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Gewalt – Prävention ist gut, aber wie passen Fantasien dazu?

Sexuelle Gewaltfantasien sind, so lesen wir beim NDR, sehr verbreitet, aber kaum erforscht.

Das ist zweifellos richtig, vor allem, weil sie Fantasien sind. Und die sind im Grunde nicht erforschbar, weil man sie nicht kennt. Doch die Presse wie leider auch manche Sexualmediziner greifen den Begriff einfach mal auf, weil „sexuelle Gewalt“ enorme Emotionen auslöst.

Tatsächlich aber begegnen wir Gewaltfantasien und sogar Tötungsfantasien an jedem beliebigen Abend im Deutsche Fernsehen, gleich, ob ARD, ZDF oder Privatsender. Sie wurden von den Drehbuchschreibern entwickelt und bis ins Detail geschildert von den Autoren, die dem Fernsehen die Vorlagen für Krimis liefern. Manche sind völlig abwegig, andere erstaunlich realistisch.

Männer, Loser, Fantasien und sexuelle Gewalt

Ach ja – und nun Sexualität. Man möchte Gewaltfantasien untersuchen, und zwar an drei Gruppen von Männern: Erstens Schüchterne, die bei Frauen nicht „ankommen“ und deshalb Minderwertigkeits- oder Hassgefühle entwickeln. Dann solche, die Macht über Frauen gewinnen wollen. Und schließlich solche, die schon „seit ihrer Jugend sadistische Fantasien im Kopf hätten“.

Das Projekt heißt „Prävention und Behandlung dysregulierter Sexualität“, also einer Sexualität, die aus dem gewöhnlich gut regulierten Flussbett der Lust in eine ungestüme, unregulierte Lust übergegangen ist.

Frauen und Männer haben ähnliche sexuelle Fantasien – und meist bleibt es dabei

Hübsche Idee. Nur wäre da eine Merkwürdigkeit: Bekanntlich (und bewiesenermaßen) (1) haben Frauen und Männer sexuelle Fantasien, die in den Bereich der körperlichen Gewalt hineinragen. Die meisten dieser Frauen und Männer können damit sowohl aktiv wie auch passiv umgehen, das heißt, sie werden weder Täter noch versuchen Sie, die Opferrolle in die Realität zu bringen.

Das ist wahrhaftig bewiesen und keine bloße Behauptung.

Fantasien als Ursache für aktive körperliche Gewalt?

Selbstverständlich ist Prävention gegen Gewalt nötig, und ganz sicher ist die Idee lobenswert. Doch so, wie die Grundlagen dargestellt werden, bleiben eben Zweifel an der Grundidee: Sind Fantasien wirklich die Ursache für Gewalttaten und anderen unerwünschten Abweichungen?
Ich behaupte: Es ist niemals feststellbar, weil unendlich viele Menschen Fantasien aller Art haben (nicht nur Gewaltfantasien), die sie niemals umsetzen werden.

(1) Artikel in der Liebepur: Ganz normale „perverse“ Lüste. Die Originaldaten der Studie liegen der Redaktion vor.

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