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Das erste Date – was muss man am Ende wirklich wissen?

Dies ist eine Antwort auf einen Artikel von „Lovescout24″und deren Beraterin Dr. Katharina Ohana. Zur besser Übersicht finden Sie die Pressemitteilung im Anhang.

Dating-Brater sind eine eigenartige Gruppe von Menschen. Sie sind total auf „das Date“ fixiert und betrachten es so, als sei es stets eine einmalige Gelegenheit, hier und jetzt eine langfristige Beziehung zu beginnen. Damit setzen sie den partnersuchenden Single aber noch mehr unter Druck, als er es ohnehin schon ist.

Ich hatte diesen Eindruck auch bei den Tipps, die LoveScout24 gerade ausstreut. Es geht um 10 Dinge, die man nach dem ersten Date unbedingt wissen sollte.

Wenn’s gar nicht passt, passt es gar nicht

Auf den ersten Blick kann man damit leben – doch ein zweiter Blick enthüllt, dass die gesamte Betrachtung mit dem Tunnelblick: „Bald eine feste Beziehung für uns zwei“ versehen wurde. Richtig ist: Wenn’s nicht passt, dann passt es nicht. Aber das weiß jeder, der ein Date eingeht sowieso. Also kippen wir mal Punkt eins. Punkt zwei können wir auch kippen: Wenn der andere kaum Interesse zeigt, können wir das Date ebenso vergessen – und auch das wissen eigentlich alle Partnersuchenden. Wo bleiben denn nun die „tollen essenziellen Dinge“?

Ist er/sie beziehungsfähig?

Oha. „Und wie lange dauerte deine längste Beziehung?“ Ja, das kann man fragen – dann aber bitte nicht am Thema festhakeln – denn das führt oft dazu, weiter über die Ex-Beziehungen zu faseln. Eine geschlossene Frage – eine einfache Antwort – aber daraus ergibt sich kein sinnvolles Gespräch. Und man kann dabei auch ganz hübsch lügen. Und überhaupt: Wer ein Date eingeht und dabei mit Scheuklappen auf die mögliche Beziehung schaut, versaut sich zumeist das Date von vornherein.

Der Beruf

Die meisten Menschen definieren sich über den Beruf – das stimmt. Und man kann ihn schon vor dem Date erfragen und dann tiefer einsteigen. Übrigens definieren sich Männer eher über den Beruf als Frauen.Und: Meist kommt es her auf die Tätigkeit an als auf den Beruf. Aber das nur nebenbei.

Die Hobbys

Nichts wird so überschätzt wie die „Hobbys“. Wichtig sind die Interessen, die man als Paar gemeinsam verfolgen will – nicht die Hobbys. Und sollte der andere wirklich ein „seltsames“ Hobby haben, dann wird er es nicht sogleich erklären. Ähnliche gilt auch für den Musik- und Literaturgeschmack. Bei diesem Punkt wird deutlich, wie sehr die Autorin auf „Harmonie in einer langfristigen Beziehung“ fixiert ist. Verständlich – aber alles gleich beim ersten Date?

Das Wohnen

Das Einzige, was man darüber erfahren kann, ist, ob jemand Wert auf die eignen vier Wände legt und wie sie gegebenenfalls ausgestattet sind. Für den Gedanken an ein „Zusammenziehen“ eignet sich das erste Date kein bisschen. Einrichten ist eine Kulturleistung, die für eine Einzelperson anders aussieht als für ein Paar.

Die Haustiere

Leguane, Krokodile und Schlangen einmal ausgenommen: Ob der andere Katz oder Hund hat, ist eine Frage des Kennenlernens des „Dritten im Bunde“. Übrigens: Wie war das eigentlich mit vorhandenen Kindern? Ich meine, wenn man schon Haustiere erwähnt?

Die Familie

Ich widerspreche absolut diesem Satz: „Wenn man selbst Familie möchte, ist das definitiv ein Thema fürs erste Date.“ Es ist ein Überfall, der bei einem ersten Date voraussichtlich das das auslösen wird, was Überfälle bewirken: Panik. Also: Erst die Beziehung abklären, dann mal nach dem Kinderwunsch fragen. Klar ist der Kinderwunsch eine Frage, aber nicht für das erste Date.

Triffst du auch noch andere?

Es gehört zu den Eigenarten der intensiven Partnersuche, dass man „andere“ trifft. An einem Kaffeehaustisch mit jemandem zu sitzen und zu schauen, ob man vielleicht zusammenkommen könnte, ist keine Eheanbahnung – das gilt ebenso für das Thema „Familie“.

Und noch einen Senf dazu: Wackersteine im Gepäck beim Date?

Ich habe da immer so eine Idee, wenn jemand zu einem Date geht und dabei die Wackersteine der Berater im Rucksack transportiert. Dann denke ich immer: Was soll der Gepäckmarsch? Hätte der Single nicht besser einen Kompass mitgenommen und unterwegs Eindrücke gesammelt?

Hier die Pressemitteilung als Zitat zum Nachlesen:

10 Dinge, die man nach dem ersten Date unbedingt wissen sollte

Wohnsituation, Beruf und Ex-Partner verraten viel über die Persönlichkeit / Auch die Familie sollte Thema beim ersten Date sein

München, 20. Oktober 2016 – Das erste Date ist aufregend und spannend. Wir wollen herausfinden, ob der andere als potenzieller Partner in Frage kommt. Dafür sollten wir nicht nur wissen, was die Lieblingsfarbe des anderen ist. „Offenheit und Zuhören sind die wichtigsten Voraussetzungen, um einen realistischen Eindruck zu bekommen“, rät Psychoanalytikerin und LoveScout24-Beziehungsexpertin Dr. Katharina Ohana. Denn vieles offenbart das Gegenüber, ohne es direkt auszusprechen. LoveScout24, Deutschlands Partnerportal Nr. 1, verrät, was Singles nach dem ersten Date unbedingt wissen sollten.

1. Kann ich mir eine Beziehung mit dem anderen vorstellen?
Wer die Frage mit „ja“ oder „vielleicht“ beantwortet, braucht sich keine Sorgen machen – einfach drauf losflirten und schauen, wie es weitergeht. Wer jedoch „Nein“ sagt, sollte sich die Zeit sparen – daraus wird nichts mehr.

2. Will mich mein Gegenüber wiedersehen?
„Wir wollen ein positives Signal vom anderen bekommen“, weiß Katharina Ohana. Deshalb lieber gleich die Notbremse ziehen, wenn der andere kein Interesse hat oder herumdruckst. Dabei sollte man aber immer ehrlich und höflich bleiben – und es niemals persönlich nehmen. So wie uns nicht alle gefallen, ist es auch umgekehrt einfach möglich, nicht von jedem gemocht zu werden. „Hier kann man wunderbar Stärke zeigen. Und: Niemand sollte sich toller machen, als er ist. Das kann nur scheitern.“

3. Wie lang war die längste Beziehung des anderen?
Bei Teenies und Twens sind häufigere Partnerwechsel unproblematisch – sie müssen noch Erfahrungen sammeln und sich selbst finden. Kritisch wird es ab 30: „Jeder, der in diesem Alter seinen Lebenspartner sucht, sollte sich schon mal mindestens ein Jahr auf eine Beziehung eingelassen haben“, weiß Ohana. „Wer jenseits der 30 ständig den Partner wechselt, sollte ernsthaft überlegen, was der Grund dafür sein könnte.“

4. Was macht mein Date beruflich?
Unser Job macht den Großteil unseres täglichen Lebens aus. Wer nicht darüber reden möchte, ist entweder unzufrieden mit seinem Beruf oder hat etwas zu verschweigen. Da sich die meisten Menschen entscheidend über ihre Arbeit definieren, kann man hier auf jeden Fall viel über den anderen erfahren.

5. Welche Hobbys hat der andere?
Den Großteil unserer Freizeit verbringen wir mit unseren Hobbys. „Damit Beziehungen nicht am Zeitmangel scheitern, ist es deshalb meist nötig, den Partner in das eigene Hobby mit einzubeziehen“, so Ohana. „Wichtig ist, zusammen etwas zu erleben, an dem beide Spaß haben, damit die Liebe wächst und da bleibt.“

6. Wie wohnt mein Gegenüber?
WG-Bewohner sind ganz sicher sozialkompetent. Ein Eigenheim hingegen zeugt von Verantwortung, kann aber auch zur Beziehungsprobe werden: Zieht einer zum anderen, bleibt oft das Gefühl, nicht in einer gemeinsamen Unterkunft zu wohnen. Lebt der andere mit Anfang 30 noch bei den Eltern, bleibt nur noch eins: Nichts wie weg!

7. Hat der andere Haustiere?
„Ein Hund oder eine Katze kann eine Beziehung schnell zum Scheitern verurteilen“, weiß Katharina Ohana. Dafür braucht es nicht mal eine Tierhaarallergie. „Oft sind auch Ordnung, Hygiene oder das Tier an sich das Problem.“ Zum Beispiel mögen Hundefans keine Katzen. Andere packt bei Tierhaaren auf dem Sofa direkt der Ekel.

8. Wie steht mein Date zum Thema Familie?
Wenn man selbst Familie möchte, ist das definitiv ein Thema fürs erste Date. Denn wenn beide vollkommen unterschiedliche Vorstellungen von der Familienplanung haben, wird es schwierig mit der gemeinsamen Zukunft. Vor allem aber sagt die Antwort auf diese Frage viel über Geselligkeit und Prioritäten des anderen aus.

9. Datet mein Gegenüber parallel zu mir andere?
Wenn sich bei LoveScout24 mehrere interessante Kandidaten auf einmal melden, kann es schnell zu Überschneidungen kommen. Aber Vorsicht: „Wer sich möglichst viele Türen offen hält, ist möglicherweise nicht an echten Begegnungen, sondern an der Perfektion seines Lebens durch den anderen interessiert“, erklärt Ohana. „Doch geht es bei der Partnersuche nicht darum, den perfekten, sondern den für sich passenden Partner zu finden – Ecken und Kanten sollten erwünscht sein.“

10. Ist der andere verbittert?
Leider gibt es viele Menschen, die nach schlechten Erfahrungen und zahlreichen Kurzbeziehungen den Glauben an die Liebe verloren haben. Ihren Frust kann ein neuer Partner aber nicht wieder gut machen. „Wer allzu oft enttäuscht wurde, sollte die eigenen Erwartungen überprüfen“, rät Katharina Ohana. „Man sollte sich lieber fragen, wo die Ursache für negative Erfahrungen mit der Liebe liegt, statt den Singlefrust möglichst gut zu kaschieren.“

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