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Wie man aus Tinder und Sexualforscher einen Artikel zusammenschustert

Die Presse steht mit Recht immer wieder am Pranger, weil sie in Überschriften Sensationsmeldungen verbreitet, die auf populären Stichworten beruhen. Diesmal ist es die Kombination von „Sexualforscher“, „Jugendliche“ und „Tinder“.

Der Sexualforscher heißt Jakob Pastötter, der verschiedentlich durch seine Beiträge über den Einfluss der Pornografie auf die Entwicklung der Jugend bekannt wurde. Die „Jugendlichen“ sind Menschen in der Pubertät und „Tinder“ und „Tinder“ steht bei der WAZ-Autorin Tatjana Tempel für Dating-Apps unterschiedlicher Art, nämlich „Apps wie Tinder“.

Und daraus wird dann diese Überschrift:

Sexualforscher: Jugendliche sollten Apps wie Tinder meiden.

Ging es überhaupt um Tinder? Da die WAZ den Artikel nur ihren Abonnenten vorbehält und andere nicht weiterlesen können, sind sie sicherlich gespannt, was der Professor über Tinder zu sagen hat, und siehe, folgender Satz wurde gegen Ende des Original-Artikels gefunden, den Herr Pastötter im Original gesagt hat:

Auf den dargestellten Bildern präsentiert man sich meistens sexy. Man reduziert sich selber, um große Wirkung zu entfalten. Jugendliche sollten daher den Kontakt zu Tinder vermeiden. Durch gemeinsam Erfahrungen, das ist das wie wir Menschen uns kennen lernen sollten – dann kann ein echtes Kennenlernen funktionieren.

Das mag alles sehr löblich sein – und doch klingt es professoral gestelzt. Denn „gemeinsame Erfahrungen“ sammeln Menschen in den Jahren, in der sie üblicherweise „in die Pubertät“ kommen, jeden Tag, an dem die Sonne aufgeht – ob sie dies nun wollen oder nicht, denn die Natur lässt sich ja nicht einfach „wegschalten“. Und zudem sollte der Herr Professor nicht versuchen, das Erwachsenenleben mit dem Leben von Kindern und Jugendlichen gleichzusetzen. Denn zwischen dem, wir wir einander kennenlernen „sollten“ und wie dies tatsächlich geschieht, klaffen üblicherweise Lücken, die erst durch Erfahrungen geschlossen werden können.

Bleibt die Frage, was dies alles mit Tinder, mit Dating-Apps oder überhaupt mit Dating zu tun hat.

Zitate: WAZ (geschützte Ausgabe)

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