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Ein Paar? Wie definieren wir uns eigentlich?

Was sind wir? Und wen geht das etwas an?

Was sind wir? Und wen geht das etwas an?

Jeder braucht seine Zeit, um sich zu fragen: Was bin ich eigentlich jetzt für mich? Jetzt, da ich mich verliebt habe? Noch brennender aber wird die Frage, wenn wir weiterdenken: Was ist sie eigentlich für mich? Oder was bin ich eigentlich für sie? Noch spitzfindiger wäre vielleicht, zu fragen, „was denkt sie eigentlich darüber, wie ich über sie denke?“ innere Beziehungsketten nach dem Muster der „Knoten“ (1), ständig im Fluss der Unsicherheit.

Eines Tages können wir nicht mehr umhin, uns zu fragen, wer „wir“ eigentlich als Paar sind. Für uns? Für andere? Je jünger ein Paar ist, umso wichtiger wird anscheinend die Frage. Man hat noch viele Arten aktiver Kontakte, ist in viele Gruppen eingebunden – und fühlt sich vor allem verpflichtet, den Eltern zu sagen, wer denn dies geheimnisvolle Person ist, mit der man jetzt häufiger gesehen wurde. „Sie hat jetzt jemanden kennengelernt, den man so gar nicht kennt“, sagt die kleinstädtische Mutter zu ihrer Freundin, „da weiß man doch gar nicht, wer so jemand ist.“

Wachsweiche Entscheidungen? Ein bisschen „wir“, manchmal? Ein bisschen „Wir-Theater“ für die Verwandtschaft?

Knochenhart und grundehrlich: Ihre neue Beziehung geht andere einen Dreck an

Wenn ich ganz ehrlich und knochenhart bin, dann sage ich Ihnen: Lassen Sie als Erwachsener nicht zu, dass irgendein Mensch, egal, wie nahe er Ihnen steht, sich irgendwie, irgendwann und irgendwo in ihr „Wir“ einmischt. Doch ich weiß auch, wie sehr manche Zweifel an den Menschen nagen, die da ein „wir“ werden wollen. Sie versuchen, Rat und Hilfe bei Mama, Schwesterherz, Busenfreundin, Sportkamerad, Kollege oder gar Kartenschlägerin zu finden. Ich hoffe immer, dass wenigstens „Mama“ dann sagt: „Du bist alt genug, mein Kind – das musst du schon selber entscheiden.“

Niemand lacht und weint, liebt und leidet für Sie

Oh, was wäre, wenn Sie mich gefragt hätten? Dann hätte ich Ihnen geantwortet: „Ich kann mich später weder mit dir freuen, wenn es gut geht, noch mit dir weinen, wenn es schief geht.“ Was ich damit sagen will: Niemand von jenen, die sie um Rat fragen können, muss ihr Leben, ihre Lust oder ihr Leid teilen – außer der Person, mit der Sie ein „WIR“ werden wollen.

Und wenn Sie ein WIR geworden sind? Dann sagen sei einfach: Wir sind ein Paar. Oder sie heiraten einfach und freuen sich über die verdutzten Gesichter: „Wir wussten ja gar nicht, dass ihr …“ Eben – sie müssen das auch nicht wissen.

Nach einer Anregung aus dem „Liebeserklärer“.
(1) nach den Gedanken von Robert D. Laing, Psychiater und Autor von „Knoten“ (Knots)

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