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Dating-Profile – völlig neu betrachtet

Eindeutige Absichten - sicher kein Vorbild für uns. Aber sollte ein Profil nicht doch die Zielgruppe treffen?

Eindeutige Absichten – sicher kein Vorbild für uns. Aber sollte ein Profil nicht doch die Zielgruppe treffen?

Stellen sie sich bitte einmal die Frage: „Was soll ein Dating-Profil bewirken?“

Vermutlich werden Sie sagen: „Es soll einen Menschen ansprechen, dem meine Eigenschaften gefallen und der sich deswegen so davon angesprochen fühlt, dass er mir schreibt.“

„Attraktive“ Profile? Wollen Sie „jedermanns Liebling“ werden?

Wenn Sie so denken, sind möglicherweise auf dem Holzweg. Denn unter der Voraussetzung, dass dieses Profil attraktiv ist, werden Ihnen Menschen schreiben, die an Ihnen interessiert sind – aber an denen SIE NICHT interessiert sind. Denn je attraktiver ein Profil ist, umso mehr Menschen fühlen sich angesprochen – und unter Ihnen eben auch viele, die „an einem attraktiven Menschen“ interessiert sind – aber nicht an IHNEN.

Wenn Sie „einen passenden Partner“ suchen, dann benötigen sie ein Profil, das exakt auf ihre Zielgruppe zugeschnitten ist, das also nur diejenigen Menschen anspricht, die exakt die Eigenschaften wünschen, die SIE in den Vordergrund stellen.

Psychologie im Wandel – mehrere Persönlichkeiten in der Person

In diesem Zusammenhang wäre es gut, ein wenig auf die Psychologie zu schauen. Erst vor einigen Tagen hat die Hauspsychologin von ElitePartner, Lisa Fischbach, in einem bemerkenswerten Artikel hervorgehoben, dass in Ihnen mehrere Persönlichkeiten wohnen können, so beispielsweise eine „Professionelle Persönlichkeit“ und eine „Beziehungspersönlichkeit“. Wir zitierten dies bereits:

Wir können im Job und im Alltag Seiten von uns zeigen, die in einer Beziehung viel weniger zum Tragen kommen. Wer sich also im Berufsleben als durchsetzungsstark und kontrolliert erlebt, kann seinem Partner gegenüber anlehnungsbedürftig und unentschlossen sein

Eigenschaften gezielt einsetzen

Wer etwas tiefer in diese Betrachtung einstiegen möchte, dem empfehle ich, sein Rollenverhalten in bestimmten Situationen genauer zu analysieren, was sehr gut mithilfe eines Tagebuchs gelingt.

Doch wer einen Nutzen aus solchen „Beziehungsprofilen“ ziehen will, sollte sich noch ganz andere Gedanken machen, nämlich, wie er sein Profil auf die gewünschte Zielgruppe zuschneiden kann.

Es ist doch so: Sie haben viele Eigenschaften, die Sie teils täglich zeigen, teils aber auch nur, wenn bestimmte Situationen auftreten. Einige dieser Eigenschaften kommen sogar äußert selten zum Einsatz, weil sie kaum Gelegenheit haben, diese zu zeigen. Gerade diese Eigenschaften aber könnten bleibt bei ihrer Zielgruppe sein. Zu kompliziert? Machen wir es einfacher.

Sprechen Sie nur Ihre Zielgruppe an, nicht alle

Wenn Sie beruflich stark engagiert sind, kennen sie ihre beruflich nutzbaren Eigenschaften am besten, aber die Eigenschaften, die für Beziehungen nutzbar sind, zumeist weniger. Soweit einverstanden? Nun kommt der Knackpunkt: Unter den Eigenschaften, die für Beziehungen wichtig sein könnten, passen nicht alle auf Ihre Zielgruppe. Was läge da näher, als Ihr Profil auf die Zielgruppe einzustellen, die Sie wirklich ansprechen wollen?

Aus jeder Facette der Persönlichkeit kann ein Profil gebildet werden

Die Sache an sich ist nicht neu. Die meisten Menschen können allein aus ihren Bedürfnissen mehrere Profile erzeugen, und manche tun es auch. Eine Journalistin hat einmal in einem Selbstversuch recht unterschiedliche Charaktere relativ frei „erfunden“ – und fand sich am Ende doch in manchen dieser Charaktere selbst wieder. Ähnlich ist es übrigens mit den computerisierten Psycho-Profilen der Online-Partervermittler. Mir ist bekannt, dass sich ein Großteil der Menschen „am Ende“ in diesen Profilen wiederfindet. Nicht, weil das Profil seinem „Selbstbild“ entspricht, sondern weil er Eigenschaften in Ihm wiederfindet, die ihn „eben auch“ darstellen.

Der angeblich „geniale“ Mathematiker, der mit einem behaupteten „eigenen Algorithmus“ die Datenbank von „OKCupid“ durchforstete, tat kaum mehr, als sein Profil so zu optimieren, dass sich ganz bestimmte Frauen an ihn wandten – von den „Richtigen“ konnte gar nicht die Rede sein.

Profile dienen dazu, bestimmte Partner anzusprechen

Eine der dümmsten Behauptungen besteht darin, Profile müssten „absolut ehrlich“ sein. Dies von einigen Ehrlichkeitsfanatikern in die Welt gesetzte Behauptung ist schon deswegen widersinnig, will es im Bereich der Persönlichkeit keine „absolute“ Ehrlichkeit gibt. Das beginnt schon damit, ausschließlich positive Eigenschaften zu beschreiben und anzufordern, negative Eigenschaften aber zu verschweigen. Es zieht sich über die allenthalben oberflächliche Beschreibung bis hin zu speziellen Wünschen, die vorläufig besser verschwiegen werden (Kinderwunsch, erotische Präferenzen, Besitz, Vermögen, gesellschaftliche Stellung, kleinere Gesundheitsprobleme).

In jedem Fall: Profil auf die gewünschte Zielgruppe ausrichten

Was ein Profil wirklich ausmacht, ist die Ausrichtung auf die Zielgruppe, in der es Wirkung zeigen soll. Insofern sollte ein Profil so gestaltet sein, dass sich die Person, auf die es zielt, angesprochen fühlt. Selbstverständlich können sie auf diese Art nur Eigenschaften und Fähigkeiten „verkaufen“, über die Sie auch tatsächlich verfügen –also nicht solche, die Sie gar nicht besitzen.

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