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Die Persönlichkeit im Profil verstellen? Welche Persönlichkeit?

Eine gewichtige Persönlichkeit? Oder einfach ein Dickhäuter?

Eine gewichtige Persönlichkeit? Oder einfach ein Dickhäuter?

Alle guten Dinge sind einfach? Viellicht zu einfach. Denn wenn ich meinen ansonsten so geschätzten Kollegen Chris Parker richtig lese, dann vereinfacht er stark für ein Publikum, das gar nicht mit komplizierten Vorgängen konfrontiert werden will. Mag sein, dass es Absicht ist. Tatsächlich aber ist die Angelegenheit mit dem „ehrlichen Profil“ aber weit komplizierter. Ich versuche, es zu erklären: Eines von vielen Profilen Was Sie zu sein glauben, ist nicht das, was Sie für andere sind. Eine meiner (weiblichen) Bekannten trägt im Job hochgeschlossene Blusen und Blazer, ist geschäftsmäßig freundlich, aber ansonsten unnahbar und macht insgesamt einen strengen, nahezu gouvernantenhaften Eindruck. Als ich das erste Mal „außerhalb des Offiziellen“ mit ihr ausgegangen bin, lernte ich eine ganz andere Person kennen: Witzig, kommunikativ, aufgeschlossen – und in Hose und Pullover. Welches Profil hätte sie wohl gewählt, wenn sie einen Partner gesucht hätte? Die Person sieht jeder anderes, und der Kern ist schwer zu finden Wahrscheinlich haben Sie selbst schon bemerkt: Ihr Verhalten gegenüber anderen ändert sich, je nachdem, in welcher Situation Sie jemanden begegnen und wie er ihnen gegenübertritt. Der Kern Ihrer Person ist schwer zu finden, und es gibt sogar Menschen, die behaupten, er würde keine so große Rolle spielen, weil Ihr Lebenspartner ja nicht die „Kernperson“ heiratet, sondern die Person, die er am liebsten in Ihnen sieht. Chris Parker hat sicher recht, wenn er schreibt:
Viele gehen hin und schreiben alles in ihr Profil, von dem sie glauben es würde ihnen möglichst viele Zuschriften bringen – unabhängig von den eigentlichen Motiven.

Ihr Profil muss richtig „adressiert“ werden Das ist richtig, und doch adressieren Sie Ihr Profil ja an ein bestimmtes Publikum – und dieses Publikum soll „es ihnen abkaufen“. Damit es „gekauft“ wird, muss es zwangsläufig auf die Adressaten (also Ihre möglichen Partner) zugeschnitten werden. Ich kann Ihnen versichern: An diesem Zwiespalt werden sie lange zu nagen haben. Ob es da hilft, sich von der „besten, natürlichsten Seite präsentieren“? Nicht in der „großen Masse“ landen Die Erfahrungen mit solchen Ratschlägen sind mindestens unterschiedlich, denn die „beste, natürlichste Seite“ entspricht oft Herrn oder Frau Jedermann: „Nett, natürlich, vielseitig, offen …“ Damit landet man dann in der großen Masse. Am Markt entscheidet sich, wie erfolgreich Ihr Profil ist Vielleicht handeln Sie einfach so: Orientieren Sie sich am Markt. Wenn Sie sehr gefragt sind (also beispielsweise weiblich, zwischen 25 und 29) dann konzentrieren Sie sich auf Eigenschaften, die Sie einzigartig machen. Diese Eigenschaften müssen nicht zwangsläufig „gut“ oder „positiv“ sein, sie müssen nur jemanden ansprechen, der solche Eigenschaften mag. Sind Sie weniger begehrt, dann werfen Sie Eigenschaften an den Markt, die besonders gut ankommen. Ich denke, Sie müssen diese Eigenschaften wirklich haben – aber sie müssen nicht jetzt und hier dominieren. Zum Schluss: Streben Sie nicht nach Perfektion Oh, ich habe noch eine Anmerkung (Pardon, Chris Parker): Suchen sie gar nicht erst jemanden, der perfekt zu Ihnen passt. Die Suche nach Perfektion ist oft der ernste Schritt zum Versagen.

2 Antworten auf Die Persönlichkeit im Profil verstellen? Welche Persönlichkeit?

  1. Julia sagt:

    Bei der Partnersuche versucht natürlich jeder, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Ich glaube, dass viele Menschen unbewusst bei der Darstellung ihrer Persönlichkeit lügen. Sie sehen sich selbst ganz anders als ihre Mitmenschen – ihr Selbstbild ist also konträr zum Eindruck der anderen. Deshalb wäre es mit Sicherheit sinnvoll, im vorhinein eine differenzierte Persönlichkeitsanalyse zu machen, um sich selbst besser kennen zu lernen. Dies betrifft nicht nur das Online Dating, auch bei der Partnersuche außerhalb des Netz können diese Kenntnisse über das Selbst von Vorteil sein. Kennt man sich selbst besser, kann man auch den Partner differenzierter aussuchen – was dann schlussendlich zu einer besserer Chance auf eine langfristige Beziehung führt.

    • Hallo Julia,

      ich stimme dir darin zu, dass es immer wichtig ist, Kenntnisse über sich selbst und sein Verhalten zu gewinnen, bevor man auf Partnersuche geht. Allerdings ist es nicht ganz so gefährlich, sich „selbst ganz anders zu sehen als die Mitmenschen“. Wie Sie im Artikel nachlesen können, geht es mir gar nicht um „das“ Selbstbild, und auch nicht darum, ob es richtig oder falsch ist, sondern wie es sich wandelt und unterscheidet, wenn wir soziale Kontakte aufnehmen. Außerdem: Es ist nicht grundsätzlich falsch, wenn eines unserer Selbstbilder konträr zum Eindruck einiger Bilder „anderer“ von uns ist.

      Ich führe Ihnen das gerne ausführlicher aus.

      Ihr

      Gebhard Roese

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