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Zerstören Dating-Apps unsere psychische Gesundheit?

Die Frage, ob eine intakte psychische Gesundheit im 21. Jahrhundert noch möglich ist, will ich mit „Ja, selbstverständlich“ beantworten. Eine andere Frage ist, ob ein Single dieser Tage noch ermessen kann, was er mit sich selbst und anderen „anrichtet“, wenn er einer „App“ verfällt, statt sich auf seine Persönlichkeit zu besinnen.

Bei jeder Art von „Partnersuche durch Medien“ wurden und werden bestimmte Illusionen genährt. Das war schon zu Zeiten der Zeitungsanzeigen so, und es war beim Online-Dating nicht anders. Doch seit etwa zehn bis fünfzehn Jahren hat Online-Dating eine Eigendynamik entwickelt: Partnersuchende bewerten sich selbst viel zu hoch und glauben zudem, einen Anspruch auf den besten und „passendsten“ Partner zu haben – das war zu Anfang des Online-Datings noch anders.

Der Partnermarkt kennt nur ein Gesetz

Durch Apps ist noch etwas hinzugekommen: Wir hören von „Serienwischern“ (1) die eine Art Spiel daraus machen, ihre Attraktivität festzustellen. Wir erfuhren von Lustmolchen und schlüpfrigen Fröschinnen, die ihren Lustbedarf damit stillen, und von Menschen, die bitter enttäuscht sind von dem Spiel, auf das sie sich eingelassen haben. Das Spiel heißt, auf einem Markt verfügbar zu sein, auf dem es nur ein wirklich gültiges Gesetz gibt: Zugreifen, wenn es zu passen scheint.

Dating kann zum Spiel ohne Gewinn werden

Nein, das ist alles nicht neu. Es wird nur transparenter, weil es nun viele tun. Und zudem läuft alles viel schneller ab, weil kaum jemand denkt, bevor er „wischt“. Am Ende wird Partnersuche zu einem Spiel ohne Gewinn. Vielleicht zerstören Sie nicht gerade Ihre „psychische Gesundheit“, aber Sie könnten Ihre Selbstsicherheit verlieren, wenn Sie sich ständig in einem Umfeld von Illusionen bewegen, die sich niemals erfüllen lassen.

Sie können verhindern, ein Spielzeug zu werden

Kann man das noch verhindern? Ja, natürlich. Denn Zeitungsanzeigen, Online-Dating oder Apps machen nur dann etwas „mit uns“, wenn wir sklavisch vor ihnen knien, uns von ihnen fortreißen lassen und ihren vorgeblichen Gesetzen folgen. Oder kurz und knapp: Wenn wir uns zum Spielzeug machen lassen, statt zu unseren Regeln zu spielen. Denn eigentlich sollten wir etwas aus all den Anzeigenspalten, Single-Börsen und Apps machen. Sie sind nichts als Werkzeuge. Wir sollten sie beherrschen – und nicht sie uns.

Wenn Sie es schon tun: Herzlichen Glückwunsch – Sie werden einen Partner finden, und wenn nicht diese Woche, dann innerhalb von sechs Monaten.

Und falls Sie es noch nicht tun: Überlegen sie mal, was Ihr Ziel ist – und verfolgen Sie es konsequent, aber mit Bedacht und Humor.

Ein letzter Satz?

Niemand weiß, was gut für Sie ist, wenn Sie es nicht selbst wissen, und je eher sie dies herausfinden, umso sicherer haben Sie Erfolg.

(1) Die BBC hat dieses Thema kürzlich aufgegriffen.

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