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Tacheles: das überschätzte Bildungsniveau

Wer derzeit die Schnattergazetten aufschlägt, wird schnell feststellen, dass „Australische Wissenschaftler“ das Geheimnis gelüftet haben, was Frauen wirklich am Partnermarkt suchen: Männer mit einem „gleichwertigen oder höheren Bildungsniveau“ als sie selbst.

Die Frauen vergessen dabei, dass dies bestenfalls für einige wenigevon ihnen funktioniert. Denn der Heirats- und Beziehungsmarkt ist nicht auf die vielen Frauen mit akademischem Abschluss vorbereitet. Die Sache ist einfach: „Weibliche Akademiker“ und andere gut ausgebildete Frauen haben in den letzten Jahrzehnten zugelegt, während der Anteil männlicher Akademiker und gut ausgebildeter Männer nicht wesentlich gewachsen ist. Und das bedeutet: Die Frauen, die heute vor allem nach Bildung schauen, werden zu einem großen Anteil allein bleiben oder sich auf bloße Lustbefriedigung zurückziehen müssen.

Anspruchs-Frauen stecken im Flaschenhals des Marktes fest

Hinzu kommt, dass die früheren „Mittelschichtfrauen“, die keinen besonders qualifizierten Schul- oder Studienabschluss haben, nach wie vor auf die Gruppe der akademisch gebildeten Männer abzielen. Auf diese Weise bildet sich ein Flaschenhals von Beziehungskandidatinnen vor den Türen wirklich gebildeter Männer. Was konkret heißt: Immer mehr Frauen sitzen im Flaschenhals fest, und weil es keinen Abfluss an Kandidatinnen gibt, werden die Warte- und Frustzeiten immer größer. Und weil sich die entsprechenden Frauen nun einmal in die Idee verrannt haben, auf höchstem Niveau zu heiraten, gelingt ihnen auch kein Rückzug mehr.

Was daraus werden soll, weiß niemand so genau. Schon heute aber wissen wir, dass durch die Ansprüche der Frauen auch ein Mangel an geeigneten Partnerinnen für einfache Arbeiter, Facharbeiter und Handwerker entsteht. Darüber wird viel gesprochen – aber Lösungen sind ebenfalls nicht in Sicht.

Verlierer – Frauen „oben“ – Männer „unten“

Wer in Zukunft noch einen Partner findet und wer allein bleibt, ist also entschieden: Frauen mit Bildungsansprüchen und Männer mit Regelschulbildung. Allerdings gibt es für beide Gruppen Hoffnung. Denn Frauen schätzen „Bildung“ oft falsch ein oder assoziieren sie mit Begriffen wie „Erfolg“ oder „Integrität“ – und das gilt für sie selbst wie auch für die Männer, die sie suchen.

Haben Männer einen Vorteil von einer gebildeten Frau?

Die Hoffnung muss nicht sterben. Im Laufe der Zeit wird es andere, wichtige Kriterien geben – Lebenstüchtigkeit, soziale Kompetenz, Allgemeinbildung, Praxiserfahrung, Problemlösungsqualitäten und was dergleichen mehr ist. Und Männer? Was haben Männer konkret davon, mit einer Frau zusammenzuleben, die sich einbildet, gebildet zu sein?

Die Preisfrage zuerst: Sind gebildete Frauen auch klüger? Und dann folgen die anderen Fragen: Wie wirkt sich ihre Bildung praktisch aus? Hat der Mann einen wirtschaftlichen Vorteil davon? Sind gebildete Frauen sozialer? Finden Männer gebildete Frauen unterhaltsamer? Haben gebildete Frauen mehr sinnliche Talente?

Mir scheint, dass die meisten dieser Fragen eher mit „Nein“ zu beantworten sind als mit „Ja“. Und damit wäre die Frage eigentlich beantwortet, warum Männer andere Talente hören bewerten als Bildung.

2 Antworten auf Tacheles: das überschätzte Bildungsniveau

  1. Max sagt:

    Ich bin Akademiker Mitte 40 und mir fällt diese Entwicklung in meinem Umfeld auch immer stärker auf – sprich: auch immer mehr Frauen alleine. Auf meiner Online-Reise durch diverse Portale habe ich sogar Frauen gesehen, die jahrzehntelang erfolglos gesucht haben.
    Ich suche nun schon seit Jahren nicht mehr und strebe auch nicht mehr unbedingt eine Beziehung an. Die meisten Männer in meinem engeren Bekanntenkreis bzw. in meinem Alter sind Akademiker und Single (nur einer hat eine Ausländerin geheiratet) – und haben ebenfalls keine Ambitionen (mehr) – sie haben die letzten Jahre allerdings auch nicht in einer Höhle verbracht sondern ihre Erfahrungen gemacht. Eine gewisse Ausbildung zu haben, reicht einer Frau heute schon lange nicht mehr – es darf schon etwas mehr sein – im Grunde genommen möglichst viele jener Dinge, die für eine Beziehung keinerlei Relevanz haben und in Hollywood, Medien und Werbung zum Evangelium erhoben werden. Es zählt nicht, wer man ist, sondern was man darstellt. Früher habe ich mich eher gefragt, was ich einer Frau bieten kann – als ich angefangen habe, mich zu fragen, was eine Frau mir bieten kann (nämlich vor allem menschlich), habe ich mich ziemlich rasch aus der Online-Suche verabschiedet. Die meisten könnten nicht mal 3 Sätze über sich selbst formulieren (wobei der Trend ja beim reinen Bildertausch auch dahin geht, dass man über solche Dinge gar nicht erst nachdenken muß – wie praktisch), es geht vermehrt darum „ich will dies, ich will das“. Nicht umsonst wird ja u.a. auch bei „Elite“ gesucht: denn wo Elite drauf steht, muß dann auch Elite drin sein. Eigentlich ist allein schon dieser Label entlarvend oder eben der Umstand, dass sich viele davon ködern lassen. Auffällig auch, wieviele sich selbst als attraktiv bezeichnen – das liegt ja auch Gott sei Dank nicht im Auge des Betrachters und eine wirklich attraktive in sich selbst ruhende Frau muß das auch sicher 20x am Tag kundtun. Adipositas geht auch locker als mollig durch. Sich hübsch zu machen wird überbewertet – da muß auch schon mal das Selfie am WC die Männerscharen in Bewegung setzen. Und wie gesagt, über menschliche Skills sollte Man(n) sich besser erst gar keine Gedanken machen – man wird sie vergeblich suchen.
    Nun sitze ich hier mit Mitte 40 – schlank, noch kaum graue Haare- also ingesamt recht gut erhalten :-) und beobachte immer mal wieder, wie irgendein Geschlechtsgenosse, der sich mit derartigen Exemplaren eingelassen hat, die Rechnung dafür präsentiert bekommt. Da denke ich mir oft: Gut, dass Du Dir das erspart hast. Finanziell betrachtet oft im wahrsten Sinne des Wortes. Und amüsiere mich, wenn ich dann mal von Zeit zu Zeit in eine hierzulande kostenlose Singlebörse schaue und die weiblichen Profile ansehe, wo u.a. nach „Männern im höherem Management“ gefahndet wird oder festgestellt wird, dass „Weiblichkeit nur ein Klischee“ wäre (und genauso präsentieren sie sich die Damen dann auch und wundern sich gleichzeitig, dass man damit keinen Mann hinter dem Ofen hervorholen kann). Also würde ich ernsthaft suchen – ich würde unter 100 Profilen kaum eines finden, wo es die Zeit wert wäre, zu schreiben. In den meisten ist trotz grenzenloser Möglichkeiten genau null Inhalt und von schönen Fotos (die isoliert betrachtet auch schon recht rar sind) allein würde ich mich schon lange nicht mehr beeindrucken lassen. Viele bewegen sich so fernab jeder Realität, dass es schon weh tut. Aber nicht mit 20 oder 25, sondern mit 35 oder 45.
    Als Mit-40er würde mir ja jetzt auch die schöne Aufgabe zukommen, mich mit jenen Exemplaren zu liieren, die mittlerweile vielleicht sogar schon mehrere Männer aufs Abstellgleis geschoben haben, weil sich im Rahmen der Beziehung dann halt zwangsläufig doch zeigt, dass menschliche Skills wesentlich sind. Da dürfte ich mich dann auch gleich mit den psychischen und materiellen Folgewirkungen auseinandersetzen und den Anhang kümmern. Und mich mit Menschen auseinandersetzen, die auch nach Jahrzehnten lieber gegen die Wand rennen, als eines ihrer unsinnigen Mantras zu hinterfragen. Diese schöne Aufgabe überlasse ich gerne anderen Geschlechtsgenossen :-). Offenbar gibt es ja noch genug, die sich gerne zum Deppen machen und schon jeglichen Stolz abgeliefert haben. Mich wundert nämlich, dass es immer noch Männer gibt, die diesen Frauen, die eigentlich objektiv betrachtet überhaupt nichts zu bieten haben, geradezu hinterherkriechen und in jedes Gästebuch oder E-mail jeder x-beliebigen eine gottähnliche Anbetung angedeihen lassen. Auch hier gibt es wohl ein ordentliches Manko an Reflexionsfähigkeit. Naja und meist dienen sie ohnehin nur der temporären Beweihräucherung des weiblichen Egos, weil diese Art von Waschlappentum will halt nicht so recht männlich wirken.
    Gebildet oder nicht gebildet – was kann ich von einem Mensch erwarten, der zwar 100 Lexika auswendig kennt, aber im Prinzip soziopathisch und nicht selbstreflektiert ist. Eigentlich zeigt sich das online auch immer wieder, denn wenn jemand z.B. schon auf ein höfliches E-Mail nichts antwortet, dann ist das für mich soziopathisch. Man fragt sich, wie solche Menschen reagieren, wenn sie in der Realität angesprochen werden – das kann man dann ja in der Pick-Up-Szene (die ich im übrigen auch nur peinlich finde) beobachten, wo angesprochene Frauen oft kein Wort herausbringen oder 99% in die „Ich habe einen Freund“-Reflexschutzhaltung gehen. Unsere Großmütter hätten sowas noch souveränst mit weiblichem Charme umschifft.
    Meiner Meinung nach schaffen sich die Frauen selbst ab. Vor allem dank unsäglichem faktenbefreiten third wave Feminismus. Es gibt zwar wenig Hardcore-Vertreterinnen, aber die meisten schwimmen zumindest unhinterfragend mit und als Daueropfer lebt es sich halt auch viel bequemer. Mit den Konsequenzen daraus wollen sie dann halt nicht leben. Am allerwenigsten mit der Realität, denn selbst wenn diese schon zum Greifen real ist, müssen 100 andere Erklärungen und Ausreden herhalten, warum alles anders ist. Aber es geht auch anders: vor Jahren habe ich einmal eine Russin getroffen, die war mit Ende 20 geistig reifer als viele Frauen hier mit Mitte 40. Und emanzipierter – vor allem von dem ganzen Unsinn, den Frauen hierzulande zum Evangelium erheben, mit dem sie aber vermehrt mit Vollgas gegen die Wand fahren.
    Ich selbst sehe das relativ gelassen, da ich gelernt habe, gut mit mir selbst zurecht zu kommen. Allein zu leben ist zwar nicht der Idealzustand, aber um einiges besser als mit jemand zusammen zu leben, der weder sich selbst kennt und auch keinerlei Ambitionen hegt, jemals herauszufinden, wer er ist oder was für sie tatsächlich erstrebenswert ist.

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