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Beziehungen, Affären, ONS, Prostitution – damals und heute

Seit es die Partnersuche in Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Internet) gibt, mischen sich dort alle Bedürfnisse, die mit Zweisamkeit, Liebe, Affären, ONS und käuflichem Sex zusammenhängen. Schon die sogenannte „Bürgerliche Presse“, repräsentiert durch die Zeitung, die jeden Morgen im Briefschlitz landet, kannte diese Mischung und versuchte, sie zu verhindern oder durch Sparten zu trennen. Üblicherweise trennte man dabei „Heiraten“, Bekanntschaften“ und „Begegnungen“, wobei die Begegnungen gelegentlich auch „Kontakte“ hießen oder einfach unter „Verschiedenes“ veröffentlicht wurden.

In diesem Artikel spreche ich nur von den Anzeigen, die unter dem Titel oder Motto „Sie sucht Ihn“ veröffentlicht wurden.

Heiraten: Ehen, Goldgräberinnen und seriös angestrichen Affären

Was drin war, war nicht immer das, was draufstand. Unter Heiraten annoncierten vielfach Eheinstitute, häufig sogar verdeckt. Und Privatanzeigen unter „Heiraten“ hatten viele Bedeutungen: Teils wurden tatsächlich Partner für konventionelle Liebesheiraten gesucht. Teils wurden aber auch Partner gesucht, die sich eine Ehe oder Dauerbeziehung gesucht, die sich die entsprechend Luxusfrau (etwas anspruchsvolle Mädchenfrau sucht …) leisten konnten. Und ein dritter Teil inserierte im „anständigsten“ Teil der Zeitungen, um schöne Affären mit halbwegs gebildeten und seriösen Mitmenschen zu suchen. Die tatsächlichen Wünsche mussten manchmal hinter komplizierten Formulierungen verschleiert werden, um die Veröffentlichung nicht zu gefährden.

Bekanntschaften: die Wundertüte mit Beziehungen und Spontansex

Die Bekanntschaftsanzeigen waren sozusagen der „Fischteich“, indem sich Frauen aller Art bewegten, die in irgendeiner Form herausgefischt werden wollten. Dort gibt es alles, vom Ehegesuch über die Affäre und den ONS bis hin zu Sonderwünschen und Prostitution. Auch dabei wurden Verschleierungen aller Art angewendet, die als „Anzeigencodes“ damals dennoch einschlägig bekannt waren. Sexbedürfnisse wurden von Frauen als „für alles Schöne“ beschrieben und sexuelle Abweichungen als ein Wunsch nach „nicht alltäglichen Beziehungen“.

Begegnungen, Kontakte, Verschiedenes: Sehnsüchte am Rande

Manchmal wurden Sexanzeigen einfach geschickt verschleiert und in die die Bekanntschaftsanzeigen eingestreut, manchmal aber auch in besonderen Kategorien zusammengefasst. Hier war der Tummelplatz für sexuelle Abenteurerinnen, abweichende sexuelle Orientierungen, Sonderwünsche („Erziehung“, „nicht alltäglich“) verbreitet. Dabei handelte es sich teilweise um Lüste (Notgeilheit, Seitensprünge), teilweise aber auch um verdeckte Prostitution – mal von „notorischen“ Prostituierten, dann aber auch von Gelegenheitsprostituierten („Hausfrauenprostitution“) und Nebenberufs-Peitschenladys. Auf diesem Gebiet wurde verschleiert, was das Zeug hielt. Es gab Bio-, Englisch- und Französischlehrerinnen, die allesamt keine Pädagoginnen waren, und die Gelegenheitsprostituierte nahm gerne den Begriff „Mit Tagesfreizeit“ in ihre Anzeige auf. Auch „vorurteilsfrei“ oder “tabulos“ deutete unzweifelhaft an, dass die Barrieren zum Sex extrem niedrig angesetzt wurden. Die Frage der Bezahlung ergab sich aus Begriffen wie „solventer Herr gesucht“ oder „großzügiger Gentleman gesucht“, und wo es Zweifel gab, wurde die Formel “keine finanziellen Interessen“ angefügt, wenn der Sex an keine oder an abweichende Bedingungen gekoppelt war. Eine bezahlte Affäre gegen regelmäßige Zahlungen wurde oft als „Dauerfreundschaft“ deklariert.

Und heute? Viel hat sich nicht geändert …

Und wie ist es heute? Im Grunde noch sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass heute nicht mehr alles verschleiert werden muss. Doch die Damen, die heute ungewöhnliche Wünsche haben, oder offenkundig „notgeil“ sind, hüten sich weiterhin davor, in den rufschädigenden „Schlampenverdacht“ zu geraten. Und genau aus diesem Grund kann man sie überall wiederfinden. Wer mit einem seriösen Herrn fallweise diskret das Bett teilen will, wird sich selten auf ein einem Erotikportal im Internet einschreiben, um es mal so auszudrücken.

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