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Online-Dating – nichts für Menschen mit schwachen Nerven?

Eines wird immer deutlicher: Online-Dating ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Ich sage da nicht einfach aus dem „hohlen Bauch“, sondern ich lese dies fast täglich in einem Blog, das dem Online-Dating durchaus zugewandt ist. Ob die Personen, die dort schreiben, real sind, weiß ich nicht. Wenn es so wäre, dann stünde es allerdings nicht gut um das Online-Dating, denn immer wieder lese ich angebliche „Berichte“ von Frust-Frauen, die letztendlich vom Online-Dating, vom Dating generell und insbesondere (angeblich) von den Männern enttäuscht sind. Dieses Blog ist keinesfalls allein mit all den hochemotionalen Negativ-Aussagen, die neuerdings sinnloserweise in Frauen-Zeitschriften veröffentlich werden. Kaum ein Tag vergeht, an dem die Redakteurinnen der angeblich renommierten Blätter für Damen eine aus der Luft gegriffene Scheinmeldung über „fiese Datingtrends“ vermarkten. Der Wahrheitsgehalt solcher angeblichen Meldungen interessiert dort offenbar niemanden. Aber natürlich ist diese Miesmacherei für jeden Menschen schädlich, der sich überlegt, ob er Online-Dating betreiben sollte.

In den letzten Tagen habe ich einen ganz interessanten Artikel gelesen, aus dem deutlich wird, dass Onlinedating immer tiefer hinterfragt wird. Und tatsächlich hat die junge Autorin herausgefunden, wo der Knackpunkt liegt, indem sie schreibt:

Online-Dating kann definitiv für einige zum Erfolg führen, aber es erfordert eine robuste Haut und eine pragmatische Einstellung – besonders in großen Städten, wo es viel Wettbewerb gibt. Mit meiner ganz und gar nicht robusten Haut und meinen gehobenen romantischen Zielen von wahrer Liebe … bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht schon längst aus dem Spiel ausgeschieden bin.

Ich glaube nicht, dass dies so sein muss, und ich meine auch nicht, dass dies für alle so ist. Aber der wahre Trend, der sich abzeichnet, ist doch der: Die ganze Chose mit dem Online-Dating ist in eine Krise gekommen. Nun rächt sich, dass die Anbieter niemals wirklich innovativ waren und die neuen, sogenannten „Gründer“ nie wirklich kreative Ideen für Kennenlern-Methoden hatten, sondern auf die „schnelle Kohle“ gehofft hatten. Und das heute von den „etablierten Singlebörsen“ eingenommene Geld wird so gut wie nur noch dafür verwendet, dass die Kapitalgeber zufrieden grinsen – währen der einzelne Suchende nur noch als Zahl in der Bilanz auftaucht. Ein bisschen ist es so wie in der Politik: Das Volk macht noch zähneknirschend mit, weil es kaum wirkliche Alternativen gibt, aber zufrieden ist keiner so recht.

Empfindsame und mimosenhafte Frauen haben das Nachsehen

Für mich wirft die feminisierte Berichterstattung über Online-Dating zudem einen dunklen Schatten auf das Bild der Frau im 21. Jahrhundert. Es kann doch wohl nicht sein, dass Frauen ständig ihre emotionalen Schwächen präsentieren, sich in andere, längst vergangene Welten zurückwünschen und „pikiert“ reagieren, wenn die Chose nicht so läuft, wie sie sich alles vorstellten.

Zwei Gruppen von Menschen profitieren vom Online-Dating

Und deshalb: Online-Dating ist eine gute Sache für zwei Gruppen von Frauen und Männern: erstens die wachsende Gruppe derjenigen, die spielerisch mit dem Thema umgehen, und die wissen, dass die Partner(innen) selbst noch herumsuchen wollen – da kommen dann die ONS und andere Kurzzeit-Beziehungen zustanden. Die andere Gruppe besteht aus den ernsthaft Suchenden, die eine Beziehung wollen. In dieser Gruppe sind diejenigen erfolgreich, die mit Offenheit, Toleranz und Kompromissbereitschaft suchen.

Noch ein Wort zum „Dating-Frust“: niemand (außer vielleicht den Anbietern) hat jemals behauptet, das Leben verlaufe leicht und locker und ohne Enttäuschungen. Wer Erfolge will, muss Ziele haben, sich anstrengen und auf dem richtigen Weg das Mögliche zu erreichen versuchen. Mehr nicht.

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