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Wählt die Treue konservativ?

CDU – die Bürgerpartei als konservative Hochburg?

Bürgerliche Konventionen, ob reichlich angestaubt oder zeitlos, findet man hauptsächlich im „bürgerlichen Lager“ – wen wundert es eigentlich? Das heißt nun nicht, dass alle treuen Partner CDU wählen oder dass alle CDU-Wähler treu sind. Oder sie glauben es jedenfalls. Oder die Elite-Parter Wahlstudie will es uns glauben machen. Die wichtigste Zahl: 87 Prozent der Befragten suchen angeblich einen „fürsorglichen Partner“, der allerdings auch noch enorm erfolgreich sein muss, jedenfalls bei 49 Prozent der Befragten. Und sie behaupten, treu zu sein – am treusten jedenfalls bei der Befragung, aus der ich zitiere (1).

Die Sozis – treuer Freund, schlechter Sex

Wenn ich richtig gelesen habe, sind SPD-Wähler vor allem bieder, stinktreu (73 Prozent) und wenig sexbegeistert (75 Prozent). Allerdings hat der Sozialdemokrat einen Vorteil: Er sucht in der Beziehung eher Partnerschaft und Freundschaft – und (das halte ich für wichtig) er möchte seien Partnerschaft weiterentwickeln. Sehr lobenswert, denn das ist im konservativen Bürgertum eher unüblich.

Grün – Anpassungsfähigkeit als Plus

Selbstbewusst und akademisch wünschen sich die Wähler der Grünen demnach ihre Partner, und – was vorteilhaft ist – sie sind dabei offenbar anpassungsfähig, denn 62 Prozent der Befragten würden ihre Lebensgewohnheiten für den Partner ändern. Ich denke, das zeichnet sie aus, denn Konservative kleben nach der Volksmeinung an der Scholle, am Dialekt und an der Mischpoke.

Die Liberalen – Nase weit oben, seitensprungtolerant

Bildung und Aussehen – die Wähler der Liberalen tragen die Nase angeblich hoch: 91 Prozent wollen angeblich beste Bildung, 71 Prozent gutes Aussehen. Immerhin kennen die Wähler der FDP auch die Konsequenz daraus: 70 Prozent würden ihrem Partner eine Affäre verzeihen.

Linkspartei – hybrid konservativ auf sozialistisch

Sie gelten als bodenständige Menschen, die nicht konservativ sein wollen. Und sie sehen sich selbst als Geistesmenschen: 94 Prozent glauben, dass es beim Partner auf Intelligenz ankommt. Treue ist ihnen hingen kaum wichtig – so votierten jedenfalls 89 Prozent der Befragten, die dennoch angaben, selbst stets treu zu sein- jedenfalls zu 18 Prozent.

AfD –ein Kessel Buntes

Tja, da ist kaum Einheitliches zu erkennen. Eher schon ein bisschen „ach Sex ist toll“ Oder „wenn ich mich trenne, kommt schon wieder jemand ins Haus geflattert“. Und schön soll der Partner / die Partnerin sein, oder in Befragungs-Deutsch: „Optisch ihrem Typ entsprechen (70 Prozent). Und dann las sich noch: „Um dem Partner zu gefallen, würden sie auch selbst investieren und ihr Äußeres verändern (36 Prozent).“ Oh, oh – sehe ich da neue Klamotten oder Silikonbrüste?

Und das Fazit? Parteien sind nicht alles

Also (ganz lang gezogen) … das alles ist natürlich eigentlich ein Blödsinn. Und die Zahlen und Prozentangaben sind lediglich ein bisschen Spielmaterial für Journalisten. Nicht jeder CDU-Wähler klebt an der Scholle und will möglichst, dass sich nichts verändert. Und nicht jeder Sozialdemokrat trotzt vor Biederkeit und Lustlosigkeit. Die Grün-Wähler machen etwas Schlaues: Sie sind bereit, ihre Lebensgewohnheiten anzupassen – aber sicherlich nicht die ideologisch verbohrten unter ihnen. Und tatsächlich sind Liberale nicht wirklich so hochnäsig wie ihre angeblichen Eliten. Die Wähler der Linkspartei hängen leider zum großen Teil immer noch an ihrer DDR-Ostalgie – in ihnen findet immer noch das „Denken des Ostens“. Und die AfD? No Comment.

Main Rat: Wenn ihr(e) Partner(in) nicht ideologisch verbohrt ist, geht alles zwischen CDU, SPD, Grün und Liberal. Es geht ja nicht darum, was diese Parteien politisch durchsetzen wollen – sondernd darum, ob das neue Paar gemeinsame Werte findet und weiterentwickelt. In der Regel sind nicht die Werte, die sich in Parteiprogrammen finden lassen. Insofern ist die Aussage: „44 Prozent der Deutschen ist es wichtig, dass ihr Partner ihre politische Einstellung teilt“ ein wenig übertrieben.

(1) Die Zahlen entnahm ich dem Wochenblatt, das seinerseits wieder Daten aus der ElitePartner-Wählerstudie 2017 zitierte.

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