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Dates bewerten – Segen oder PR-Masche?

„Ein Date bewerten“ – das ist die Extremform der modernen Ausforschungsmethoden, die wir bei FACEBOOK mit Recht beklagen. Und dennoch wird das Verfahren zur systematischen Bewertung von Personen immer mal wieder hochgejubelt. Gerade las ich eine PR-Mitteilung, auf der behauptet wird:

Once revolutioniert mit „Rate Your Date“ das Online-Dating.

Na, ich habe inzwischen schon so viele „Revolutionäre“ kennengelernt, dass mir solche Sätze nicht einmal mehr ein müdes Lächeln entlocken. Doch ist ein „Rating“ wirklich sinnvoll? Nehmen wir einmal an, Sie würden bei einem dieser Versandhändler kaufen, die ja auch Sternchen für Qualität vergeben. Nun, das Produkt A hat vielleicht 3000 Käufer, weil es sehr populär ist, das Produkt B hingegen bislang nur einen Käufer, weil es selten benötigt wird. Welche Bewertung ist dann hilfreich?

Und beim Dating? Da würde man jetzt vielleicht – nun, sagen wir mal, mindestens 24 Bewertungen von einem Menschen brauchen, um sich ein Bild zu machen. Also 24 Mal, an dem er/sie (denn nur das zählt tatsächlich) sich real getroffen haben. Möglicherweise (ich bin mir nicht so sicher) auch, ob und falls ja wie qualitativ hochwertig Körperflüssigkeiten ausgetauscht wurden.

Ich behaupte nicht, dass es dies derzeit in dieser Form schon gibt. Aber weil immer mehr Sex-Dates vereinbart werden, könnten Frauen wie Männer doch in Zukunft höchst interessiert daran sein, ob die entsprechende „Machart“ weiterempfohlen werden kann. Ich weiß nur, dass manche Männer mit Vorliebe Huren bewerten, und sie dabei auch gerne mal verunglimpfen.

Ja, ja, ich habe den Text wirklich studiert. „Rate Your Date“soll dabei helfen, „Erwartungen an das erste Date zu erfüllen.“ Was letztlich heißen würde: Jeder Single hat die gleichen Erwartungen, und mit der Bespitzelung von Personen wird wahrscheinlicher, dass sie für andere erfüllt werden? Was für ein Unsinn.
Und der Rest?

Zitat:

Eine die Einführung begleitende Forsa-Umfrage hatte ergeben, dass 72 Prozent der weiblichen und 65 Prozent der männlichen Nutzer von Dating-Apps in Deutschland schon einmal enttäuscht waren, als sie ihr Online-Date im wirklichen Leben trafen.

Na und? „Schon einmal enttäuscht?“ Enttäuscht sind vor allem Menschen, die sich vorher Illusionen machen. Und selbst, wenn Forsa richtig gefragt haben sollte, sagen die Zahlen nichts aus: Wenn Sie im Leben 18 Dates hatten, könnte davon eines schlecht gewesen sein oder alle 18. Und wär das wirklich so dramatisch? Und halt mal: „Geschönt“ sind Profile doch sowieso, oder stellen Sie etwa Ihre schlechten Eigenschaften in den Vordergrund? Was bedeutete es eigentlich, wenn 51 Prozent der befragten User angeblich „geschönte Profile“ entdeckt haben wollen? War ihr eigenes Profil nicht geschönt?

Liebe Leute – wenn ihr eine Babywaage kauft, könnt ihr sie meinetwegen bewerten. Eine Hure zu bewerten ist im Grunde schon ehrenrührig (für die Hure, nicht für den Bewerter) und einen Menschen zu bewerten, der sich mit euch trifft, um euch kennenlernen, ist jenseits der Grenzen des ganz gewöhnlichen Respekts gegenüber euren Mitmenschen. Meine ich jedenfalls.

Wenn Sie darüber anderer Meinung sind – bitte, jeder ist seines Glückes Schmied. Aber ich würde meine Erfahrungen mit Dating-Partnern so wenig preisgeben wie wie ich möchte, dass sie andere von mir veröffentlichen.

Zitat: Via Finanznachrichten. Erfahrungsbericht bei Bento

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