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Warum Sie allein bleiben, wenn Sie sich zu wichtig nehmen

Wenn Sie wissen wollen, was heute mein letzter Gedanke war: Die Menschen nehmen sich heute übermäßig wichtig. Das wäre an sich kein Fehler, wenn sie andere im gleichen Maße wichtig nehmen würden.

Doch, was passiert?

Denken wir mal an ein Date und nennen wir die Dame mal Hannelore und den Mann Hans-Georg.

Die wichtige Hannelore geht also zu einem Date, das sie aus dem Lostopf der wichtigsten Datingagentur unseres Landes gezogen hat –Pardon, mit dem sie „gematcht“ wurde. Und nun sitzt also diese Hannelore mit einem Mann am Kaffeehaustisch. Offiziell lautet hier das Motto: Sie wollen einander näher kennenlernen.
Ach, was für eine Illusion!

Denn Hannelore nimmt sich bekanntlich sehr, sehr wichtig. Und sie hält die Vorstellung für wichtig (und oft einzig richtig), die sie von einer Beziehung hat. So weit werden Sie Hannelore noch zustimmen, nicht wahr? Schließlich geht es doch um ihre Zukunft!

Aber das wär ja noch Hans-Georg, der Mann aus dem Lostopf, das „Match“, der „wirklich passende Partner“. Jener Hans-Georg aber sieht sic keinesfalls als Objekt der Hannelore, und er hat seine eigene Vorstellung von Partnerschaft, denn es geht auch um seine Zukunft.

Doch Hannelore glaubt nicht, dass es um Hans-Georg geht. Sie kann sich gar nicht vorstellen, dass es überhaupt auf dieser Erde eine andere Vorstellung von Partnerschaft geben könnte, schon gar nicht, wenn man „gematcht“ wurde. Sie denkt gar nicht daran, dass Hans_-Georg andere Ideale, andere Lebensinhalte oder von ihrer Norm abweichende Zukunftsvorstellungen haben könnte.
Und wenn das doch so sein sollte, dann kommen Hannelore und Hans-Georg nicht zusammen. Denn bevor beide überhaupt dazu kommen, ihre Vorstellungen offen und ehrlich zu entfalten, hat Hannelore das Haar in der Persönlichkeitssuppe von Hans-Georg gefunden, und ihr Hirn schreit: „Das geht ja gaaaahnicht!“

Vielleicht geht es wirklich nicht. Aber anderseits könnte es natürlich auch sein, dass Hannelore sich für zu wichtig nimmt. Oder dass sie einfach Vorstellungen hat, die der Realität nicht standhalten. Veil wahrscheinlicher aber ist, dass sie Hans-Georg nicht als eigenständige Person sieht, sondern will, dass er nahtlos in ihr Leben passt. Und ja – dazu könnet man dann doch wieder sagen: Hannelore nimmt sich einfach viel, viel zu wichtig.

Ach ja – Hannelore wird nie mit Hans-Georg zusammenkommen. Und auch nicht mit mit Jan oder Ludwig, oder jedem anderen ehrlichen Mann, der ihr sagt, was er will und wohin er will.

Es gibt zu viele Hannelores. Viel zu viele.

Und es gäbe … ja, es gäbe Lösungen für so ein Dilemma. Und eine sehr Naheliegende: den anderen so wichtig zu nehmen, wie sich selbst.

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