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Die Partnersuche ab 35 birgt Besonderheiten – na und?

Ach sehen Sie sich doch diese fünf Sätze einmal an:

Die Partnersuche ab 25 birgt einige Besonderheiten.
Die Partnersuche ab 35 birgt einige Besonderheiten.
Die Partnersuche ab 45 birgt einige Besonderheiten.
Die Partnersuche ab 55 birgt einige Besonderheiten.
Die Partnersuche ab 65 birgt einige Besonderheiten.

Und was bemerken Sie? Alle stimmen, und zu allen ließen sich einige kluge (oder wenige kluge) Sätze sagen – und doch dient es niemandem, diese Sätze wirklich abzulassen.

Die dpa hat den Artikel dazu verfasst und zitiert darin auch allerlei Personen:

Martin Göhler, der eine Partnervermittlung betreibt.
Eric Hegmann, ein Dating-Experte und Autor aus Hamburg.
Andrea Micus, Autorin vieler Bücher, auch über Partnersuche.

Das Problem dabei ist nur: Jedes Lebensalter „birgt“ Probleme, und einige sind durchaus übergreifend – das heißt, sie sind an gar kein Alter gebunden. Und tatsächlich: Wer den dpa-Artikel liest, erfährt auch nichts Neues, außer vielleicht, dass es da ein Buch gäbe, das man konsultieren könne. Und dann lesen wir hochtrabende Sätze wie:

Sinnvoll ist, sich beim Analysieren der Beziehungshistorie eine Einschätzung von außen zu holen.

Bei solchen Sätzen lächele ich still, auch dann, falls sie ernst gemeint sein sollten. Denn die „Aufbereitung“, falls sie überhaupt möglichst ist, gilt als kompliziert. Und wenn die Bordmittel ausgeschöpft sind? Dann guckt der Shrink (1) um die Ecke:

Kommt man damit nicht weiter, kann professionelle Hilfe eine Möglichkeit sein.

Natürlich kann sie das. Nur das Leben der meisten Menschen läuft nicht so ab, dass sie sich heute einen psychologischen Masterplan zurechtlegen, nach dem sie ihr Leben gestalten wollen. Ich wäre ja der Letzte, der gegen Planung argumentiert – aber die Planung bei der Partnersuche funktioniert überhaupt nur, wenn sie flexible Elemente enthält. Und das bedeutet eben wieder, dass jede Partnersuche auch zufällige, ungewöhnliche und nicht vorhersehbare Elemente enthält.

Ob „Experten“ überhaupt sinnvoll sind? Seit vielen Monaten zweifele ich bereits daran. Da würde ich dann eher mal dem Kollegen Hegmann zustimmen, der vor allem „Gelassenheit“ empfiehlt.

Und ich sage noch einen Satz dazu: Bei Beziehungen (auch bei festen) geht es nicht nur um das „soziale Einklinken“ in ein System vorgegebener Möglichkeiten. Es geht um Liebe, Glück, Lust und Sinnlichkeit. Und dergleichen kann niemand „anhand der Beziehungshistorie analysieren und planen.“

(1) Shrink – Psychotherapeut.

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