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Jugend: Vorteile gegen Sex tauschen wie bei den Bonobos?

Die Welt ist schon merkwürdig : Da gab es angeblich „unter Experten“ gewisse Gerüchte, die in der Basler Zeitung so formuliert wurden:

Diese hatten von Tauschgeschäften unter Jugendlichen erfahren, die mit sexuellen Handlungen zu tun haben. Die Experten stellten sich daraufhin die Frage, ob es sich dabei um vereinzelte Fälle oder um eine neue Realität handelt, der wir uns stellen müssen.

Mit anderen Worten und sehr verkürzt: Verkaufen sich junge Frauen an gleichaltrige Männer?

Oh, die Forscher waren gründlich und verkünden:

Was wir aber sagen können, ist, dass es sich um eine sehr kleine Minderheit handelt.

Also: Jugendliche Schweizerinnen und Schweizer verhalten sich nicht wie die Bonobos. Sie tauschen keine Mandarinen gegen Sex. Nun könnte man eigentlich einen Punkt machen und sagen: „Braves Schweizermädel, deine moralischen Standards sind über alle Alpengipfel erhaben.

Äh – ja, könnte man. Aber erzählen Sie mal der Presse, die Jugend sei übermäßig brav und sexuell kondombeschichtet keimfrei. Das geht natürlich nicht, und also schrieb die Gratis-Zeitung 20 Minuten folgende Überschrift: Tüüschli-Sex ist für manche völlig normal, und es geht so weiter:

Sex gegen Geld oder ein Dach über dem Kopf: Eine Studie zeigt, dass sich einige junge Menschen zu sexuellen Handlungen verpflichtet fühlen.

Einige also betreiben „Tüüschli-Sex“, heißt konkret überwiegend: Frau tauscht Sex gegen Arbeit und Brot, Mietschulden und Bargeld.
Soll ich‘s mal brutal sagen? Das ganze, vom Studienbeginn angefangen, ist ein absoluter Blödsinn. Wer würde schon forschen, wenn irgendwo ein Kasper aus der Bude hervorkommt und sagt: „Tri-Tra-Trullala, die Jugend, die verhuret da?“ Und an die Forscher gerichtet: wenn man schon forscht, warum dann nicht so, dass die Ergebnisse halbwegs repräsentativ oder gar hieb- und stichfest sind?

So viel ist klar, und dass hat auch die etwas eigenartige Studie ergeben (Basler Zeitung):

Sobald Sexualität im selben Satz wie Tauschgeschäft angesprochen wird, denken die Jugendlichen sofort an Prostitution – und das möchten sie auf keinen Fall. Sie wollen sich klar davon distanzieren.

Bezahlen in sozialen Währungen?

Eine ganz andere Frage: was wäre wenn mit anderen Währungseinheiten als Schweizer Franken, Mieterlass oder Nahrung bezahlt worden wäre? Beispielsweise mit Sozial- oder Emotionswährung? Was, wenn der Transfer in Macht und Ansehen stattgefunden hätte statt in Geld? Oder nicht so abstrakt: Wie attraktiv, machtvoll oder sozial bedeutend musste der Mann sein, damit die junge Schweizerin zu ihm ins Bett stieg?

Niemand tut es, aber es geschieht dennoch

Gehen wir mal weg von den Jugendlichen. Kaum eine Frau wird jemals zugeben, sich dann und wann den Lebensweg mit sexuellen Vergünstigungen geebnet zu haben. Das ist verständlich und sollte nicht kritisiert werden. Aber es ist eben vorgekommen – und vermutlich kommt es heute wieder irgendwo vor. Es ist so alt wie die Welt.

Mehr über Bonobos und sexuelle Angebote auch in „Freitag

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