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Braucht Online-Dating mehr Wettbewerb?

Die Meldungen der letzten Tage aus Deutschland und der Schweiz zeigen: im Grund genommen fehlt im Online-Dating der Wettbewerb, und zwar speziell im Bereich der Online-Partervermittler.

Doch das ist nicht das Einzige, was nicht in Ordnung ist – denn die Konzepte der Online-Partnervermittler sind hoffnungslos veraltet – übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA.

Ich empfinde dies so: Da hat jemand einen Vorrat an Orangen, und er quetscht sie aus, bis sie fast keinen Saft mehr enthalten. Dann fällt ihm ein, dass auch in den Trennhäuten noch Saft sitzt, der sich nutzen lässt.

Das Konzept der Online-Partnervermittler: Hohe Schranken setzen

Einerseits ist nahezu jedem in der Branche klar, dass die Online-Partervermittler davon leben, hohe finanzielle Schranken aufzubauen und dem Kunden zudem das Ausfüllen langatmiger Fragebogen abverlangen. Das sind die Alleinstellungsmerkmale, und sie ziehen vor allem einen Kundenkreis der sich selbst für seriös (und gelegentlich auch elitär) hält. Andererseits wissen mittlerweile alle, dass Alternativen rar sind. Die nach allen Seiten offenen und in der Basis meist kostenlosen Apps fördern belanglose Beziehungssuchen und spontane Sexkontakte – das ist nicht das, was sich die seriöse Sekretärin oder die junge Ärztin wünscht. Noch dazu kommt dies: Alle Ressourcen, die bisher bekannt sind, wurden verbraucht, und die Ressource „Geld“ sprudelt trotz saftiger Preise nicht mehr so in die Kassen, wie es sich die Geldgeber wünschen.

Mehr Wettbewerb ist also nicht in Sichtweite. Echte Verbesserungen und Neuerungen sind nicht zu erwarten, und Alternativen auch nicht. Die Hausfrau würde an dieser Stelle sagen, die Branche „köchelt vor sich hin“.

Apps bringen keine neuen Lösungen – und auch sonst nichts

Vor langer Zeit wurde ich einmal gefragt: „Was ist das nächste große Ding?“ Dann kam Tinder, und es wurde das nächste große Ding. Aber es war nicht dasselbe Ding. Es war etwas anderes, etwas, dass mit den Aspekten echter „Partnersuche“ so gut wie gar nichts zu tun hat. Heute sind die Experten allesamt ratlos. Immer mehr Menschen, die früher einmal stolz waren, als Online-Dating-Experte oder Dating-Berater bezeichnet zu werden, legen diese Titel ab. Und ja, ich gehöre dazu.

Mir scheint, dass Online-Dating zwar einerseits noch das eine oder andere wirtschaftliche Ziel erreicht, aber seine eigentliche Aufgabe kaum noch wahrnimmt. Die läge darin, Menschen kostengünstig und sinnvoll zusammenzubringen – mit Liebe, Sachverstand und sicher auch datentechnischer Unterstützung.

Und nein, ich stehe dafür nicht zur Verfügung. Aber bei den horrenden Gebühren heutiger Online-Partervermittler (gegen 850 Euro bei den höchsten Tarifen) sollte das Ziel erreichbar sein.

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