Wahrscheinlicher ist, dass Sie Ihre Eigenschaften als Partner(in) erst dann entdecken, wenn Sie das erste Mal intensiv mit jemandem zusammenleben. Und mindestens zu Anfang werden Sie entdecken, dass all diese Eigenschaften eher unterentwickelt sind.

4. Es gibt keine „riesige“ Auswahl
Das Märchen von der „riesigen Auswahl“ an Partnern wird immer wieder von Singlebörsen und anderen ebenso fragwürdigen Quellen verbreitet. Wenn überhaupt, so haben manche bislang unverheiratete, junge Großstädter theoretisch eine begrenzte, aber immerhin realistische Auswahl an Partnern. Auch bei ihnen ist die tatsächliche Auswahlmöglichkeit auf sieben bis maximal gegen 24 Partner begrenzt, wenn Sie jedes Date planen müssen. Mehr Zeit haben Sie gar nicht.

5. Die Möglichkeit, frei wählen zu können, ist Illusion

Die Möglichkeit der absolut freien Wahl des Partners ist der größte Irrtum, und nahezu alle Partnersuchenden verfallen ihm dann und wann. Die meisten Partnersuchenden realisieren nicht einmal, welche bodenlose Überheblichkeit darin liegt, allein wählen zu können, so wie man eine Sexpuppe oder einen Dildo auswählen kann. In Wahrheit müssen zwei Personen zusammenkommen, die einander aus voller Überzeugung wählen. Aus diesem einfachen Satz ergeben sich ungeheuer ernste Konsequenzen, wenn Sie Verabredungen eingehen. Zunächst wäre zu sagen: Die meisten Verabredungen enden ohne eine klare Übereinkunft, den anderen zu wählen. Entweder haben beide Einwände, oder einer von beiden wählt den anderen ab. Das ist unvermeidbar: In der Theorie führt nur jede siebte Begegnung zu einer Beziehung, und dies auch nur dann, wenn beide guten Willens sind und eine entsprechende Vorauswahl getroffen haben. Wer also bei Übereinstimmung seine Chance verpasst, „ja“ zum anderen zu sagen, weil er das Fähnchen der „freien Wahl“ hochhält, versagt mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Partnersuche.

Mehr zum Thema können Sie auch auf Datingrat lesen.

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