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Online-Dating ändert sich – aber wohin geht der Weg?

Wenn ein Rundfunksender eine sogenannte „App“ für ein Smartphone anbietet, dann bliebt er dennoch ein Rundfunksender. Und wenn eine Single-Börse oder Online-Partervermittlung eine „App“ anbietet, dann wird er dadurch nicht zu einem „Mobile-Dating-Anbieter“.

Dagegen spricht, dass es einzelne Bestrebungen gibt, Dating- Sex- und Flirtportale ausschließlich auf der Basis von „Apps“ anzubieten, ohne eine feste Webseite zu besitzen. Ob diese Praxis haltbar und sinnvoll ist, muss sich allerdings noch zeigen.

Mobile Dating ist keine Dating-Sparte mehr

Der Branchendienst Singlebörsen-Vergleich verzeichnet in seinem Bericht „Der Online-Dating Markt“ für das Jahr 2013/2014 keine Sparte „Mobile Dating“ mehr.

Stattdessen werden mehr oder weniger „typische“ Mobil-Applikationen wie etwa Badoo.com, Jaumo.com, Lovoo.net oder Zoosk.com jetzt unter dem Begriff „Social Dating Plattformen“ zusammengefasst.

Dieses „Social Dating“, das mehrheitlich auf Daten aus FACEBOOK beruht, hatte seinen endgültigen Durchbruch wiederum vor allem dem Mobiltelefon als Endgerät zu verdanken, denn vor der Verbreitung von Smartphones und entsprechenden Apps war diese Branche kaum aus dem Dornröschenschlaf herauszubringen. Demnach nennt der Singlebörsen-Vergleich nun die folgenden Kategorien:

1. Social Dating (basierend auf sozialen Netzwerken oder selbst als als soziale netzwerke aufgebaut).
2. Kontaktanzeigen-Portale (die „traditionellen Singlebörsen“, in denen man sich beliebige Profile ansehen kann).
3. Internet-Partnervermittlungen. (Single-Börsen mit „Psychotests“, bei denen dieser Test die Basis der Partnervorschläge ist).
4. Adult Dating-Portale (Casual Dating, Sex-Dating, Seitensprünge)
5. Nischenportale aller Art, beispielsweise für Gays, Berufsgruppen oder religiöse Gruppen).

Interessant ist, dass die Umsätze gewöhnlicher Singlebörsen (Kontaktanzeigen-Portale) im Jahr 2008 den Zenit erreichten, während der aktuelle Umsatz (2013 mit 37,8 Mio. EUR) unter die Zahlen von 2005 (44,3 Mio. EUR) zurückgefallen ist. Die Online-Partnervermittler hingegen hielten sich auf einem stabileren Niveau, mussten allerdings auch 2013 einen weitern Umsatzrückgang von gegen 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Auch die Bäume der oft etwas schlüpfrigen „Adult-Branche“ wuchsen nicht in den Himmel: Nach dem Boom im Jahr 2011 (44,5 Mio. EUR) ist der Umsatz inzwischen wieder leicht abgeflacht.

Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Anbietern lebt die Social-Dating-Branche von minimalen Einnahmen pro Transaktion, die aber in der Summe eben doch einen beträchtlichen Umsatz ergeben. Verzeichnete man nämlich noch 2010 einen vergleichsweise unbedeutenden Umsatz von 1,9 Mio. EUR, so waren es 2012 bereits 23,6 Mio. EUR.

Was bedeutet dies für die Kunden und Endverbraucher?

Social Dating – neue Leute kennenlernen
„Social Dating“ ist kaum mehr als eine Spielerei, und das Spielzeug dazu heißt Mobiltelefon. Es ist und bliebt eine oberflächliche, teils sogar risikoreiche Partnersuche. Aber: Das Spiel macht Freude, und ab und an findet und vertieft sich sich über Social Dating sicher auch auch eine Beziehung.

Kontaktanzeigen-Portale
Sie dienten sozusagen als „Universalportale“ vom lockeren Kennenlernen über erotische Absichten bis zum Lebenspartner. Adult-Portale einerseits, Social Dating-Portale andererseits und nicht zuletzt die Online-Partnervermittler sitzen ihnen aber im Nacken und graben ihnen die Kunden ab. Dennoch lohnt es sich, jetzt Mitglied bei FRIENDSCOUT24 oder NEU.de zu werden – vor allem, wenn man Online-Partervermittler nicht mag.

Online-Partnervermittler
Im Grunde konkurrieren in Deutschland nur noch zwei Unternehmen ernsthaft miteinander, die sich beide sehr ähnlich sind: PARSHIP und ElitePartner. Beide verherrlichen „bürgerliche“ Begegnungen, beide verwenden ähnliche Psychotests, und beide sind – verglichen mit der Leistungsfähigkeit – stark überteuert. Doch die hohen Kosten und der lästige Aufwand beim Ausfüllen des Tests schrecken eben auch Spinner, Betrüger und Lustmolche ab. Als gute Lösung empfiehlt sich: Nicht auf Matching-Punkte achten, sondern die Profile selbst beurteilen – das hilft.

Online-Dating wird weiterhin benötigt

Ein letztes Wort noch zur Zukunft des Online-Datings: Der Bedarf an Online-Dating) ist keinesfalls versiegt, denn der Partner fürs Leben kommt immer häufiger aus einer Online-Partnervermittlung oder Singlebörse. Der Niedergang vieler Single-Börsen zeigt aber andererseits auch, dass man mit veralteten Produkten, Ideen und Verfahrensweisen nicht ewig „absahnen“ kann. Insofern sind innovative Ideen in der Dating-Branche immer noch gefragt.

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