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Der Falsche, der Richtige, der Falsche

Ach ja – da hab ich etwas gelesen über die Frage, was passiert, wenn der „Richtige zum falschen Zeitpunkt“ kommt. Klar eignet sich das für Frauenzeitschriften, Boulevardblätter und andere Medien, die keiner Logik folgen müssen. Wenn wir die Sache mal richtigstellen, dann gibt es diese Möglichkeiten:

1. Der Richtige kommt im richtigen Moment.
Dann war er der Richtige, der Moment war richtig, und beide waren bereit. Das wollen wir doch, oder? Aber – da zeigt sich erst viel später, dass es den Moment gab und dass er (sie) „richtig“ war.

2. Der Richtige kommt im falschen Moment.
Dann ist die Frage, was am Moment denn nun falsch war. War es überhaupt der Moment, der falsch war, oder war die ganze Chose im Grunde aussichtslos? Sehr wahrscheinlich: Am Moment war nichts falsch – es war nicht wirklich „der Richtige“.

3. Der Falsche kommt im richtigen Moment.
Das passiert oft und ist eigentlich ganz normal – der Moment ist da, in der sich jemand binden will. Aber derjenige, der sich anbietet, ist nicht derjenige, der es sein sollte: ganz normale Situation. Kein Grund, an sich zu zweifeln.

4. Der Falsche kommt im falschen Moment.
Ist das so, dann gibt’s was zum Spekulieren – da kann frau sich monatelang Gedanken machen – oder die Sache ganz schnell vergessen. Momente sind flüchtig, und es gibt immer mehr „Falsche“ als „Richtige“.

Eine der Fragen, die ich mir dauernd stelle, ist diese: Müssen wir eigentlich alles so sehen, als sei es in den Tiefen der Psyche begründet, und müssen wir wirklich so behutsam mit den „armen Seelen“ umgehen?

Ich denke, da dürfen wir deutlich brutaler sein. Die Menschen, die ständig darüber lamentieren, dass bei ihnen etwas „falsch läuft“ sollten sich vergegenwärtigen, dass sie nicht der Mittelpunkt des sozialen Universums sind, um das sich der Rest gefälligst zu drehen hat.

Natürlich – ich glaube es manchmal, Sie glauben es manchmal, und selbst mein Hund glaubt es öfter, als mir lieb ist. Tatsächlich steht uns frei, uns gelegentlich zu fühlen, als seien wir der Mittelpunkt des Interesses. Und ab und an ist es auch schön, mal im Mittelpunkt zu stehen.

Dennoch ist all dies extrem unrealistisch. Im Alltag sind wir sehr oft nicht derjenige, um den sich alles dreht, sondern wir müssen uns bemühen, andere zu stützen, zu fördern und zu begleiten. Und – wir müssen uns selbst disziplinieren, wenn wir mit anderen im Team arbeiten.

Was nun die Partnersuche betrifft, so sollten wie insbesondere Frauen sagen: Ihr seid nicht „über alles begehrt“, auch wenn es so scheint. Ihr seid gegenwärtig oder vorhanden, und es ist manchmal schön, euch anzusehen und mit euch zu sprechen. Aber das heißt nicht, dass ihr ständig im Mittelpunkt unseres Interesses steht.

Wenn eine Frau und ein Mann einander begegnen, bedeutet das nicht mehr, als dass eine Frau und ein Mann zusammenkommen. Und wenn sie Interesse aneinander finden, bedeutet dies nichts als Interesse. Wenn sie miteinander ins Bett gehen, heißt dies nur, dass sie miteinander ins Bett gehen. Es hat mit dem (oder der) „Richtigen“ gar nichts zu tun. Und wenn, was leider sehr oft vorkommt, einer von beiden nach ein paar Monaten sagt: „Ich bin für eine Beziehung (noch) nicht bereit“, dann ist das so. Es war eben falsch, in ihm (ihr) den „Richtigen“ gesehen zu haben.

Das ist alles. Mehr ist nicht drin, und je eher Singles begreifen, dass nicht jede und jeder, mit dem man schöne Tage und Nächte verbringen kann, auch ein Lebenspartner werden muss, umso besser.

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