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Das Beuteschema – Lösungen für Frauen?

Ich behaupte normalerweise nicht, dass Frauen ein „Beuteschema“ beim Entern von soliden Männern haben. Aber Frauen behaupten es von anderen Frauen, und wenn Frauen etwas von Frauen behaupten, dann behaupten Frauenzeitschriften gleich, es gehe alle Frauen an.

Also fragen wir uns doch mal: Was ist das „Beuteschema“? Und warum taugt der Mann, den die Piratin sich an Land gezogen hat, am Ende doch nichts? Oder im Frauenzeitschriften-Jargon gefragt: „Warum gerate ich immer an den Falschen?“

Im Grunde ist die Antwort klar: weil die Frau, die von dieser Manie betroffen ist, immer wieder genau den Mann sucht, mit dem dies passiert: Dieser Mann macht sie geil – sie will ihn und sie kriegt ihn auch. Allerdings nicht für lange.

Sie kann ihn entern – aber sie kann ihn nicht binden

Nun versucht diese Dame aber, den Mann an sich zu binden, und hier beginnen die wirklichen Probleme: Es geht nicht, jedenfalls nicht bei ihr. Ob eine andere Frau dazu befähigter wäre, ist meist nicht feststellbar. Also können wir feststellen: Gesucht werden liebevolle, erfahrene, potente und ungebundene Männer, die von Anfang an Mund und Muschi erfreuen und im Hirn den Impuls auslösen, den Kerl mit Haut und Haar auf ewig zu kapern.

Ach, die emotional „unfähigen“ Männer

Fragte sich doch: Warum sollte der Mann darauf eingehen, auch wenn er ungebunden sein sollte? In Frauenzeitschriften, Blogs und Gazetten liest man dann beispielsweise, diese Männer seien …

aus welchen Gründen auch immer emotional unfähig … eine erwachsene Beziehung zu führen.

Womit erst einmal wieder das übliche Frauenschema bestätigt wurde: Männer sind die Schuldigen, weil sie unreif oder selbstsüchtig sind. Dann folgt der übliche, psychologisch motivierte Rat: Ändern Sie sich, indem Sie ihre wirklichen Bedürfnisse feststellen.

Warum die Neuorientierung nicht funktioniert

Natürlich kam dem zustimmen – ja, es ist das Mittel der Wahl – und ja, eine Neuorientierung ist möglich. Aber warum wird auf die „wirklichen“ Bedürfnisse verwiesen? Warum wird nicht gesagt: „Stell erst einmal fest, was du überhaupt an Fähigkeiten mitbringst?“ Und … ja, warum kamen diese Frauen eigentlich nicht selbst auf diese einfache Idee?

Ich sag es mal auf die bittere Art: weil sie dazu nicht bereit waren und nach wie vor nicht dazu bereit sind. Weil solch eine Veränderung die Lebensgrundlagen infrage stellt und weil die Frau, die sich wirklich von Grund auf ändern will, dazu viel Mühe und viel Zeit benötigt. Klar – auch dafür gäbe es Lösungen. Aber sie schmerzen.

Und dann wäre da noch der Markt: Was bringt diese Frau mit, was bietet sie auf dem Markt an? Kann ein bisschen „Verhaltensänderung“ auf die Schnelle auch das Angebot verbessern, das von dieser Frau ausgeht? Ich wäre froh, wenn diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden könnte, aber ich zweifele daran.

Der Markt wird bewusst ignoriert

Denn sehen Sie: Der „Markt“ ist – insbesondere für Frauenmagazine und Frauenblogs – gar kein Thema. Und somit ist auch die Frage „was habe ich an diesem Markt an guten Eigenschaften zu bieten?“ für Frauenmagazine völlig irrelevant. Stattdessen, so wird geraten, sollte sich die Partnersuchende Gedanken machen, welchen Mann sie sucht, welche Charaktermerkmale er „mitbringen“ soll und so weiter … wäre s nicht viel wichtiger, zu wissen, welche Eigenschaften diese Frauen selbst einbringen müssten, um eine Beziehung zu gestalten?

„Wen will ich“ oder „wer bin ich“?

Das Kernthema bei der Partnersuche wird immer wieder darauf reduziert „was will ich“ oder „wen will ich“ – nicht nur von Frauen. Dabei wäre die entscheidendere Frage: „Wer bin ich, und was will ich auf der Welt? Und für den Partnermarkt: „Was kann ich bieten?“ oder „wer will eigentlich das, was ich bieten kann, und wie lange hält das vor?“

Diese Fragen stellen sich Partnersuchende viel zu selten. Aber einmal gestellt ergeben sich möglicherweise verblüffende Antworten.

Zitat aus „Beziehungsweise

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