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US-Kolumnistin fordert das alte Mädchenideal zurück

Frauen haben sich emanzipiert – aber nicht in die Richtung, in der sie die konservativen Kräfte in den USA gerne geschubst hätten: erfolgreiche, klinisch reine Frauen, die mit einem Mann im Leben schlafen: dem Ehemann.

Die Kolumnistin ist entsetzt: Kein braves Dating mehr, bei dem das „Mädchen“ sich ziert und verweigert, sondern sogenannte „Hook Ups“ – schnelle Intimitäten, oft sogar schneller Sex, gelegentlich auch „Casual Dating“ genannt. Natürlich – das tun nicht alle jungen Frauen, und es wird nicht überall so gehandhabt. Aber es ist natürlich einmal mehr ein Thema, das nach dem Motto funktioniert: „Wo sind die braven Mädchen geblieben? In unserer Jugend waren wir doch nicht so wild und willig“.

Die Kolumnistin geht aufs Ganze: Stoppt diesen Wahn – drückt den „Reset-Button“. Nun wissen wir, dass Konservativen nie etwas anderes einfällt, als uns moralisch ins 19. Jahrhundert zurückzubeamen. Doch soweit will die Kolumnistin nicht gehen – sie fordert eine Rückkehr zu den Idealen der 1950er Jahre, etwas abgemischt mit der heutigen Zeit. Wörtlich:

Nicht notwendigerweise zurück zu den 1950er Jahren, in denen Frauen die passive Rolle zukam, aber irgendwo dazwischen.

Doch was liegt dazwischen?

Wir wissen es nicht und wir erfahren es nicht. Wir lesen nur, dass es ein Selbstbetrug der jungen Frauen ist, wenn sie glauben, stark zu sein, indem sie „ja“ zum Gelegenheitssex sagen, und empfiehlt, dadurch stark zu sein, indem sie „Nein“ sagen. Es ist bezeichnend, worin diese US-Amerikanerin weibliche Kraft vermutet, doch das ist offenbar der Fall: Grenzen zu setzen, so heißt es weiter, sei kein Synonym für „Spielchen“, sondern vielmehr ein unverzichtbarer Weg, Verantwortung für sich zu übernehmen.

Das alles klingt nicht nur wie aus den 1950er Jahren, das sind die Worte der 1950er Jahre. Die Jugend, so hieß es damals, betrüge sich selbst, wenn sie vorzeitig geschlechtliche Kontakte aufnähme. Mädchen wurde geraten, sich stets so anzuziehen, die keinerlei „Zugriffe“ erlaubten und möglichst keine Partys, Jazzkeller oder andere Orte aufzusuchen, in denen keine perfekte gesellschaftliche Kontrolle gegeben war.

Es gibt keinen „Rücksetz-Knopf“. Es gibt nur die Idee, dass junge Frauen sich rein halten sollten von allem, was auch nur entfernt mit aktiver, gelebter Sexualität zu tun hat, und diese Idee ist nun wahrhaftig nicht sehr originell. Da bleibe nur noch zu erwähnen, dass die Autorin Fran Lasker Psychotherapeutin ist – und so schließt sich der Kreis: Wenn man in den 1950er Jahren Bedenkenträger gegen die Unmoral der Jugend brauchte, waren Psychotherapeuten nie weit.

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