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Für die Partnersuche ist man ausschließlich selbst verantwortlich

Ein Artikel in der ZEIT erzeugte dieser Tage viel Aufmerksamkeit. Eine Frau um die 32 versucht, Männer zu treffen. Es gelingt ihr, die Herren sind auch nett, höflich und gesprächig. Aber – es werden keine Beziehung daraus. Die Autorin klagt darüber und schreibt (Zitat, gekürzt):

Wenn ich von meinen Erfahrungen auf alle schließe, verdienen sie wahrlich keine Lorbeeren für ihren Umgang mit Frauen. Sie sprechen viel über sich, fragen aber wenig. Sie ergreifen selten die Initiative und wissen nicht, was sie wollen. Sie suchen Spaß – ohne Verpflichtungen. Wenn sie eine Verbindung auflösen, zeigen sie wenig Anstand, und suchen den Fehler bei der Frau … Männer sind unsicher geworden. Und damit zum schwachen Geschlecht.

Gründe sind schnell gefunden – aber DER Grund fehlt

Wie die ZEIT später zusammenfasste, hätten die meisten der Leserinnen und Leser, die den Artikel kommentierten, darauf abgehoben, die Autorin solle nicht von drei Männern auf alle schließen.

Was geschieht hier tatsächlich? Das Interessanteste daran ist: Niemand weiß es, auch wenn 102 Leser der ZEIT meinten, es läge sicherlich an „50 Jahren Emanzipation“ – auch eine von diesen „billigen Ausreden“, die neuerdings oft benutzt werden.

Die Tatsachen, soweit sie denn erkennbar sind, liegen deutlich erkennbar woanders, und zwar in einem einzigen Satz, den ich hier noch einmal wiederholen möchte:

Wenn sie eine Verbindung auflösen … suchen (die Männer) den Fehler bei der Frau.

Was die ZEIT-Autorin im falschen Licht sieht

Hier liegt der Hase im Pfeffer:

1. Nicht alles, was irgendwie nicht klappt, ist ein Fehler. Es ist eine Erfahrung, weiter nichts.
2. Eine Verbindung ist etwas Verbindliches. Sich einmal mit jemandem getroffen zu haben, sagt gar nichts aus. Nur in einem Fall traf sich die Autorin mehrfach mit ihrem Wunschpartner. Dabei war Begierde im Spiel, aber ob es auch Verbindlichkeit war?
3. Wenn wir „Fehler“ mal mit „Grund“ übersetzen, wird klar, was geschehen ist: Die Autorin schiebt die Verantwortung für ihre oberflächlichen Begegnungen an die Männer ab. Sie schreibt: „Sie suchen die Gründe bei der Frau.“ Welche Gründe, und warum „suchen“ sie diese Gründe bei der Frau? Wenn es einer Frau mehrfach nicht gelingt, einen Mann an sich zu binden, dann ist dies ihr Problem – und nur ihres. Wessen Problem sollte es eigentlich sonst sein?

Schön – es wäre vielleicht höflicher gewesen, die „Verbindungen“ (wenn denn welche waren) durch Kommunikation zu beenden statt durch Verweigerung. Aber geändert hätte dies nichts. Die Autorin hätte (nach der Art, in dem sie den Artikel schrieb) kaum etwas daraus gelernt, und der Mann hätte unendlich viel Zeit drauf verwendet, der Autorin seine Gründe zu erläutern.

Partnersuchende sind für sich selbst verantwortlich

Egal, wie „die Männer“ oder „die Frauen“ sind – sie sind eben, wie sie sind. Und da es keine anderen gibt, sollte man bei Beziehungen vor allem an eines denken: Für das eigene Liebesleben ist man selbst verantwortlich – nicht das andere Geschlecht.

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