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Wissenschaftsblödsinn: unsere Vorfahren, die Familienmenschen

Jagd mit Trick: den Elch erschrecken, bis er den Fels hinabstürzt

Jagd mit Trick: den Elch erschrecken, bis er den Fels hinabstürzt


Mich überrascht immer wieder, wie sicher sich sogenannte „Wissenschaftler“ darüber sind, dass unsere Vorfahren während „der Evolution“ Familien gegründet haben. Gerade konnte ich diese kühne Behauptung lesen (1):

Das Ergebnis ist neu, die Erklärung alt: In unserer Evolutionsgeschichte hingen Jagderfolg und damit das Überleben der Familie von der Ausdauer und Leistungskraft der Männer ab. Wer lange jagen kann, bringt genug Futter heim und ist demnach eine gute Wahl für die Familiengründung.

Lesen sie diesen markanten Satz bitte zwei Mal – Sie finden dann folgende Teile:

– Es wird unterstellt, dass der Jäger mit „seiner“ Familie lebte, also nicht in der Gruppe. Das ist Unsinn.
– Zwar ist zuerst von „den Männern“ die Rede, dann aber wird suggeriert, dass der einzelne Jäger gemeint ist, nicht eine Gruppe.
– Der einzelne Jäger kann, wenn „er“ genug „Futter“ heimbringt, eine Familie gründen – obgleich es Familien in unserem Sinne gar nicht gab.

Das Märchen vom Urmenschen, der allein auf die Jagd ging und Beute heimbrachte

Das Ganze stinkt zum Himmel. Wie sollte denn bitte ein einzelner Urmensch auf die Jagd gehen? Der Jagderfolg der Rotten, die damals durch Savannen und Wälder zogen, war im Wesentlichen von der Gruppe abhängig, nicht vom einzelnen Jäger. Höhlenzeichnungen beweisen, dass es sogar Strategien gab, wie das Wild im Kollektiv zu erlegen war. Und die Frauen? Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Altsteinzeitmenschen Familien in unsrem Sinne bildeten. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Menschen der Steinzeit (vor allem der Altsteinzeit) in Gruppen lebten, in denen zumindest die Männer gemeinsam jagten.

Wer nicht einmal weiß, wie Steinzeitmenschen gejagt haben, ist natürlich bestens geeignet, Spitzensportler, (in diesem Fall Radfahrer) mit steinzeitlichen Jägern zu vergleichen. Dass es sich um die Altsteinzeit handelt, geht aus einer Bemerkung der „Forscher“ hervor, die feststellten (1):

Besonders wichtig war das, bevor die Menschen Pfeil und Bogen erfunden haben … die haben bis zur völligen Erschöpfung gejagt.

Pfeil und Bogen als Werkzeuge – ist Intelligenz kein Werkzeug gewesen?

Wann Pfeil und Bogen als Hilfsmittel zur Jagd entstanden, kann leider nicht ganz geklärt werden, da zwangsläufig nur die spitzen Köpfe der Pfeile erhalten sind. Interpretiert man sie als Pfeilspitzen, so könnten sie bis ins Jahr 64.000 v. Chr. Zurückreichen – doch wird die Erfindung des Bogens als Jagdgerät zeitlich auf etwa 10.000 – 30.000 v. Chr. datiert. Es ist also klar, dass Menschen einer Zeit gemeint sind, in der Familien im heutigen Sinne völlig unbekannt waren. Übrigens schossen auch Bogenschützen in Gruppen, wie ebenfalls aus Höhlenzeichnungen hervorgeht, diesmal aus der Jungsteinzeit. Der „Jäger, der mit seiner Beute heimkam“ ist also eine freie Erfindung. Auch die Behauptung, dass die Menschen „bis zur völligen Erschöpfung“ gejagt hätten, ist mindestens fragwürdig – denn wäre dies so, hätten sie sich anschließend nicht mehr gegen Übergriffe wehren können. Zudem entwickelten die Menschen schon in der Altsteinzeit Strategien, wir sie das Wild durch den Einsatz von Intelligenz in die Enge treiben konnten – auch dafür gibt es Beweise.

Es war so, weil es so ist, und das es so ist, ist die Folge daraus, dass es so war

Ich denke, wir sollten das ganze Geschwätz der Evolutionsbiologen einmal unter dem Gesichtspunkt des folgenden Satzes der Soziologin Nina Degele betrachten, der einen sogenannten Zirkelschluss beschreibt:

Heute ist es so, weil es damals so war; und dass es damals so war, steht fest, weil es noch immer so ist.

Oder, etwas zynischer: Wenn heute Männer bewundert werden, die kaum etwas mehr als Rad fahren können, dann wurden in der Steinzeit eben Männer bewundert, die kaum mehr konnten als dem wilden Mammut nachzulaufen.

Logisch? Nein … irgendwie nicht, denn der Radfahrer sitzt auf einem Rad, das er nicht selbst erfunden hat … und wenn man den Evolutionsbiologen glaubt, dann hätte niemals jemand irgendetwas erfunden oder konstruiert. Weil alle, die sich fortpflanzen duften, nur die waren, die im wilden Tann bis zur Erschöpfung dem Mammut nachliefen und dabei schöne Gesichter bekamen.

(1) Oh, danke SPON (SPIEGEL ONLINE) für diesen aufschlussreichen Bericht. (Original im Auszug hier).
(2) In lexi-tv

Bild: Diese Felszeichnung zeigt exemplarische eine Vereinfachung der Jagd: Der Elche wird solange mit Geschrei zurückgedrängt, bis er sich zu Tode stürzt. Etwa 3000 v. Chr. Privatfoto des Autors.

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