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Ei holla: Dating, die Coca-Cola-Formel und die Unterwürfigkeit

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Ich sehe ja ein, dass die Online-Partervermittler ihre Matching-Formeln tapfer gegen die Angriffe veritabler Psychologen verteidigen müssen. Das liest sich dann beispielsweise so:

(Bei der Dominanz …) führt ein gesunder Abstand der Partner zueinander zu langfristigem Beziehungsglück: So kommt ein eher dominanter Mensch besser mit jemandem aus, der sich eher unterordnet.

Ansonsten meint die Autorin des Blogbeitrags allerdings, dass Ähnlichkeiten viel besser zur erfüllten Partnerschaft beitragen, denn (erneutes Zitat).

In den meisten Persönlichkeitsbereichen erhöht eine ähnliche Ausprägung das Beziehungsglück.

Wäre nun wirklich interessant gewesen, zu erfahren, in welchen Bereichen, nicht wahr? Immerhin scheint es sich um Psycho-Faktoren zu handeln, auch Charaktereigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmale genannt. Die Autorin fasst sie unter der Überschrift „Persönlichkeitsmerkmale und Handlungsmotive“ zusammen, und das geschulte Auge erkennt dahinter das Fünf-Faktoren-Modell, das bekanntlich keine Partnerwahlkriterien enthält (1). Aber wir dürfen nicht wirklich wissen, was die Leute da beim „Matching“ im Hintergrund zusammenmixen, denn (wieder als gekürztes Zitat):

Er ist so geheim wie die Coca Cola-Formel: der wissenschaftliche Matchingalgorithmus.

Wie das schon klingt, nicht wahr? „Der wissenschaftliche Matchingalgorithmus“. Leider gibt es allerdings kein von seriösen Wissenschaftlern geprüftes und absolut abgesichertes Verfahren dafür, wie Liebespartner zusammenpassen können. Denn wenn es ein solches Verfahren gäbe, dann wäre es nicht geheim, sondern würde veröffentlicht.

Macht nichts. Wir leben in einem freien Land, in dem jeder alles behaupten kann, was er möchte. Übrigens: Matching-Algorithmen sind zwar nicht wissenschaftlich abgesichert, aber immer dann sinnvoll, wenn die Partner wenigstens den vorgegebenen Kriterien entsprechen, also im Alter und in der Entfernung passen. Wenn sie dann auch noch aus ähnlichen Lebenserfahrungsbereichen kommen, positiv über dein Leben zu zweit denken und Humor besitzen und darüber hinaus bereits sind, Kompromisse einzugehen, dann – ja dann könnte es passen. Ach, so etwas wird gar nicht abgefragt, weil der Herr Carl Gustav Jung und die Damen Katharine Briggs und Isabel Myers (1) das nicht für so wichtig heilten? Und weil alle, die sonst damit beschäftigt waren, niemals an Liebe gedacht haben?

Ach, lassen Sie sich doch nicht von solchen Kleinigkeiten beeinflussen. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge, und nochmals jedes Matching kann sinnvoll sein.

(1) Das häufig verwendete „Fünf Faktoren Modell“ hat übrigens die gleichen Geburtsfehler – und es ist nicht „geheim“.

Zitatenquelle: Elite Parter Magazin.
Bild: © 2013 by Liebesverlag.de, Budapest, Modeschau, bei der die Herren als Hunde an der Leine geführt wurden.

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