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Tinder: nicht sehr revolutionär – aber sozial fragwürdig

Tinder galt lange Zeit als „die Revolution im Online Dating“. Davon ist offenbar recht wenig wahr und der Rest – vermutlich eine Seifenblase.

Was Tinder (und all die anderen, die es vormachten und nachempfanden) auszeichnet, ist vor allem ein Spiel mit dem Ego: „Werde ich beachtet?“, und den Möglichkeiten („wer ist in der Nähe? Ist er/sie zu haben? Ist er/sie attraktiv?“)

Chancen für Frauen – und für Männer?

Das allein ist ein fantastisches Spiel doch wie sind die Chancen auf ein Date? Sehr unterschiedlich. Frauen bekommen wesentlich mehr „swipes“ und Matches als Männer, und dies mag die Männer sowohl enttäuschen wie auch beruhigen. Zwei ähnlich attraktive Profile, die Forscher als „Fakes“ auf Tinder veröffentlichten, ergaben eine Matching-Quote von 10,5 Prozent bei Frauen und nur 0,6 Prozent bei Männern. Und nun bitte ganz ruhig sitze bleiben: Die meisten dieser Männer waren homosexuell oder bi.

Durch Tinder kaum etwas Neues

Die „Dating Apokalypse“ blieb aus – man fand bei Tinder keine Anzeichen für sexuelle Verhaltensweisen, die wirklich neu waren – alles wie gehabt, nur möglicherweise schneller. Und noch etwas: Tinder und all seine Nachahmer könnten einen Negativeffekt haben, der in dieser Schärfe noch nicht gesehen wurde:

Tatsächlich könnten (… solche Apps…) Männer und Frauen dazu bewegen, eher in geschlechtstypischen Stereotypen zu handeln – was man als einen Schritt zurück ansehen könnte.

Gender-Sterotypen werden möglicherweise bestätigt

Ist es wirklich ein Schritt zurück oder die Realität? Denken nicht die meisten eher bildungsfernen Menschen ohnehin in Gender-Kästchen? Sind es nicht die politisch Liberalen oder der intellektuellen Eliten, die sich wirklich Gedanken über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Geschlechter machen?

Inn Stereotypen denken viele – insbesondere konservativen Frauen und Männer, aber auch von Feministinnen und Maskulinisten. Frauenzeitschriften stehen an der Spitze der Gazetten, die Unterschiede immer wieder kultivieren. Das Resultat dieser Spaltpilze der Gesellschaftsordnung ist dann eben oft, Scheindiskussionen über die höhere Wertigkeit von Frau oder Mann zu führen. Dabei gerät uns das Ziel, nämlich „Begegnungen als Chancen für Gemeinsamkeit“ zu nutzen, weitgehend aus dem Fokus. Insofern ist das Verhalten auf „Tinder“ ein Spiegelbild der Massen, und kaum mehr.

Zitat und weitere Fakten: The Comnversation, einige Zahlen dann hier (PDF).

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