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Incels – liegen gelassen von den Frauen?

Incels – ein neuer Begriff, der noch nicht klar gedeutet wurde. Er wird von Männern benutzt, die „unfreiwillig zölibatär“ leben. Was mit anderen Worten heißt: Sie haben kein aktives Sexualleben, hätten aber gerne eines. Und sie versuchen oftmals, dies mit Mitteln durchzusetzen, die nicht von der „feinen Art“ sind.

Die Unzufriedenen – eine Zeiterscheinung?

Wie so viele Menschen (nicht nur Männer) gehören sie zu den Unzufriedenen, die sich von der Gesellschaft nicht „mitgenommen“ fühlen. Das Prinzip „Änderungen bedeuten Chancen“ ist ihnen fremd. Sie nehmen Änderungen im Grunde gar nicht wahr, und sie sehen deshalb weder Chancen noch Risiken in Änderungen. Erst, wenn die neue Situation da ist, die Änderungen also vollzogen wurden, bemerken sie, dass sie dabei zu den Verlierern gehören.

Der Schlüssel zum Sex liegt in weiblicher Hand

Nun ist es so: Unterstellen wir, dass Sex ein Menschenrecht ist und Frauen den Schlüssel dazu haben, dann ergibt sich zunächst kaum ein Unterschied zwischen der heutigen Denkweise und jener von vor 100 Jahren. Die Frau hatte auch damals den Schlüssel zum genussvollen Sex, der allerdings oftmals als „eheliche Pflicht“ pervertiert wurde. Was dabei oftmals geschah, ist kein Ruhmesblatt für Männer und es hatte mit „lustvollem Sex“ gar nichts zu tun. Doch inzwischen hatten wir mehrere Schübe einer feministischen, sozialen, emotionalen und wirtschaftlichen Frauenemanzipation. Was letztlich heißt: die Gunst der Frauen muss weiterhin erkämpft werden, aber Frauen sehen keine Notwendigkeit mehr, sich „dem Einen“ hinzugeben, nur weil er buhlt. Oder noch härter: Frauen können eigenständig leben, was vor 100 Jahren noch undenkbar und vor 50 Jahren noch schwierig war. Sie müssen also nicht nach dem letzen Strohhalm greifen, um noch geheiratet zu werden.

Nicht die Liberalisierung ist schuld an der Misere

Ich las jüngst, dass die „Deregulation“ der Verhältnisse, auch als Liberalisierung bekannt, die Verhältnisse neu aufgemischt hat und es daher „Gewinner(innen)“ und Verlierer(innen) gibt. Nur – solche Thesen sind Bullshit. Jede gravierende Änderung, von der neolithischen Revolution über die Französische Revolution oder die industrielle Revolution, hat „oben „ und „unten“ durcheinandergewirbelt, und es wird nicht das letzte Mal sein, dass Werte gekippt und neu geschaffen werden.

Verunsicherung durch Sex-Berichte?

Auch ist es unsinnig, ständig auf die sexuelle Verunsicherung hinzuweisen. Zwar wird die öffentliche Diskussion von einer wilden Meute sensationsgieriger Journalisten stets aufs Neue angeheizt, aber das ist eine Zeiterscheinung wie viele ander auch, an die wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Ob es um das „Outen“, um das dritte oder x-te Geschlecht geht, um Asexuelle oder Pansexuelle – immer wird die Sensation darin gesucht.

Das Sexuelle mag auch überbewertet werden, wie oft behauptet wird. Aber am meisten wird es von jenen überbewertet, die keine sexuellen Kontakte haben, gefolgt von jenen, die gerne häufiger solche Kontakte hätten. Unter ihnen ist übrigens eine beachtliche Anzahl von Frauen.

Sexkontakte – schön und lustvoll – aber eigentlich kein Lebensziel

Die Übrigen – man muss es einmal sagen – legen ihre erste Priorität im Leben nicht auf „Sexkontakte“, sondern auf ein rundum erfülltes Leben, soweit es in ihrer Macht steht. Wer sein Leben ausschließlich, überwiegend oder einseitig auf „PiV“ (penetrativen Sex) aufbaut, versäumt viel – von verträumter Erotik über die Sinnlichkeit von Hautkontakten bis hin zum Genuss der Schönheit an sich. Ganz zu schweigen von der Erfüllung, die ein Beruf bieten kann.

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