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Sind Sie sexuell normal? Und soll es ihr Partner auch sein?

Wie viele Menschen haben sie schon kennengelernt, die eine kleine, mittelgroße oder auch ziemlich große „Macke“ hatten? Ich denke, es bleibt nicht aus, dass wir irgendwann einmal mit irgendjemandem zusammenkommen, der „nicht alle Tassen im Schrank hat.“

Abgesehen von jenen, die von kleinen, populären Wahnvorstellungen befallen sind, wie etwa dem Fußballwahn oder dem Schönheitswahn, gibt es jene, bei denen wir uns fragen, ob ihre Vorstellungen von Lust „ganz normal“ sind. Was sollen wir von jenen denken, die nicht den üblichen Normen folgen?

Zunächst müssen wir uns selber fragen, was denn die „üblichen Nomen“ für uns selbst sind und warum wir ihnen folgen. Erst dann können wir damit beginnen, die „Normalität“ anderer zu hinterfragen.

Drei Gruppen – alle mit Normen

So ganz generell kann man hinsichtlich der „Norm“ drei Gruppen von Menschen unterscheiden:

1. Sie entsprechen einer statistischen Norm, wissen aber nicht, warum sie dieser Norm folgen.
2. Sie folgen einer idealen Norm, also einer Richtlinie.
3. Sie leben nach einer Norm, die ungewöhnlich, aber schlüssig und für sie selbst sinnvoll ist.

Die Angehörigen welcher Gruppe sollten Sie meiden?

Die erste Gruppe setzt voraus, dass alle Menschen, denen sie begegnen, dem statistischen Durchschnitt entsprechen – so, wie sie selbst. Sie sind überrascht, aber nicht unbedingt schockiert, wenn sie erfahren, dass andere dies anders sehen. Denken sie daran: Eine statistische Norm sagt wenig aus. Eine Beziehung könnte bereichernd sein, falls Sie sich wirklich darauf einlassen und offen für neue Erfahrungen sind. Beobachtungen zeigen: Paare dieser Art entwickeln eigene Normen, die von den ursprünglichen Normen durchaus abweichen können.

Die zweite Gruppe folgt einer Idealvorstellung, das heißt, sie strebt danach, so zu werden, wie Menschen ihrer Meinung nach sein sollten. Nahezu alle Ideologen, religiöse Eiferer und Prinzipienreiter gehören zu dieser Gruppe. Diese Personen können dabei nicht glücklich werden, will sie einer Utopie folgen. Für Sie als „Außenstehendem“ besteht kaum eine Chance, eine halbwegs zufriedenstellende Beziehung aufzubauen. Also: Finger weg, bevor es zu spät ist.

Die dritte Gruppe folgt zunächst einmal einem höchst egoistischen Ziel, nämlich dem, das alles gut ist, was nützlich ist, um ein erfülltes Leben zu führen. „Normal“ ist für sie ja immer das, was ins Spektrum ihrer (meist vielfältigen) Möglichkeiten passt. Meist ist ein wenig Abenteuerlust seitens der Außenstehenden nötig, um sich auf sie einzulassen. Das Leben mit Angehörigen dieser Gruppe ist oft stressig, aber nie langweilig.

Normalität – ein weites Feld

Zwischen „sich auf gar nichts einlassen, was außerhalb der Norm liegt“ und „alles zu erproben, auch wenn es zunächst als völlig unnormal gilt“ liegt das weite Gebiet der Toleranz. Nur Sie selbst können entscheiden, auf was sie sich einlassen wollen oder auch nicht.

Mein Rat: entwickeln Sie ein Toleranzfeld für die Normen, dies Sie intellektuell, sozial, finanziell und vor allem sexuell mindestens und höchstens tolerieren werden. Versuchen Sie, sich in diesem Feld frei zu bewegen.

Und das Wichtigste: Genießen Sie die Freiheit, unterschiedliche Lüste zu zelebrieren, bevor Sie sich festlegen.

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