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Frauen über 40 – entweder notgeil oder frustriert?

Für ihre Liebhaber sollte sie selbst die Verantwortung tragen ...

Für ihre Liebhaber sollte sie selbst die Verantwortung tragen …

Der TATORT wird viel gesehen, und leider wirkt er auch „meinungsbildend“. Lassen Sie mich nur zwei Sätze aus dem Tatort „Frühstück für immer“ zitieren, die auch in der Presse Furore gemacht haben:

Wenn wir in ein gewisses Alter kommen, dann verschwinden wir Frauen einfach so aus den Blicken der Männer. Das ist dann manchmal so, als wäre‘ man gar nicht mehr da.

Wenn man es als Frau mit 50 noch nicht geschafft hat, dann ist der Reiz weg, dann ist man alt und welk, dann verfault man ganz langsam. Weil alles sich abbaut.

Was in dem Krimi passierte, kann man getrost weglassen – er war immerhin spannend. Schwieriger wird die Beurteilung, welches Weltbild man uns hier vorgaukelt. Zunächst einmal: Krimis finden überwiegend in Welten statt, die Lieschen Müller, ob über 40 oder unter 40, unzugänglich sind, und das war auch im ARD (MDR)-Tatort „Frühstück für immer“ der Fall. Dann: Frauen über 40 sind entweder notgeil oder frustriert. Dann: Dass es so ist, liegt nicht in ihrer Verantwortung, es passiert ihnen eben. Und schließlich: Weil sie nicht mehr ein noch aus wissen in ihrer Not und Geilheit, landen sie schließlich im Liebesnest inklusive Soft-Folterkammer eines blühend aussehenden Schönheitschirurgen.

Märchen im Fernsehen – und die Realität?

Nichts gegen Märchen im Fernsehen – der Zuschauer will sie ja. Aber nehmen Männer wirklich keine Frauen über 40 wahr? Sind sie „Das unsichtbare Geschlecht“, wie es im Romantitel einer Sekretärin einmal hieß?

Zunächst einmal: Die meisten Frauen über 40, die Männer mögen und in früheren Jahren ein lustvolles Liebesleben hatten, sehen taufrisch und sehr liebenswert aus. Sie können führen und verführen, haben also Sozialqualitäten und erotische Kompetenz.

Dann: Wer mit 40 so aussieht und noch unverheiratet ist, hatte einen Grund dafür, der in der Person liegt, nicht im Geschlecht.

Und: Sich für „seltsame“ erotische Begegnungen zu entscheiden, liegt in der freien Wahl jeder Frau – und diese „seltsamen“ Begegnungen haben durchaus ihre Reize.

Schließlich: Ob eine Frau mit 30, 40 oder 50 den sexuellen Notstand ausruft, ist kein Problem der Männer, sondern der Frauen. Sie müssen selber entscheiden, ob sie sich dann in sexaktive Gemeinschaften (Swinger, SM) eingruppieren wollen oder ihr individuelles Glück aus sich selbst heraus suchen wollen. Das kann darin bestehen, unvoreingenommen auf Partnersuche zu gehen, so wie ich es empfehle und wie es jede Frau wohl noch aus ihrer Jugendzeit kennt. Die zweite Möglichkeit liegt darin, den Fokus scheuklappenartig auf „Ehe“ zu legen, was die Suche erschwert, und die Dritte besteht darin, Männer einzusammeln, um allzeit das Bett zu wärmen – auch nicht sehr empfehlenswert und zudem äußerst anstrengend.

Frauen mit 40 haben – neutral gesehene – zwar keine Mega-Chancen wie die 25-30-jähigen Frauen, finden aber unter den Männern zwischen 18 und 68 Lover – und bei entsprechender Suche auch im nahezu gleichaltrigen Segment den passenden Dauerpartner. Dazu allerdings wäre nötig, selbst zu suchen die vorhandenen Gaben auch einzusetzen – von der sexuellen Erfahrung über die Kochkünste bis zu den sozialen Spinnweben – und vieles andere mehr, was die Persönlichkeit zu bieten hat.

Bildursprung: Bernard Montorgeuil, ursprünglich vermutlich unkolorierte Grafik, Ausschnitt, retuschiert.

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