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Männer – der angebliche weltweite Sexfrust

Kommt es nur auf die Potenz an oder auch auf die Art der Verführung?

Kommt es nur auf die Potenz an oder auch auf die Art der Verführung?

Das männliche Sexualleben ist von Frust durchsetzte oder, wie es die Presse mal wieder wissen will, denn

Die Frustration der Männer ist derzeit weltweit ein Politikum, eine der Ursachen könnte Ahnungslosigkeit und Sprachlosigkeit im Bett sein.

Aha. Erstens Ahnungslosigkeit und zweitens Sprachlosigkeit. Heißt theoretisch: Männer wurden noch nicht genügend mit Tipps versorgt, noch nicht genügend untersucht, therapiert und noch nicht genügend mit Pillen vollgepumpt?

Harter Penis an gestähltem Körper?

Nein. Ernährungsumstellung sowie geistiges und körperliches Training. Trainieren des Potenzmuskels. Keine Pornos im Internet. Mit anderen Worten: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper schafft sexuelle Zufriedenheit. Und dann fällt dieser Satz:

Und deshalb wollen Männer auch im Liebesleben das Optimum: härtere Erektionen, längeres Durchhaltevermögen, intensivere Orgasmen.

Da fallen andere Sätze natürlich durch die Ritzen. Zum Beispiel der lapidare Satz, dass auch Männer „tiefere Empfindungsebenen“ haben. Ich sehe sie schon – Schicht für Schicht durchdringen den Mann die Empfindungsebenen. Da wüssten wir natürlich gerne, was damit gemeint ist – wir erfahren es aber nicht. Denn genau hier endet die Kompetenz der Betrachter.

1000 Wörter und nichts Konkretes

Etwa 1000 Wörter weiter und mit zahllosen lapidaren Informationen über das inzwischen bekannte Thema suchen wir immer noch nahezu vergeblich danach, warum Männer nun so unzufrieden sind. Und was sie wirklich dagegen tun könnten – denn die Sprüche mit Fitness und psychischer Klarheit kauft den zahllosen Wichtigtuern niemand ab – auch dann nicht, wenn sie Urologen sind. Bei denen bezweifle ich nicht, dass sie kenntnisreich sind – aber vielleicht doch, dass ihre Betrachtungen den ganzen Mann mit all seinen Wünschen umfassen Das Leben ist nicht ausschließlich das, was ein Urologe in seiner Praxis erlebt.

Unzufrieden mit den Leistungen im „Standardprogramm“?

Alsdann – was will der Mann – wer sich mühsam durch den Artikeltext von Sandra Winkler in ICON (Welt) hindurchquält, der trifft plötzlich auf diese Aussage (gekürzt):

Die Männer sind … vor allem neugierig darauf, was sie im Bett neben dem Standardprogramm noch erreichen können.

Widmen wir uns doch mal diesem Satz. Das „Standardprogramm“ ist, jedenfalls nach dem Augenschein, den der Verfasser uns schenkt, offenbar mit der Reihefolge: „Bocksteifer Penis, ausdauernd vögeln, dann jubelnd ergießen“ ausreichend beschieben.

Männer wollen lustvolle, erfahrene und verführerische Frauen

Da wäre natürlich noch: Sinnliche Frauen begehren, Frauen mit erotischen Fähigkeiten finden und sich von ihnen verwöhnen lassen. Denn eines fehlt in der Betrachtung ganz und gar: Sinnliche Männer benötigen Frauen, um über sich selbst hinauszuwachsen, Experimente zu wagen und auch Freude am Ungewöhnlichen zu haben. Denn überwiegend sind es Frauen, die Männer von der „Sprachlosigkeit“, der Scham und der Zurückhaltung erlösen können.

Man mag einwenden: Oh, diese Frauen gibt es nicht. Oder jedenfalls nicht mehr. Die emanzipierte Frau will einen Mann, der weiß, was er will – und sie will keine erotischen Dienste „an ihm“ verrichten.

Ach, gibt es überhaupt Frauen?

Doch von Frauen ist gar nicht die Rede – fast so, als gäbe es sie nicht. Orgasmen lassen sich – kein Geheimnis – bei Frau und Mann auch manuell erzeigen – oftmals intensiver als beim Sex. Aber eben nicht so sinnlich und psychisch erfüllend. Und da bleibt dann eben doch die Frage nach Frauen. Und vor allem nach solchen, die Lust daran haben, Lust zu schenken. „Die Emanzipation“ so sagte einst eine Frau, die es wissen muss, „treibt die Männer in dir Arme von uns Huren.“ Das ist sicher überspitzt formuliert und mag nicht immer und überall gelten. Aber es mag ein Beweis dafür sein, wie schwer sinnliche, zuvorkommende, lustvolle Frauen gerade für ledige Männer zu finden sind.

Alle umschlossenen Zitate aus dem verlinkten Artikel in ICON.
Bildquelle: 50er-Jahre-Publikation.

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