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Ausdrückliche Zustimmung zum Sex – die neue Masche?

Wollust

Sexuelle Eksttase oder zusammengebissene Zähne?

Eine junge Frau (wir Männer können wirklich froh darüber sein, dass es eine Frau ist) macht sich Gedanken über etwas, das grade wieder heiß diskutiert wird: Zustimmung zum Sex. Ja, Sex in Beziehungen, nicht Sex, der sturztrunken mit Fremden im Stadtpark absolviert wurde.

Es gab ja Zeiten, da war die Ehe sozusagen der „Persilschein“ dafür, von der Ehefrau ständig auf Biegen und Brechen Sex einzufordern. Die gibt es dankenswerterweise nicht mehr, denn auch in der Ehe darf Sex nicht gewaltsam erzwungen werden. Das ist eigentlich selbstverständlich, war lange Zeit aber juristisch umstritten.

Nun gut, aber wie sagt man sich so etwas wie „Ich stimme einer beiderseitigen sexuellen Handlung ausdrücklich zu?“ Die bereist erwähnte Autorin war überrascht: Ihr Freund hätte ihr die Dauerkarte gegebene, jederzeit mit ihm sexuelle Handlungen ausführen zu können. Sollte sie ihm nicht auch solch eine Karte für dauerhafte Zustimmung geben?

Doch dann überlegte sie: Ist es nun das Gleiche, wenn eine Frau einem Mann das uneingeschränkte und unwiderrufliche Recht einräumt, über ihren Körper zu verfügen, wann immer er will? Wie ist es da mit der männlichen Psyche, der Anatomie und all diesen Sachen?

Wenn ein Mann geil ist, dann will er – und dann kann er auch am Besten. Ihm ist dabei zumeist völlig gleichgültig, ob sich seine Gedanken über die Botenstoffe in den Penis geschlichen haben oder ob ihn seine Partnerin gerade erotisch befeuert hat. Selbst nachdenkliche Männer glauben in solchen Situationen, dass es stets die vertraute Freundin, Verlobte oder Ehefrau ist, die sich zur Entladung der nunmehr prall befüllten Prostata eignet.

Wenn eine Frau geil ist, dann will sie natürlich auch. Inzwischen dürfte es ja keine Zweifel mehr geben, dass Frauen durch erotische Fantasien oder Romane zu sinnlichen Wünschen kommen – also nicht ausschließlich durch taktile Stimulation. Auch ihre erste Instanz wird also der Freund, Verlobte oder Ehemann sein, den sie aufsucht, um sich entsprechende Wünsche erfüllen zu lassen. Aber der Mann brütet gerade überein Computerproblem oder über die Bilanz. Nun ja, oder er sieht Fußball. Bis das Hirn umschaltet, auf „Fertigmachen zum Begatten“ vergeht Zeit, und damit steht fest: Der Mann ist nicht immer bereit. Und gegebenenfalls müsste die Freundin, Verlobte oder Ehefrau gar zur Manipulation greifen, wenn nicht gar zu anderen Formen der Stimulation – ach du lieber Schreck. Das möchte nun wirklich nicht jeder Frau, nicht wahr?

Soll er ihr nun „Carte blanche“ geben – oder sie ihm? Was, wenn sie sein Vorgehen als Gewalt erlebt oder er ihr Vorgehen als Nötigung? Und was wäre, wenn beide ein bisschen „rummachen“, und sie dann feststellt: „Nö, also heute komme ich doch nicht so recht in Stimmung?“

Oh, Sie finden, man kann alles verkomplizieren? Nun ja, das finde ich auch. Aber die „Zustimmung zum Sex“ ist eben ein Thema, das die Feministinnen ständig am Köcheln halten. „Consent Is Sexy“ heißt die neueste Version – ein Claim wie aus der Werbebranche. Übersetzen kann man den Spruch kaum, weil es kein wirkliches Äquivalent für „sexy“ gibt und das Wort „Consent“ für übereinstimmende Ansichten über den kommenden Geschlechtsverkehr recht unüblich ist. „Einwilligen ist geil?“ Nein, das geht schon gar nicht.

Nun, und Sie? Hatten sie das letzte Mal aufgrund einer „Carte blanche“ Sex? Oder haben sie ihn (der er sie) gefragt, ob er/sie Lust zum Vögeln hatte? Oder müssen Sie schmachvoll zugeben, ihn/sie einfach verführt zu haben? Oder die Zähne zusammengebissen und gehofft, dass er/sie nicht merkt, dass sie es eigentlich eher ertragen als genießen? Letzteres soll bei Frauen und Männern vorkommen – ein Zahnarzt hat es mir erzählt. Der muss es wissen.

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