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Dominanz bei Frauen ist gut, bei Männer aber schlecht?

Alles ist einfach, wenn man Wissenschaftler(in) ist, und dann lesen wir:

Ich sehe Frauenfeindlichkeit als ein Instrument, um das Bild der Frau als Gebende, Liebevolle und Fürsorgliche zu bestärken. Wenn Frauen sich machthungrig, gefühllos und dominant verhalten, geraten sie in Konkurrenz mit Männern – den historischen Nutznießern weiblicher Wohltätigkeit.

Ei, ei. Wenn sich Männer als machthungrig, gefühllos und dominant verhalten, werden sie allerdings keinesfalls geliebt – werde von anderen Männern, noch von der Gesellschaftsordnung. Das mag in Einzelfällen mal anders sein, wie etwa bei US-Präsidenten, aber es ist nicht die Regel. Es ist vielmehr die Sichtweise der Medien, die nicht das Volk, sondern ein paar „Großkopfete“ als Maßstab nehmen. Und das Gegenteil? Was ist, wenn Männer sich als Gebende, Liebevolle und Fürsorgliche geben? Ich sage es Ihnen – es ist längst der Normalfall, nur natürlich nicht immer und überall.

Entsprechend ist es bei den Frauen. Nur die „Gebende, Liebevolle und Fürsorgliche“ zu sein, taug nicht viel – denn wer jemals berufstätig war und Erfolg haben wollte, kam damit allein nicht weiter, was übrigens auch geschlechtsneutral ist. Und Frauen, die sich „machthungrig, gefühllos und dominant“ verhalten, scheitern nicht nur privat, sondern auch beruflich – wie eben auch die meisten Männer, die sich so verhalten.

Sehen Sie, wenn jemand Macht und Ansehen (denn darum geht es wirklich) gewinnen will, muss er sich seinem „Rudel“ oder der Affenhorde von Büromenschen anpassen und beobachten, wo sich seine (ihre) Machtpositionen ausspielen lassen oder eben auch nicht. Oh ja – glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.

Tatata .. und

in diesem System müssen (… Frauen) … den Mann auch sexuell umsorgen. Er bestätigt seine Dominanz, indem er das einfordert, und fühlt sich moralisch im Recht.

Das könnte man einen Titel drübersetzen: Realitätsverlust gegenüber dem Alltag – denn die sexuelle Totalumsorgung gibt’s vielleicht im Kino oder im Puff, aber nicht in der Realität. Und Papier (die Autorin hat, wie könnte es anders sein, ein Buch geschrieben) ist unendlich geduldig.

Zitate: Aus „die Zeit“ von Kate Manne. http://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-frauenfeinlichkeit-misogynie-kate-manne

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