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Liebe, Sex oder Beziehungen – oder alles lieber ohne „oder“?

Sex, Liebe, Ehe? Am besten alles auf einmal, oder?

Sex, Liebe, Ehe? Am besten alles auf einmal, oder?

Genau genommen waren Liebesdrang und Partnersuche schon immer zwei sehr unterschiedliche Bereiche menschlicher Lebenswirklichkeit. Der Drang, jemanden partout lieben zu müssen, heißt auch Sexualtrieb. Irgendwann ist er da, und er kommt nicht daher, zieht seinen Hut und sagt: „Hallo, ich bin dein Sexualtrieb“, sondern er hat viele Namen und viele Auswirkungen von der Dichtkunst bis zur Prostitution. Einer seiner Namen ist auch Verliebtheit, der Einfachheit halber „Liebe“ genannt. Er stößt uns in eine geleeartige Glibbermasse, in der wir halb lieben, halb lechzen – und in der wir gegenseitig unsere Körper zur Schau stellen und begehren.

Ach bitte, machen wir uns doch nichts vor. Wer weiß mit 16 oder 18 schon, was Liebe ist? Wir können froh sein, wenn wir es mit 30 oder 40 Jahren endlich wissen. Wir kennen eine verklärte Liebe, meist „romantische Liebe“ genannt, eine „heiße Liebe“, zumeist Wollust genannt und eine „innigliche Liebe“, die sich mit „eine liebevolle Verbindung“ bestens beschreiben lässt. Knochenhart gesagt ist dies die Liebe, die uns wirklich dauerhaft miteinander verbindet. Das Geheimnis soll darin liegen, dass wir gar nicht so von Ur-Urtrieben, wie der Sexualität oder der Aggression geprägt sind, sondern von der Notwendigkeit, uns mit anderen zu verbinden. Glücklicherweise korrespondiert dieser Trieb mit dem Sexualtrieb, ist aber nicht deckungsgleich. Wie viele „wertvolle andere“ wir benötigen, wird nicht deutlich – es werden jedenfalls immer weniger.

Es gehört zu den Privilegien der Jugend, nicht unterscheiden zu müssen (und zu können), ob schöner Sex oder ein gemeinsames Leben bei der Beziehungssuche herauskommt. Jugendliche Liebe bedeutet eine klassische Versuch-und–Irrtum Situation. Man probiert alles aus, versucht mal Sex ohne Liebe, mal Liebe ohne Sex, und mal mal lässt man alles laufen, ohne sich Gedanken zu machen.

Erwachsene sind oft selbstherrlich – und denken dann falsch

Erwachsene nehmen sich in ihrer Selbstherrlichkeit heraus, recht präzise unterscheiden zu können, wann sie eine Beziehung wollen, die zu einem gemeinsamen Leben führt und wann sie eine sexuelle Beziehung wollen, die ihnen ausschließlich Lust bereitet. Eine edle Absicht, gewiss. Wer so denkt, der glaubt zumeist tatsächlich, da gäbe es diesen Wanderweg, der sich an seinem Ende gabelt: Gehst du nach Norden, so wählst du den Pfad der Tugend, Beziehung genant, gehst du aber nach Süden, so wählst du die Fleischeslust als Ziel. Und wird also suggeriert, wir könnten auf dem einen Weg nur Beziehungen, auf dem anderen aber nur Abenteuer erleben.

Wie dumm muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Wenn wir hinausgehen, gleich wohin und ob „online“ oder in einen realen Lebensbereich, treffen wir auf Menschen, nicht auf Zombies, die vom Voodoo-Zauberer dazu verdammt sind, Beziehungen einzugehen. Sie schrämen nichts aus,, arrangieren Dates, tauschen ihre Beziehungsmuster miteinander aus und bewerten den Mit-Zombie nach den Kriterien des Kults.

Beziehungen sind komplizierte menschliche Geflechte, in dem sich zuerst ein wenig von den Personen miteinander verzahnt, und dann mehr und mehr. Wer sie nach Fragekatalogen oder Kopfmustern abfragt, einordnet, bewertet und am Ende entwertet, hat gar nichts begriffen. Beziehungen sind ein Gang in die gegenseitige Abhängigkeit – und wer partout nichts von seiner glorreichen Freiheit und Selbstherrlichkeit abgeben will, der steht bereits mit einem Fuß auf ein Terrain, das man als „emotionale Wüste“ bezeichnen könnte.

Wir kennen Zeiten, in denen Liebe und Partnersuche zwei getrennte Welten waren, die kaum irgendetwas miteinander gemeinsam hatten. Liebe gab es in der Fantasie oder in verbotenen Amouren. Partnersuche hingen bedeutete Ehe, ein gemeinsames Nest, nötigenfalls versorgt zu werden, Kinder zu haben.

Heute können wir uns froh und glücklich schätzen, Liebe und Beziehung sowohl zu trennen wie auch vereinen zu können. Wer heute einen anderen Menschen kennenlernt, hat das gesamte Spektrum der Möglichkeiten – dun der andere hat es auch. Besser, wir bereiten uns darauf vor, dass jeder Abend, an dem wir ein Date haben, nach „hinten offen“ ist.

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