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An einem Menschen nur zu Anteilen beteiligt sein?

Ich weiß nicht, ob Sie darüber lachen können. Aber als man einem reichen Mann verriet, seine feste Freundin habe noch einige andere Galane, sagte re den denkwürdigen Satz:

„Es ist besser, an einer guten Sache zu 25 Prozent beteiligt zu sein als an einer schlechten mit 100 Prozent“

Was ich Ihnen heute schreibe, ist denkbar unseriös, verstößt gegen die selbst auferlegten Regeln für das, was ich schreiben sollte, und es ist empörend. Aber es hat einen Vorteil: Es ist die Wahrheit, und die zitiere ich mal:

Er hat noch ein anderes Leben mit einer anderen Frau. Darüber reden wir aber selten. Viele Männer und Frauen haben ab Mitte 30 noch ein anderes Leben.

Manche Frauen und Männer mausen sich dieses Leben zulasten anderer Frauen und Männern. Das ist nicht sehr fein, zugegeben. Aber sehr effektiv, weil man/frau stets aufgeschlossene, sinnliche und erfahrene Partner(innen) hat. Sie haben sicher geahnt, dass es sich um ein Liebesleben handelt.

Andere – und die sind mir lieber – mausen gar nichts, sondern holen sich, was ihnen Freude bereitet bei anderen, die davon reichlich zu verschenken haben. Sie gehen ein gewisses Risiko ein, dass alles (mangels Erfahrung und Übung) nicht so perfekt ist, aber ähnlich erregend. Was sie tun, reicht ihnen aus – Beziehungen sind nicht ihr Ding.

Wieder andere sind ehrliche Zahler für die Lust, werden aber gleichwohl angegriffen, weil sie damit den Menschenhandel fördern, was zutreffen mag oder auch nicht. Jedenfalls ist es ein Vorwurf, der nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Entsprechend schämen sich viele dieser Männer und einige dieser Frauen. Einmal, wie sie „dies nötig haben“ und dann, weil jenseits des „Anständigen“ eine Schwelle zu einem Milieu aufgetan wird, das ihnen nicht als angemessen erscheint. Außerdem riskieren zumindest die Männer, von der Öffentlichkeit als „Freier“ diffamiert zu werden.

Ist es dennoch möglicherweise besser, an einer wundervollen Person nur einen Anteil von einem Viertel zu genießen? Oder noch weniger?

Was, wenn Sie es gar nicht wissen? Dann schwelgen Sie möglicherweise in Lust und Wonne. Warum sollten Sie nicht? Ist Ihnen etwas Böses passiert? Haben Sie nichts gewonnen? Oder mal als Gegenfrage: Was haben Sie schon gegeben? Waren es Geschenke, Euros, Zeiteinheiten, Sozialtaler oder eine unbekannte Emotionswährung, von der Sie reichlich ausgegeben haben?

Frauen reden in diesem Zusammenhang sehr gerne darüber, dass sie „sehr viel Gefühle investiert“ haben. Ja, das haben Sie vielleicht. Aber haben Sie in etwas Schlechtes investiert? Gab es keine lustvolle Dividende?

Noch ein Zitat aus der ZEIT:

Lieber werde ich in der stillen Begleitung meiner Kaffeetasse an das Schöne denken, das wir haben, wenn es sich ergibt.

Ja, warum eigentlich nicht? Denn so, wie Sie an der Lust eines anderen nur zu 50 oder 25 Prozent beteiligt sind, können sie ja auch emotionale Anteilscheine an ihrer Lust ausgeben.

Oh ja – da kommt erneut Empörung auf, nicht wahr? Und – es ist vielleicht kompliziert. Es fordert ein Zeit-und Gefühlsmanagement. Und möglicherweise haben Sie Gewissensbisse. Sehen Sie, das gehört alles dazu.

Wenn Sie es tun sollten und Freude daran haben, warum nicht? Wenn Sie es aber tun und Sie das Gewissen plagt, dann lassen Sie es bitte bleiben.

Zitate aus: Zeit Magazin.

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