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Vernunft und Augenmaß sind besser als „#MeToo“

Sollte die Liebe Pur etwas zu „#MeToo“ sagen? Ich setze einen Satz davor, der Sie verblüffen wird: Facebook und Twitter sind unkontrollierbare Medien, die keinen gesellschaftlich oder presserechtlich anerkannten Gepflogenheiten folgen. In Wahrheit stärkt die Bewegung „#MeToo“, diese Medien und niemanden sonst. Und es ist eine Art kollektives Mobbing auf einer pseudo-intellektuellen Ebene – „Globales Mobben auf akademisch“, wenn man so will.

Übergriffe sind immer persönlich – Anschuldigungen meist kollektiv

Jeder vernünftige Mensch (es gibt noch ein paar davon) würde sagen: OK, wenn da Scheiße passiert, dann muss man über Scheiße reden. Frauen müssen mit Männern reden, und Männer mit Frauen. Was Frauen nicht erfreuen wird: Bei ihnen wäre über Vermeidung, Abhärtung und Abwehr zu reden – nicht, weil ich es gerne so hätte, sondern weil dies die einzigen persönlich wirksamen Methoden sind. Übergriffe betreffen immer zwei Personen, nicht „Frauen als solche“ oder „Männer als solche“.

Warum es im Prinzip geht, sagt etwas schwammig und intellektuell überhöht ein Mann (Harry Nutt) in der Berliner Zeitung:

Um Verletzlichkeit, Kränkung, Wut und Würde geht es auch in den Solidaritätsbekundungen der „#MeToo“-Debatte. Um sie politisch und sozial wirksam zu machen, wird es aber darauf ankommen, nicht zu stark zu partikularisieren (1) und die Ermächtigung weder in der Opferhaltung noch in einer Hexenjagdstimmung zu suchen

Was eigentlich nicht anderes heißt, als die Diskussion von ihren fragwürdigen Plattformen ins Volk zu tragen, zu Ihnen und zu mir, zu Frauen und Männern, die das ganz normale Menschsein überhaupt noch wahrnehmen. Daneben rät der Autor richtigerweise, von einer Opfermentalität ebenso abzusehen wie von der Hexenjagd und – ich ergänze – dem Männer-Mobbing und dem Hass, der von derartigen Aktionen ausgeht.

Das „richige Leben“ zählt, udn dort müssen wir leben und reden

Ist dies gesagt und verstanden, so können wir getrost einmal auf das richtige Leben schauen und auch auf die Aspekte der „Treffen mit Fremden“ eingehen, sprich: Wir können vom Online-Dating reden. Wenn Frauen dort vulgären sexistischen Angriffen ausgesetzt sind, wenn sie dabei missachtet oder bedrängt werden, wenn ihre Gefühle absichtlich verletzt werden oder wenn sie ohnehin nur als fleischliche Masturbatoren gesehen werden – dann müssen sie reden, und zwar deutlich und konsequent.

Bei allem Respekt vor Betroffenheit – etwas verändern kann man nicht durch das Aufbrausen fragwürdiger, öffentlich vorgezeigter Emotionen. Nötig sind – wie überall – Augenmaß, Vernunft, Kommunikationsfähigkeit und eine gewisse Wehrhaftigkeit gegenüber den Anfängen.

(1) Partikularisieren: Vereinzeln, absondern, in Teile zerlegen, beispielsweise in Ethnien, Religionen oder auch Frauenbildern.

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