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Warum Sie (k)einen Psycho treffen sollten

Zuerst mal sage ich es ganz unverblümt: Nicht alle Menschen, die von gewissen Normen abweichen, sind „psychisch krank“. Die Grenze zwischen psychischer Krankheit und psychischer Gesundheit ist fließend – und sie hat so unscharfe Konturen, dass selbst gestandene Therapeuten sich oft hinter dem Ohr kratzen und sagen: „Tja, das liegt wohl irgendwo im Grenzbereich.“

Kleine Macken -liebenswert und vernachlässigbar

Halten wir also fest: Nicht alle „Psychos“ sind wirklich welche. Viele junge Leute entwickeln in der Pubertät ein äußerst merkwürdiges Verhalten, das später wieder vergeht. Bei anderen zeigen sich gelegentlich Ausfallrescheinungen, die im Alltag von niemandem bemerkt werden – doch wer einem Menschen nahesteht, bekommt dann natürlich davon doch einen kurzen Abriss mit: Plötzliche Versagensängste, minutenlange Zornesausbrüche oder depressive Verstimmungen – das alles passiert selbst den Besten in unserer Gesellschaft. Neuerdings gibt es wieder viele Menschen, du unter Vereinsamung leiden – die Diagnose der Ärzte fällt jedoch meist anders aus, weil „Vereinsamung“ ein Tabu darstellt.

Sie dürfen also mit guten Gewissen Menschen treffen, die:

– Kleine, verschrobene Macken haben.
– Psychische Krisen überwunden haben.
– Gelegentlich im Privaten „merkwürdig“ reagieren.

Lästige Abweichler, aber keine „Psychos“: Zicken und „große Macker“

Manchen Menschen haften emotionale Probleme an, die sie gar nicht bemerken: Wer „den große Macker markiert“ ist im Grund genommen psychisch fehlerhaft eingenordet, aber das stört kaum – und ähnlich ist es bei den Frauen, die immer die „zickigsten Zicken“ sein wollen. Bereits die Lehrer und Erzieher wissen: Da kann man nicht viel machen. Bestimmte Defekte sitzen tief, und sie gehören wohl zum Menschsein – sich mit ihnen zu versöhnen ist allerdings nicht leicht.

Man könnte die Liste beliebig fortsetzen: Diejenigen, die zeitweilig den Realitätssinn verlieren, solche, die dem Aberglauben mehr anhängen als der Realität, und letztendlich auch all diejenigen, die dem Fanatismus zuneigen. Mit ihnen umzugehen ist sehr, sehr schwer.

Warnung vor Fanatikern aller Art

Die wirklich entsetzlichen Psychos sind vernarrt in eine Idee: Sie wollen um jeden Preis etwas durchsetzen, was in ihrem Kopf vorgeht, was aber nach Lage der Dinge fast unmöglich ist. Genau diese Gruppe treffen wir gelegentlich bei Dates. Da wäre der 40-jährige Mann, der absolut eine „Sklavin“ sucht und schon Sklavenverträge in der Tasche hat, aber da wäre auch die 38-Jährige, die darauf besteht, dass die Herren, mit denen sie sich trifft, „festen Heiratsabsichten und einen Kinderwunsch“ haben. Beide sind von einer „fixen Idee“ besessen, wie der Volksmund sagen würde.

Menschen mit Macken trifft man allenthalben. Ich habe welche, und Sie haben auch welche, auch wenn Sie das im Alltag geschickt verbergen. Hätten wir keine „Macken“, dann wären wir vermutlich alle langweilige, konturlose Apparatschicks, die beliebig austauschbar wären. Die Frage ist, worin die Macken eigentlich liegen.

Die Macken, die Schrullen, der Verlust und eine Warnung

– Es können grundsätzliche Aussetzer sein, die schon Vater und Großvater hatten. Der „Jähzorn“ oder das „Widerborstige“ sind solche Eigenschaften.
– Es können Wunden des Lebens sein. Die meisten heilen nach und nach ab, aber in Extremsituationen kommen sie zurück. Typisch: Versagensängste im Beruf.
– Es können Schrullen im Verhalten sein, die absolut harmlos sind, zum Beispiel ab und an kindisch zu sein (Mädchenfrauen, „große Jungs“).
– Es kann sich um einen dauerhaften Realitätsverlust handeln. Beispiele aus dem Dating wären Größenwahn oder eine extreme Anspruchshaltung. Irgendwann stellen sich die Betroffenen selbst ins „Aus“. Es ist schade um sie, aber die meisten wurden rechtzeitig gewarnt.
– Das Gefährlichste zuletzt: Es kann sich um erhebliche Schäden handeln, in die Sie mit einbezogen werden sollen. Der andere will Sie „herunterziehen“, um Sie mitverantwortlich für sein Elend zu machen.

Das Fazit: Nicht jeder, der anders denkt, anders lebt oder anders handelt als die Masse, ist meschugge. Menschen mit dauerhaften Macken können sehr liebenswert, aber auch äußerst lästig sein – es hängt von Ihren Toleranzen ab, die Sie als Partner aufbringen können. Hüten Sie sich aber vor Fanatikern, Menschen mit dauerhaftem Realitätsverlust und allen, die Sie in ihre Probleme verwickeln wollen.

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   (17. Juni 2011)