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Warum immer mehr Menschen beim Online-Dating versagen

Dieser Artikel handelt davon, wie Online-Dating entstand, warum immer mehr Menschen beim heutigen Online-Dating versagen, und wie Sie das ändern oder wenigstens in den Griff bekommen können. Voraussetzung: Sie ändern sich selbst.

Der Anfang: Risiko und Mut führten zum Erfolg

Zu Anfang war es eine Minderheit, die sich für das „Kennenlernen eines völlig Fremden“ oder das „Kennenlernen auf Entfernung“ entschied. Das Verfahren war kompliziert und risikoreich, weil man so gut wie gar nichts über die Person erfahren konnte, die da annoncierte – in der Zeitung. Denn diese war das einzige Medium, das zur Verfügung stand. Wer sich auf das Abenteuer einließ, bekam bald ein Bild der geistigen, sozialen, emotionalen und merkantilen Durchsetzung der Gesellschaft. Je nachdem, wo man annoncierte oder las, konnte man das ganze Spektrum der Lüste und Nöte alleinstehender, geschiedener oder verwitweter Frauen überstreichen. Von den „etwas anspruchsvollen Mädchenfrauen“, die ihre Körper als Luxusartikel an reiche Ehekandidaten vermarkteten, bis zur „Tochter mit Abitur“, die zwar eine Reifeprüfung hatte, der es aber ansonsten an jeder Reife mangelte. Jeder, der sich auf den Menschenzoo einließ, ob Frau oder Mann, wusste, dass Vorsicht und Nachsicht, Lust und Frust, Freud und Leid auf dem Programm standen.

Die besten Strategien der Anfangszeit des Online-Datings

Dann kam die Phase, in der die noch wenigen Computerbesitzer mit Internetanschluss die Online-Anzeigendienste entdeckten, später auch die bereits recht gut organisierten Online-Parterdienste, allen voran neu.de und Parship. Neu.de war damals eine gute Idee für Menschen, die genügen selbstbewusst und abenteuerlustig, offen und frustresistent waren. Die Möglichkeiten waren tatsächlich unendlich groß, und man konnte – was neu war – wirklich recht viel über die Kandidatinnen und Kandidaten erfahren, wenn man wollte. PARSHIP stellet von Anfang an Hürden auf, die man überspringen musste – die „Algorithmen“, die dahinter standen, aber auch eine gewisse rigide Auswahl nach sozialen Kriterien lockte die einen und schreckte die andern ab. Es gab andere, sicher. Aber die beiden Marken stehen stellvertretend für den Anfang. Das Wichtigste: Die Transparenz führte zu etwas sichereren Kriterien bei der Auswahl. Und wer sich selber kannte, der wusste auch halbwegs, auf welche Risiken und Chancen er sich einließ, wenn er diesen Weg ging. Neben starken Persönlichkeiten mit hohen Frusttoleranzen hatten hier vor allem Jägerinnen und Jäger Erfolg, die dem anderen Geschlecht bestenfalls ein wenig Lust abgewinnen konnten, aber kaum an eine Beziehung dachten. Wer ernsthaft suchte, wusste auch, dass „zugreifen und festhalten“ die beste Strategie war, wenn man jemanden gefundene hatte, den man wenigstens zu Dreiviertel wollte – und (was ungleich wichtiger war), der einen hohen Prozentsatz an Sympathie und ähnliche Toleranzen verspürte.

Worum es heute geht – Selbstbewusstsein und Kompromissfähigkeit

Ich muss nun auf das „Heute“ kommen. Alles, was ich beschrieben habe, gibt es noch. Aber es gibt eine große Anzahl von Menschen, die weder wissen, was oder wen sie wollen – noch was oder wen sie bekommen können. Sie leben wirklich „im Wartesaal zum großen Glück“ und leben dort „mit Wünschen von übermorgen“, so wie es im Chanson von Walter Andreas Schwarz einmal treffend hieß:

Im Wartesaal zum großen Glück
Da warten viele, viele Leute
Die warten seit gestern auf das Glück von morgen
Und leben mit Wünschen von übermorgen.

Neu an diesen Wartenden ist, dass sie glauben, Anspruch auf jemanden oder etwas zu haben. Sie sind Glücksritter oder Goldgräberinnen in einer Welt, in der das Glück schnell weggefressen wird und das Gold unerschwinglich geworden ist. Die Worte „Kompromisse“, „Abwägungen“ oder „Anpassung an die Verhältnisse“ sind Schimpfworte für diejenigen, die warten … dun warten … und warten.

Frust, Rückzug udn Schuldzuweisungen helfen nicht

Ein Teil von ihnen beginnt, sich zurückzuziehen. Ein anderer Teil weint sich öffentlich aus, was Sie in einschlägige Blogs immer wieder lesen können. Es sind arme Menschen, die nicht gelernt haben, an sich selbst zu arbeiten oder ihr Gehirne in die Mauser zu schicken – aber leider auch solche, die sich im Wehklagen gefallen. Und – es sind diejenigen, die Ratgeberbücher kaufen, die ihnen nicht wirklich weiterhelfen, weil sie nicht „etwas“, sondern „sich“ ändern müssen. Und schließlich sind es all jene, die immer und überall den anderen die Schuld zuschieben, wenn ihnen etwas nicht gelingt.
Das Fazit? Wer sich nicht dazu eignet, Online-Dating oder überhaupt „Dating“ zu betreiben, der möge es bitte bleiben lassen – er nervt nur. Und alle anderen, die erfolglos waren, sollten einmal Inventur in ihrem Leben machen – und das Licht realistischer Betrachtungsweisen zulassen. Es ist letztlich ein gutes Mittel, das hilft, sich selbst besser einzuschätzen.

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