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Das arme Sexualobjekt und die schnöde Realität

Jungen sehen in Mädchen häufig vor allem die Objekte ihrer sexuellen Begierden. Das führt gelegentlich dazu, dass sie darüber alles vergessen – vor allem Anstand, Höflichkeit und Zurückhaltung. Und – wen wundert es – das tun sie auch beim Online-Dating, falls man die App-Spielzeuge, die sie in Händen halten, als „Online-Dating“ bezeichnen darf. Denn es handelt sich um Schüler, die da beforscht wurden.

Inzwischen benutzen die Forscher einen ihrer seltsamen Fachbegriffe, in diesem Fall „Digital Dating Abuse“ (DDA), was man als „Online-Dating-Missbrauch“ übersetzen könnte.

So weit, so schlecht. Doch lassen wir „Digital“ mal weg, dann ist es der ganz normale Wahnsinn: Sehr junge Männer, noch chargierend zwischen Kindlichkeit und Erwachsensein, suchen nach Möglichkeiten und Grenzen. Und auch junge Mädchen müssen erst einmal lernen, Frau und erwachsen zu sein. Dass es dabei nicht zugeht wie in der Klosterschule, dürfe eigentlich klar sein. Mädchen, so heißt es, würden von den Jungen teilweise als „Sexualobjekte“ angesehen. Das trifft sehr wahrscheinlich zu, solange die Jungen noch zu unreif sind, um lustvolle Liebesbeziehungen oder sinnreiche Partnerschaften einzugehen – was übrigens auch für die Mädchen zutrifft.

Wir hören von den Forschern, dass sowohl Mädchen als auch Jungen das Opfer digitaler Übergriffe würden, und dass Mädchen stärker unter den digitalen Übergriffen leiden würden als Jungen. Und die Konsequenz? Sie wäre eigentlich. Mädchen resistenter gegen virtuelle Nötigungen und andere Übergriffe zu machen – denn diese „grünen Jungs“ werden kaum lernen, sich zu zügeln.

Selbstverständlich wäre es ebenso möglich, sich von den Quellen der Übergriffe fernzuhalten, doch das süßt offensichtlich auf taube Ohren. Die Teilnehmer(innen) behaupteten, täglich gegen 50 Textnachrichten zu senden oder zu empfangen, und im Mittel 22 Stunden pro Woche in sozialen Medien zu verbringen. Wie wäre es, dies einfach zu verändern?

Es gilt eine einfache Regel: Wer am „großen Spiel“ heftig partizipieren will, muss sich ein „dickes Fell“ zulegen und auch in schwierigen Lagen emotional gelassen oder jedenfalls angemessen reagieren. Und wer das nicht oder noch nicht kann, der muss solange auf das Spiel verzichten, bis er die nötigen Fähigkeiten hat.

Und das gilt nun wirklich auch für Erwachsene, die Online-Dating betreiben.

Quellen: Abstract aus der Forschung, wenig aussagefähig.
Pressebericht (englisch) darüber in Science Daily.
Deutsch: Deutschlandfunk.

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