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Das Date – die Wahrheit

Mein Artikel heute behandelt nicht die Art, wie du zu einem Date kommst und auch nicht den Wert oder Unwert verschiedener Dates. Es geht nur darum, was du eigentlich beim Date willst.

Was will du eigentlich beim Date?

Wenn du dir die Frage niemals gestellt hast, dann stell sie bitte jetzt: Was will ich eigentlich von einem Date?

Lach nicht. Es gibt Leute, die gehen auf Dates wie andere ins Kino: „Mal sehen, was es diesmal gibt, vielleicht ist’s ja lustig.“ Das heißt, sie haben überhaupt keine Idee, was ein Date für sie selbst bedeuten könnte. Auf der anderen Seite findest du Frauen und Männer, die dasitzen und denken: „Diesmal muss es doch der/die Richtige sein, ich wünsche mir das so.

Oh, oh … beides ist gar nicht gut. Denn ein Date dient ausschließlich dazu, einen anderen Menschen genauer kennenzulernen und möglichst innerhalb weniger Stunden zu entscheiden, ob er/sie als Partner(in) infrage kommt.

Reden ist das Wichtigste beim Date

Ich verrate dir zunächst ein Geheimnis: Das ganze Brimborium, vom schicken Oberhemd oder T-Shirt bis zum Ausschnitt der Bluse und passenden Dessous ist dafür nicht wichtig. Auch nicht, ob der Treffpunkt „angemessen“ ist oder sonst irgendetwas, was in den Ratgebern steht. Das sind hübsche Nebensachen. Hauptsache, ihr könnt reden. Dafür seid ihr zusammenkommen. Menschen erobern sich ihre Welt durch die Sprache – du auch. Paul Watzlawick sagt sogar, die Wirklichkeit entstünde erst durch die Kommunikation.

Bevor ich auf das „Miteinander Reden“ komme, noch der Hinweis auf die Körpersprache: Sie wirkt von dem Moment an, an der ihr euch beide am Treffpunkt entdeckt, während eures Gesprächs und sogar noch beim Abschiede. Am besten ist die aufrecht-lockere, offene Haltung mit großer Flexibilität. Dabei kommt der „Stallgeruch“ ebenso zum Ausdruck wie der Selbstwert – und eigentlich noch viel mehr.

Na, dann setzt euch mal hin.

Wie gehst du am besten vor beim Date?

Natürlich kannst du mit etwas Small Talk zum Auflockern anfangen. Small Talk ist aber kein Selbstzweck, sondern dient dazu, die erste Befangenheit zu überrücken.

Doch dann geht es richtig los. Versuche, der Gesprächsführer zu sein. Du kannst später mit deinem Tischpartner wechseln. Kämpf nicht darum, sondern gehe ganz natürlich vor, und das machst du, indem du Fragen stellst. Man nennt die wichtigen Fragen „offene Fragen“, weil sie sich nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen und auch keine „Zwickmühlen“ aufbauen. Du fragst „Was“, wenn du beginnst und „Wie“, wenn du mehr wissen willst oder tiefer gehen willst.

Am geschicktesten gehst du vor, wenn du vorbehaltlos zuhörst, also dich nicht mit eigenen Gedanken, Folgen der Frage oder oder gar Meinungen zu dem Gesagten beschäftigst. Wenn du die Technik des „aktiven Zuhörens“ beherrscht, dann wende sie an. Sie dient dir dazu, mehr zu erfahren, als dein Partner (deine Partnerin) eigentlich sagen wollte.

Das, was du hörst, fügt sich zu einem Bild zusammen. Das brauchst du, um später zu entscheiden.

Die Frage, die meine Seminarteilnehmer mir immer wieder stellten, war diese: ja, aber wenn der andere auch Gesprächsführer sein will?

Wenn du lieber antwortest, als zu fragen

Ganz einfach: Beantworte die Fragen so offen und ehrlich, wie du es im Moment verantworten kannst. Du kannst mindestens darauf hoffen, dass er dir zuhört. Wenn du glaubst, die Frage ausreichend beantwortet zu haben, dann greife sie auf, um selbst eine neue Frage zu stellen, die entweder zum gleichen Thema weiterführt oder ein anderes Thema berührt, das sich daraus ergibt. Nimm wieder eine „offen Frage“.

Verhalten bei erheblichen Störungen

Es gibt bei Dates leider auch Situationen, in denen die Sache mit den Dialogen gar nicht klappt und der andere/die andere dir „so langsam auf den Geist geht“. Dann wird „Metakommunikation“ empfohlen – aber ob sich die für ein Date eignet, ist fragwürdig. Wenn es dir passiert, versuche lieber, das Date zu beenden.

Kein Date ohne Entscheidung

Zum Schluss: Ja, da ist eine Entscheidung fällig, egal, wie sie ausfällt. Wenn der andere nichts dazu sagt, dann frag ihn danach. Du hast alles Recht dieser Welt dazu, schließlich hast du ihm/ihr deine Zeit geschenkt. Wenn es auf beiden Seiten ein „Ja“ sein sollte, herzlichen Glückwunsch! Ist es bei dir ein „Ja“ und auf der anderen Seite ein „Vielleicht“, dann gib dem anderen ein bisschen Zeit. Frag ihn/sie nett und höflich, bis wann er/sie sich entscheidet. Versuch weder, „tief zu bohren“ noch aufdringlich zu wirken. Ist es auf deiner Seite „Ja“, beim anderen jedoch „Nein“, dann kannst du um eine Antwort auf die Frage bitten: „Gab es besondere Gründe, die in meiner Person liegen, dass du mich nicht noch einmal treffen willst?“

Nimm die Antwort hin, und diskutiere sie nicht. Überlege, ob du etwas aus der Antwort gewinnen kannst oder nicht.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Jedes Wort, was du hier liest, ist wissenschaftlich und praktisch vielfach untermauert. Es ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

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