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Muss der Mann „Jäger“ sein und die Frau „Wild“?

Die Sichtweise der Frauen auf sich selbst, auf andere Frauen und auf Männer ist alles andere als eindeutig. Das gilt auch für Beziehungen: Muss sich eine Frau schon mit 25 auf eine feste Beziehung einlassen? Reicht es vielleicht noch mit 40? Oder ist zwischen 40 und 54 die beste Zeit, einmal richtig durchzuatmen und die Lust zu suchen, wo sie vom Himmel fällt?

Wie gespalten Frauen in dieser Beziehung sind, kann jeder nachlesen, der einmal im Online-Dating wildert: Die meisten Frauen sind keine Jägerinnen, sondern verstehen sich als scheues Wild, auf das die Jäger gefälligst zukommen sollen. Das ist jedenfalls die „offizielle Version“. Stellen sich die Männer dabei linkisch an, hat dies zudem den Vorteil, dass man sich anfeinden und teils auch diffamieren kann. Dabei versuchen moderne junge Frauen recht gerne, sich in die Position einer wählerischen Prinzessin zu versetzen, um die „erst einmal geworben“ werden muss.

Dies alles führt dazu, in der Öffentlichkeit den eigenen „Wert“ wie auch den Wert der Frauen als solche künstlich anzuheben. So entsteht die Mär, Frauen seine immer noch so wie vor Jahrzehnten: Zurückhaltend, voller edeler Absichten und sexuell diszipliniert – und daher wertvollere Menschen als Männer.

Ich zitiere heute mal Ute Gliwa, die gegenüber der „Volksstimme“ sagte:

Es herrscht ja leider immer noch die landläufige Meinung vor, dass Männer eine größere, stärkere Libido … haben und mehr zu Seitensprüngen neigen als Frauen. Was absoluter Quatsch ist. Frauen haben mindestens das gleiche sexuelle Bedürfnis, oft sogar ein viel größeres.

Diese Meinung wird in den letzten Jahren recht häufig vertreten, dringt aber kaum an die Öffentlichkeit. In ihr punkten „Hochzeitssendungen“, Liebesromanzen und der Hinweis, Sex beim ersten Date sei absolut inakzeptabel – ja, sogar das Thema „Sex“ anzusprechen sei völlig tabu.

Soll das so bleiben? Nein. Es wäre wohl an der Zeit, einmal mit der Idee aufzuräumen, Frauen seien immer und überall (oder von Natur aus) selbstlos, edel und gut.

Ja, aber waren sie es früher? Natürlich nicht. Eine Bloggerin fand Beweise aus dem Mittelalter, dass zumindest die Masturbation und die Bi-Sexualität so verbreitet waren, dass Priester veranlasst wurden, bei der Beichte danach zu fragen.

Und nun?

Es wäre schön, wenn alle sagen würden (und könnten), was sie wirklich wollen – Frauen und Männer. Das Herumeiern bei der Partnersuche ohne Selbstsicherheit, aber mit zur Schau getragener Arroganz geht doch inzwischen allen auf den Geist – oder etwas nicht?

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