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Wer passt eigentlich zu mir?

Die Frage aller Fragen am Donnerstag? Einfach so?

Ja, einfach so. Denn während alle Welt von „geheimnisvollen Formeln“, „psychologisch fundierten Test“ oder noch größerem Unsinn spricht, ist die Wahrheit relativ simpel. Gehen wir mal ein paar Thesen durch. Das Ergebnis steht am Ende, wenn Sie keine Geduld haben sollten.

Was gegen jedes Matching spricht

Argument eins: Bislang hat keines der Unternehmen, die behaupten, psychologisch fundiertes Matching zu betreiben, die Formeln dazu offengelegt.

Argument zwei: Es gibt kaum (wenn überhaupt) glaubwürdige Kriterien, wie man aus den Daten zweier Persönlichkeiten eine „Kompatibilität“ errechnen kann. Wie soll ein System etwas „errechnen“ können, wenn es keine sicheren Grundlagen gibt?

Was wir wissen und wünschen können

Annahme eins: Ähnlichkeiten in Werten, Zukunftsvorstellungen und sozialem Hintergrund sind die wichtigsten Kriterien. Zwar gibt es für diese These keine unmittelbare Beweise, jedoch ist sie durch Erfahrungswissen halbwegs gesichert.

Annahme zwei: Unterschiede im sozialen Hintergrund, verbunden mit Ähnlichkeiten in den Werten und Zukunftsvorstellungen, sind die besten Grundlagen für eine „Durchmischung“ der Gesellschaft.

Man sieht, beide Annahmen unterscheiden sich ein einem Punkt: Durch den Zusammenschluss sozial gleicher Paare entstehen Eliten und Proletariate. Will man dies vermeiden und den sozialen Ausgleich fördern, so ist Methode zwei zu bevorzugen.

Die Psychologie denkt selber recht einfach

Prof. Jocelyn Wentland sagte dazu nach ihren Recherchen (Zitat):

Es ist schwierig, die Genauigkeit von Matching-Software zu beurteilen, weil einigen der größten Unternehmen, die von sich behaupten, die besten Übereinstimmungen herausfinden zu können, nicht bereit sind, mit Forschern zusammenzuarbeiten.

Dabei verstecken sich die Unternehmen hinter ihren „Geschäftsgeheimnisse“ –doch wer glaubt schon daran? Stattdessen könnet Folgendes zutreffen (abermals Zitat)

Ich glaube, dass diese ausgefallenen Algorithmen auf einem einfachen „Matching“ beruhen, das … auf den langjährigen sozialpsychologischen Forschungen der 1970er Jahre (gründet). Diese Untersuchungen gehen davon aus, dass die Ähnlichkeit in Werten oder dem (… sozialen …) Hintergrund zu den wichtigsten Meilensteinen gehören, um eine erfolgreiche Beziehung eingehen.

Wann passt denn nun jemand zu Ihnen?

Sehen Sie, und nun können Sie sich die Sache sehr einfach machen: Anhand von Gesprächen Sie sofort feststellen, ob eine Person

– Aus einem ähnlichen Elternhaus kommt und/oder
– Den Umgang mit sich sich selbst, aber auch mit anderen, irgendwie erlernt hat und/oder
– Ob die Vorstellungen über die Zukunft übereinstimmen und/oder
– (Nicht zuletzt) … ob sie in Phrasen redet oder versucht, Sie zu verstehen.

Reicht das? Klar reicht das. Und selbstverständlich kann eine lebenskluge Person ohne Hochschulbildung einen akademisch gebildeten Menschen heiraten. Schwieriger wird es schon, wenn elitäres Gehabe auf Anspruchsdenken stieße.

Zitate: Interview (englisch) aus dieser Quelle.

2 Antworten auf Wer passt eigentlich zu mir?

  1. ONMA sagt:

    Es braucht Weisheit bei der Wahl, wer wirklich zu dir passt. Aber nicht Perfektion erwarten, sondern Unvollkommenheiten mit Liebe und Respekt annehmen.

    • Hallo ONMA,

      Wer ist denn bitte der/das „Es“, das Weisheit braucht? Und was sollen so unverbindliche pseudo-philosophische Sätze wie „Unvollkommenheit mit Liebe und Respekt aufnehmen?“

      Und nicht zuletzt: Was hat der Kommentar mit meinem Text zu tun? Nicht gelesen, einfach mal auf gut Glück einen Kommentar abgesetzt?

      Dennoch

      Beste Grüße

      Gebhard Roese

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