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Die Welt des klinischen Sexualpsychologen und Online-Dating

„Nah dran oder doch weit entfernt?“, so fragte ich mich, als ich jetzt erneut von einem Buch hörte, das jetzt unter dem Titel: „Vom Himmel auf Erden – was Sexualität für uns bedeutet“ als Taschenbuch erscheint. Nun, da hat man den Titel etwas verändert, denn ursprünglich hieß es „Himmel auf Erden und Hölle im Kopf – Was Sexualität für uns bedeutet“

Na, wie hübsch. Der Himmel blieb drin, die Hölle ist raus. Und ich muss gestehen, dass ich diesen Satz überlesen habe – sonst wäre meine Beurteilung damals nicht so positiv ausgefallen (Zitat, 1):

Wir können uns in Single- und Partnerbörsen, bei Onlinedating- oder Seitensprung-Agenturen anmelden und einen Partner/eine Partnerin suchen: schnell, zuverlässig, gerne auch anonym oder unter Pseudonym. Dadurch haben wir Zugang zu einem ungekannt großen Pool an potenziellen Kontaktpersonen.

Monströs, dieser „ungekannt große Pool“, nicht wahr? Und dann diese aufgeplusterte, weltfremde Kritik, die so klingt, als verabscheue Herr Ahlers diese Art der Partnersuche. Ist es aus seiner Sicht etwa befremdlich, wenn Singles „anonym oder unter Pseudonym“ Partner suchen? Ja, Herr Ahlers, wie sollen sie es denn sonst machen? Unter voller Namensnennung und mit Adresse? Oder sollen sie sich auf den Marktplatz stellen und ein Schild um den Hals binden? Da habe ich doch den Verdacht: Dem Herrn Ahlers passt die ganze Chose nicht. Und Sprüche wie „schnell und zuverlässig“ sowie der Pizza-Vergleich an anderem Orte sind Treppenwitze. Wenn’s schnell geht, ist es nicht zuverlässig, und wenn es zuverlässig sein soll, geht es nicht schnell. Und trotz Hook-Up-Apps und Seitensprung-Agenturen kann man sich die Damen und Herrn üblicherweise immer noch nicht „frei Haus mit Vögelgarantie“ liefern lassen.

Nun gut, man kann nicht alles wissen, und man muss nicht zwangsläufig mit allem Erfahrungen haben. Aber es wäre schon gut, nicht so schrecklich arrogant über etwas zu sprechen, von dem man ganz offensichtlich recht wenig weiß.

Nein, das ist nichts eggen das Buch. Ich habe schon zuvor darüber geschrieben, und es teilweise gelobt – und ich besitze es gar –die Version mit der Hölle, versteht sich.

(1) Zitiert nach der „Huffinton Post

Eine Antwort auf Die Welt des klinischen Sexualpsychologen und Online-Dating

  1. Max sagt:

    Kann seine Kritik auch nur bedingt nachvollziehen. Aber er sieht die Gefahr des „großen Pool der Möglichkeiten“ wohl darin, dass man sich nicht mehr binden will. Es kann immer noch etwas besseres kommen und alles liegt so zum greifen nahe. Das gab es vor dem Internet halt noch nicht und durch online Dating verändert sich auch gesellschaftlich sicher auch etwas.

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