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Feste Vorstellungen oder: Mal sehen, was machbar ist?

Habt ihr euch gewundert, dass ich plötzlich über „Casual Dating“ schreibe? Gut, erstens ist Casual Dating auch „Dating“. Zweitens nutzen manche Frauen diese Möglichkeit, um schnell, problemlos und vor allem nach eigener Art romantische, blümchensexuelle und abenteuerliche Lover kennenzulernen. Sie wissen, was sie wollen, und eines wollen sie nicht: Erst die ganze Lebensgeschichte anhören müssen, bevor „etwas läuft“.

Soweit, so gut. Casual Dating ist sozusagen der Ball der einsamen Herzen ohne vorausgegangenen Tanz. Jeder weiß, dass der andere nur kommt, um sich Lust zu verschaffen, und es geht dann erst einmal um die Abwicklung, bevor die Aktion beginnt.

Ganz so hübsch und liebenswert, so gesittet und formal geht es heute bei „Dates“ nirgendwo mehr zu. Jeder, der „nach draußen“ geht, sollte für alle Wetterlagen ausgerüstet sein. Der Unterschied zwischen einem „Casual Date“ und einem „Gewöhnlichen Date“ ist ganz anders, als viele denken:

– Beim Casual Date ist eine sexuelle Aktivität das Ziel.
– Beim gewöhnlichen Date ist der Ausgang offen.

Fehlte da nicht etwas? Das Date, um zu heiraten?

Gibt es noch Dates mit dem Ziel der Heirat?

Ich will nicht behaupten, dass es solche Dates nicht mehr gibt. Aber ich weiß sehr genau, dass sie bis in die späten 1960er Jahre die Regel waren. Wer damals nach dem 25. Lebensjahr noch mit jemandem traf, gleich, aufgrund welcher Tatsachen, der wollte möglichst bald heiraten. Mit diesem Ziel vor Augen schreiben sich sogar einige Tausend Deutsche bei Ehevermittlern ein. Und selbst jedes Date, das unter der neuen Rubrik „Bekanntschaften“ (statt „Ehen“ oder „Heiraten“) ausgelobt wurde, hatte nur ein Ziel: Heirat mit eigenem Hausstand – weg von den Eltern, unabhängig sein.

Das Date – nüchtern betrachtet

Inzwischen ist wirklich alles anders geworden, und ihr solltet es nicht nur wissen, sondern auch beim Date realisieren: Es ist eine Gelegenheit, abermals einen Menschen kennenzulernen. Etwas mehr, sicher. Aber nicht viel mehr – denn es gibt keine Notwendigkeit, ihn oder sie in einem Vierteljahr zu heiraten.

Manche von euch erwarten von allen alles.
Manche andere von euch wollen von jedem das Gleiche.

Daraus ergeben sich dann die hübschen und hässlichen Konflikte:

Wer von allen alles erwartet, wird enttäuscht, weil nicht alle alles geben können (und wollen).

Wer von allen das Gleiche will, wird ebenfalls enttäuscht, und zwar völlig gleich, ob er/sie nur vögeln oder bald heiraten will. Der Grund ist ebenso einfach: Wie kommt ihr auf die eigenartige Idee, dass andere Menschen genau das wollen, was ihr auch wollt – und das noch ausgerechnet hier, beim ersten Date?

Ich habe wirklich (kein Witz, wirklich) Frauen kennenlernt, die vor dem ersten Date die Zusicherung wollten, dass ihr Dating-Partner fest entschlossen wäre, sie zu heiraten. Sagt nicht „so blöd kann man doch nicht sein?“ Es ist sicher, dass es solche Fälle gab.

Und die Lösung?

Jeder von den Menschen, die ihr trefft, kann euch etwas anderes geben –und dies in manchen Kombinationen. Nehmt das, was es gibt, kostet es aus und lernt dabei, was mit euch möglich ist und was nicht. Offenheit und die Kunst, sich fließend auf jemanden einzulassen, sind selten geworden. Aber sie sind sehr, sehr nützlich.

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